12 Kontraste, die deine Fotos zum Strahlen bringen

Kontraste sind für die Fotografie von entscheidender Bedeutung. Sie verleihen deinen Fotos einen 3D-Effekt in der ansonsten zweidimensionalen Darstellung und fesseln den Betrachter länger am Bild. Die gute Nachricht: Einige Kontraste sind uns vertraut und nutzen wir intuitiv. Doch es ist wichtig, ihre Arten und Anwendungen zu verstehen.

Die Ursprünge der Kontrastdefinition und -regeln in der Fotografie reichen zurück zur Malerei, aus der die Fotografie hervorgegangen ist. Hier lassen sich Kontraste in verschiedene Kategorien unterteilen:

  1. Motivkontraste
    • Dynamikumfang
  2. Kontraste in der Bildgestaltung
    • Helligkeitskontraste
    • Farbkontraste
    • Strukturkontraste
    • Größenkontraste
    • Gegensätze
  3. Kontraste in der Nachbearbeitung

Diese Kontraste sind überall präsent, sei es bei der Aufnahmetechnik, der Bildgestaltung oder der Nachbearbeitung. Der Dynamikumfang ist technisch bedingt und hängt vom Sensor der Kamera ab. Die Kontraste in der Bildgestaltung ermöglichen es, bestimmte Wirkungen zu erzielen, die die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen. Das kann durch starke, schwache, große oder gegensätzliche Kontraste erreicht werden. Die Kontraste in der Nachbearbeitung dienen dazu, das Bild zu verfeinern, indem sie mithilfe von Bildbearbeitungssoftware verstärkt oder reduziert werden.

Jeder dieser Kontraste spielt eine einzigartige Rolle in der Gesamtgestaltung des Bildes und kann entweder einzeln oder in Kombination verwendet werden. Lass uns nun jeden dieser Kontraste genauer betrachten.

1. Der Motivkontrast oder der Dynamikumfang

Die Grundlage für ein gelungenes Bild wird bereits bei der Aufnahme gelegt, und zwar durch eine präzise Belichtung. Diese Belichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Blende, die Verschlusszeit und der ISO-Wert. Die richtige Balance zwischen diesen Parametern sorgt dafür, dass das Bild weder zu hell noch zu dunkel erscheint.

Bilder weisen oft sowohl helle als auch dunkle Bereiche auf, und es ist entscheidend, diese durch die Belichtung in Einklang zu bringen. Der Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Punkt im Bild, also der Hell-Dunkel-Kontrastumfang des Motivs, wird als Motivkontrast bezeichnet.

Die Beurteilung der Belichtung ist jedoch subjektiv und hängt vom Empfinden des Fotografen oder des Betrachters ab. Manchmal können überbelichtete oder unterbelichtete Stellen in einem Bild eine ästhetische Wirkung erzielen. Bei RAW-Aufnahmen ist es dennoch ratsam, die Belichtung mithilfe des Histogramms einzustellen. Das Histogramm zeigt den Verlauf der Helligkeitswerte im Bild an und hilft dabei, alle Details einzufangen, ohne dass der Kontrastumfang des Motivs zu hoch wird.

Das Histogramm verstehen und lesen
Quelle: TorstenStolze/Youtube

Der Dynamikumfang

Die Qualität der Motivkontraste hängt maßgeblich von der Leistung des Sensors ab, genauer gesagt von seinem Dynamikumfang, der bei digitalen Kameras aus technischen Gründen begrenzt ist. Dieser Wert wird in Belichtungswerten (EV) gemessen. Eine Kamera mit einem höheren Dynamikumfang kann einen größeren Helligkeitsbereich erfassen. Zum Beispiel erreicht eine Sony A7-Kamera mit Vollformat-Sensor einen Dynamikumfang von 14 EV, während eine Sony a6500 mit APS-C-Sensor einen Wert von 13 EV aufweist.

Kontraste für spannendere Fotos
Dynamikumfang Sony a6000 versus Sony a7 – Quelle: DxOMark

Hier sei noch zu erwähnen, dass der Dynamikumfang mit zunehmendem ISO-Wert sinkt. Das ist einer der Gründe weshalb du versuchen solltest den ISO Wert möglichst niedrig zu halten.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Dynamikumfang bei steigendem ISO-Wert abnimmt. Aus diesem Grund ist es ratsam, den ISO-Wert möglichst niedrig zu halten. In Situationen, in denen das Motiv einen höheren Kontrastumfang aufweist als die Kamera verarbeiten kann, kann es zu sogenannten „ausgefressenen“ oder „abgesoffenen“ Bereichen im Bild kommen. Als Fotograf stehen dir verschiedene Techniken zur Verfügung, um dieses Problem zu bewältigen:

  • Du kannst das Licht anpassen, um den Kontrast zu reduzieren. Dies kann durch das Hinzufügen weiterer Lichtquellen oder das gezielte Abdunkeln bestimmter Bereiche erreicht werden.
  • Du kannst HDR-Bilder erstellen, die aus der Kombination mehrerer Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen bestehen. Dies kann manuell durch das Aufnehmen von 3, 5 oder mehr Fotos erfolgen, die dann mithilfe von Software zusammengeführt werden. Viele Kameras bieten auch automatische HDR-Funktionen. Selbst Smartphones können diese Technik anwenden, sogar bei sich bewegenden Motiven, obwohl es hier gewisse Grenzen gibt.

2. Der Helligkeitskontrast oder Hell-Dunkel-Kontrast

Der Helligkeitskontrast, oft auch einfach als Kontrast bezeichnet, ist einer der bekanntesten und am leichtesten erkennbaren Kontraste in der Fotografie. Dieser Kontrast entsteht bereits bei der Aufnahme, je nachdem, wie das Motiv gezielt oder unbeabsichtigt ausgewählt wird. Ein niedriger Helligkeitskontrast zeichnet sich durch geringe Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen im Bild aus. Diese Art von Kontrast vermittelt oft ein Gefühl von Ruhe, Harmonie und Ausgeglichenheit.

Bilder mit niedrigem Kontrast weisen viele sichtbare Details auf, und die Bildkomposition konzentriert sich auf das gesamte Bild. Im Gegensatz dazu entsteht ein hoher Helligkeitskontrast, wenn es sehr helle oder sehr dunkle Bereiche im Bild gibt. Der mittlere Bereich des Bildes tritt in den Hintergrund, während die intensiven Kontraste Platz für extrem helle oder dunkle Bereiche schaffen können, die sich bis ins Schwarz-Weiß erstrecken. Ein hoher Helligkeitskontrast verleiht dem Bild oft Dynamik, Dramatik, Spannung und Aufregung.

3. Der Farbe-an-sich-Kontrast (Farbton-Kontrast)

Der Farbe-an-sich-Kontrast, auch als Farbton-Kontrast bezeichnet, ist einer der auffälligsten Kontraste in der Fotografie. Dieser Kontrast entsteht, wenn Farben, insbesondere kräftige und reine Farbtöne, direkt nebeneinander platziert werden. Ein Bild, das viele verschiedene, kräftige Farben aufweist, weist in der Regel einen hohen Farbe-an-sich-Kontrast auf. Dieser Kontrast ist am stärksten, wenn reine Farben wie Gelb, Rot oder Blau verwendet werden.

Die Intensität dieses Kontrasts hängt oft vom individuellen Stil des Fotografen und von den beabsichtigten Wirkungen des Bildes ab. In manchen Fällen kann ein hoher Farbe-an-sich-Kontrast die Bildaussage unterstützen, während er in anderen Situationen möglicherweise zu überwältigend ist.

4. Der Kalt-Warm Kontrast

Der Kalt-Warm-Kontrast basiert auf den Erkenntnissen des Künstlers Johannes Itten, der sich intensiv mit der Wirkung von Farben auf Menschen und Tiere beschäftigt hat. Itten entwickelte einen Farbkreis, der noch heute als Grundlage für die farbliche Gestaltung dient. Seine Forschungen zeigten, dass Farben unterschiedliche emotionale Reaktionen hervorrufen können.

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Der Kalt-Warm-Kontrast entsteht, wenn Farben, die sich gegenüberliegen, in einem Bild miteinander kombiniert werden. Dieser Kontrast vermittelt Empfindungen wie beruhigend oder erregend, dünn oder dick, durchsichtig oder undurchsichtig, fern oder nah, feucht oder trocken.

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Der Farbkreis von Johannes Itten (1961)
Quelle: Wikipedia

Besonders in der Landschaftsfotografie spielt dieser Kontrast eine entscheidende Rolle, da er dazu beiträgt, einen räumlichen Eindruck im Bild zu erzeugen. In der Natur beobachten wir oft, dass entfernte Motive kühler oder bläulicher erscheinen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Berge, der Himmel oder Waldlandschaften. Je weiter diese Motive entfernt sind, desto stärker ist der bläuliche Effekt.

Im Gegensatz dazu wirkt der Vordergrund oft wärmer, zum Beispiel die braun-orangefarbene Erde oder die rot-orangen Dächer von Gebäuden. Ein Bild, das beispielsweise eine grüne Wiese vor einem blauen Himmel zeigt, weist keinen Kalt-Warm-Kontrast auf. In solchen Fällen muss die Spannung im Bild durch andere gestalterische Effekte erzeugt werden.

5. Der Qualitätskontrast

Der Qualitätskontrast entsteht durch die Gegenüberstellung von gesättigten, lebendigen Farben und ungesättigten, matten Farben. Dabei wirken die gesättigten Farben noch intensiver, da sie im Kontrast zu den matten Farben stehen. Dieser Kontrast trägt maßgeblich zur Stimmung des Bildes bei.

Elemente wie Nebel, Dunst oder auch Glasscheiben sind perfekt geeignet, um diesen Kontrast zu erzeugen und die Qualität der Farben im Bild hervorzuheben. Der Qualitätskontrast kann dazu beitragen, die visuelle Wirkung eines Fotos zu steigern und die Aufmerksamkeit des Betrachters auf bestimmte Elemente im Bild zu lenken.

6. Der Quantitätskontrast

Der Quantitätskontrast, auch als Proportions- oder Mengenkontrast bezeichnet, tritt auf, wenn verschiedene Farbflächen im Bild ein ausgewogenes Verhältnis zueinander haben. Dieses Verhältnis erscheint harmonisch, wenn die Proportionen der Farben in Abhängigkeit von ihrer Helligkeit stehen.

Johann Wolfgang von Goethe entwickelte als einer der Ersten einfache Zahlverhältnisse, wie beispielsweise ein Teil Orange zu zwei Teilen Blau oder ein Teil Gelb zu drei Teilen Violett. Gleichmäßige Anteile von Rot und Grün erzeugen ein ausgewogenes Gleichgewicht. Solche harmonischen Quantitäten verleihen dem Bild eine beruhigende Wirkung.

Weitere detaillierte Informationen zu quantitativen Werten findest du hier: Link zu weiteren Ressourcen. Zu Beginn ist es ausreichend, sich mit groben Werten zu beschäftigen, da dein Auge mit der Zeit automatisch geschult wird.

7. Der Komplementärkontrast

Der Komplementärkontrast tritt auf, wenn zwei Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, miteinander kombiniert werden und einen neutralen Grauton erzeugen. Diese gegenüberliegenden Farben werden als komplementär bezeichnet und können in der Farbfotografie durch Umwandlung in Schwarz-Weiß identifiziert werden.

8. Der Simultankontrast

Der Simultankontrast ist eine optische Täuschung, bei der eine Farbe von einer benachbarten Farbe überflutet wird. Zum Beispiel kann eine rote Fläche, die von Blau umgeben ist, in den Augen des Betrachters als orange erscheinen. Ebenso kann eine weiße Fläche einen rötlichen Schimmer annehmen, wenn sie von Grün umgeben ist.

Dieser Effekt entsteht, weil unser Sehsinn imaginär die Komplementärfarbe hinzufügt, um ein kohärentes Bild zu erzeugen. Der Simultankontrast beeinflusst nicht nur den Farbton, sondern auch die Helligkeit und Intensität der Farben. So kann eine graue Farbe auf einem gelben Hintergrund nicht nur bläulicher wirken, sondern auch heller als auf einem weißen Hintergrund.

9. Der Strukturkontrast

Regelmäßige Muster und Strukturen, insbesondere wenn sie geometrisch und großflächig sind, fallen schnell ins Auge und erzeugen einen starken Kontrast zu anderen Bereichen des Bildes. Dies maximiert das Aufmerksamkeitspotenzial und verleiht dem Bild eine einprägsame Wirkung.

10. Der Größenkontrast

In der Fotografie lässt sich die Wahrnehmung der Bildelemente gezielt steuern, sei es durch die Wahl der Entfernung, der Perspektive oder der verwendeten Technik. Diese Kontrolle darüber, wie groß einzelne Elemente im Bild erscheinen, ermöglicht es, den Größenkontrast gezielt einzusetzen.

Die Entfernung zum Motiv spielt eine entscheidende Rolle. Näher gelegene Objekte erscheinen im Bild größer, während weiter entfernte Dinge kleiner wirken. Dieser Effekt kann durch die Wahl der Perspektive verstärkt werden. Die Aufnahme eines Kindes von oben lässt es beispielsweise klein und zart erscheinen, während die Froschperspektive dasselbe Kind größer und kraftvoller wirken lässt.

Die Wahl des Objektivs ist eine weitere Möglichkeit, den Größenkontrast zu beeinflussen. Weitwinkelobjektive beispielsweise können Vordergrundmotive wie Blumen oder Steine im Verhältnis zur Gesamtbildfläche sehr groß darstellen, wenn sie aus nächster Nähe aufgenommen werden.

Ein interessanter Aspekt des Größenkontrasts ist der Punkt-Flächen-Kontrast. Hierbei wird ein kleines, aber deutlich erkennbares Element auf eine ansonsten einheitliche Fläche platziert. Obwohl dieses Element nur einen kleinen Teil des Bildes ausmacht, hebt es sich aufgrund seiner Helligkeit, Farbe, Form, Struktur oder Schärfe deutlich von seiner Umgebung sowie der gesamten Bildfläche ab.

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Dieses Element muss inhaltlich fesselnd sein, um dem Bild Spannung zu verleihen. Feine Details und klare Schärfe sorgen dafür, dass das Auge des Betrachters länger auf dem Bild verweilt. Dabei ist die Platzierung des Motivs nicht in der Bildmitte zu empfehlen, denn die Bildgestaltung gewinnt an Spannung, je näher das Motiv zum Bildrand hin verschoben wird. Das Ergebnis dieser Technik sind aufgeräumte, ausgewogene und dennoch spannende Bilder.

11. Gegensätze als Kontraste für spannendere Fotos

Ein besonders wirkungsvoller Kontrast in der Fotografie wird häufig übersehen: der Kontrast der Gegensätze. Gegensätze und Widersprüche können ebenso zu fesselnden und inhaltlich interessanten Aufnahmen führen.

Klischees, die bekannte Gegensätze aufgreifen, eignen sich hervorragend, um diesen Kontrast zu betonen. Beispiele hierfür sind alt-neu, hübsch-hässlich, fröhlich-traurig, männlich-weiblich und viele andere. Ein altes Gebäude, das von moderner Architektur umgeben ist, kann beispielsweise äußerst faszinierend wirken. Dieser Kontrast der Gegensätze verleiht Ihren Fotos eine tiefe visuelle Spannung und eröffnet neue Perspektiven für kreative Bildgestaltung.

12. Kontraste in der Nachbearbeitung

Die Nachbearbeitung von Bildern ist ein entscheidender Schritt in der Fotografie, insbesondere bei RAW-Aufnahmen, da diese lediglich Rohdaten sind und noch bearbeitet werden müssen. In den RAW-Dateien sind viele Informationen enthalten, die erst durch die Entwicklung sichtbar werden. Der Kontrast ist eine dieser Informationen, die in der Postproduktion optimiert werden können.

Insbesondere im Zusammenspiel von Schatten und Lichtern lassen sich hohe Kontraste erzielen, ohne dabei Details zu verlieren. Du kannst beispielsweise dunkle Bereiche aufhellen (Schatten) und helle Bereiche abdunkeln (Lichter), bevor du den Kontrast erhöhst. Die Ergebnisse können erstaunlich sein.

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Je nach Motiv und gewünschtem Stil kann dieser Prozess übertrieben werden, doch wie so oft gilt: Weniger ist manchmal mehr. Persönlich habe ich beeindruckende Ergebnisse erzielt, als ich eine Familien-Fotosession vorbereitete und versehentlich überbelichtete Bilder aufnahm. Dank der Nachbearbeitung konnten einige dieser Fotos gerettet und zu den besten Aufnahmen des Tages gemacht werden. Dies unterstreicht die Bedeutung der Kontrastanpassung in der Bildbearbeitung.

Smartphone Fotos: 3 einfache Schritte für perfekte Handy Fotos

In der faszinierenden Welt der Fotografie haben sich Smartphones längst zu unseren verlässlichen Back-up-Kameras entwickelt, für den Fall, dass unsere geliebte Hauptkamera nicht zur Hand ist. Ihre Fähigkeiten sind schlichtweg erstaunlich, und das Aufregende daran ist, wie mühelos wir ihre Bilder im Nachhinein in Kunstwerke verwandeln können – vorausgesetzt, wir nehmen Aufnahmen im RAW-Format vor. Das Schöne an der Sache ist, dass die Mehrheit der modernen Smartphones dir die Option bietet, Bilder im DNG RAW-Format festzuhalten.

Was bedeutet Smartphone-Fotografie im RAW-Format?

Smartphone-Fotografie im RAW-Format ist eine Technik, bei der du Fotos in einem unkomprimierten Format aufnimmst, das alle verfügbaren Sensorinformationen enthält. Dies ermöglicht eine umfassendere Bearbeitung und Verbesserung der Fotos im Vergleich zu herkömmlichen JPEG-Bildern. Mit dem DNG-RAW-Format, das von den meisten aktuellen Smartphones unterstützt wird, kannst du die volle Kontrolle über Belichtung, Kontrast und Farbgebung deiner Fotos behalten.

Aber um das volle Potenzial aus deinen Smartphone-Fotos zu schöpfen, bedarf es einiger Vorbereitungen, um die maximale Qualität aus den bescheidenen Sensoren und Linsen herauszukitzeln.

Es ist einfach erstaunlich zu erleben, welche fotografischen Wunder mit diesen kleinen Kameras möglich sind. Wenn du erst einmal in diese Welt eintauchst, wirst du von der Leidenschaft gepackt und angespornt, das Maximum aus ihnen herauszuholen. Hier gilt eine goldene Regel: Je weniger technischer Schnickschnack dir zur Verfügung steht, desto mehr wirst du dich auf die Kunst der Bildkomposition und -gestaltung konzentrieren.

Smartphone Fotografie
Smartphone Foto mit einem iPhone 6S und RAW
RAW Entwicklung und Bearbeitung mit Apples Fotos

Seitdem ich meinen ganz eigenen Arbeitsablauf für Smartphone-Fotos entwickelt habe, bei dem das RAW-Format die Hauptrolle spielt, bin ich nicht mehr so niedergeschlagen, wenn meine geliebte Kamera nicht griffbereit ist.

Einfach das Smartphone aus der Tasche ziehen, die Halide-App öffnen (ihr Icon ist stets an der schnellsten Erreichbarkeit positioniert), gegebenenfalls ein paar manuelle Einstellungen vornehmen und dann den Auslöser mit einem Hauch von Dramatik drücken. Ein direkter Vergleich mit einer hochwertigen Kamera mag vielleicht gewagt sein, doch wenn nur das Smartphone zur Hand ist, zaubert es immer noch ein kleines bisschen Inspiration – und das ist allemal besser als gar nichts.

1. Eine RAW App für dein Smartphone (Empfehlung, Installation, Konfiguration)

Smartphones bieten mittlerweile die Möglichkeit, RAW-Dateien im DNG-Format mithilfe zusätzlicher Apps aufzunehmen. Beispiele hierfür sind Halide, Flannl oder Adobe Lightroom Mobile. Diese Apps sind definitiv einen Versuch wert. Die Installation verläuft unkompliziert und erfolgt auf die gleiche Weise wie bei anderen Anwendungen. Bei der Konfiguration ist es entscheidend, das DNG- oder RAW-Format zu aktivieren, wobei einige Apps sogar beide Optionen zur Verfügung stellen.

Ein RAW-Format stellt die unkomprimierten Daten dar, die von der Kamera erfasst werden. Diese RAW-Dateien lassen sich weitaus besser bearbeiten und entwickeln. In meinem Artikel „Bildformate in der Fotografie – 6 Kategorien + Tipps“ gehe ich näher auf die verschiedenen Bildformate und insbesondere auf die Bedeutung des RAW-Formats ein.

Flannl, ProCamera, Halide

Persönlich nutze ich Apple Smartphones und verwende die App Halide, die meines Wissens nach nur für iPhones verfügbar ist. Diese Software ist kostenlos und ermöglicht manuelle Einstellungen sowie die Aufnahme von Bildern im RAW-Format.

Der große Vorteil von Halide, Flannl und anderen vergleichbaren Apps gegenüber Adobe Lightroom Mobile besteht darin, dass die RAW-Fotos im DNG-Format im Camera Roll gespeichert werden. Dadurch können sie problemlos bearbeitet oder geteilt werden.

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Alternativ kannst du Apps wie ProCamera oder Flannl RAW Camera App verwenden. In diesem Artikel findest du eine gute Übersicht und Testergebnisse.

Adobe Photoshop Lightroom Mobile

Für diejenigen, die Adobe Lightroom und Photoshop nutzen, vor allem in der Cloud, bietet sich die Verwendung von Adobe Photoshop Lightroom Mobile an. Hierbei ist die Integration mit der Cloud besonders vorteilhaft. Persönlich bevorzuge ich Capture One und nutze Lightroom Mobile nur in der Offline-Version. Hierfür sind einige Anpassungen erforderlich, die ich im Folgenden erkläre.

Lightroom Mobile ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Diese Software vereint mehrere Module: Aufnahme von Fotos, RAW-Entwicklung, Bildbearbeitung, Verwaltung und Präsentation. In der Basisversion ist die App kostenlos und meiner Meinung nach die beste „All-in-One“-App auf dem Markt.

Die Handy-Fotos werden in der App gespeichert und können anschließend exportiert oder sogar direkt über die Adobe Cloud mit Adobe Lightroom synchronisiert werden. Die RAW-Dateien werden im Adobe DNG-Format gespeichert, das von den meisten RAW-Entwicklungstools verarbeitet werden kann.

Um die App optimal nutzen zu können, sollten nach der Installation folgende Konfigurationseinstellungen vorgenommen werden:

  • Dateiformat: DNG
  • Raster: Golden (alternativ Dritteln)
  • Wasserwaage: Ein
  • Seitenverhältnis: 16:9 (alternativ 3:2)
  • Manuelle Einstellungen: Pro
Adobe Photoshop Lightroom Mobile Einstellungen
Adobe Photoshop Lightroom Mobile Einstellungen

Sinnvolle Einstellungen für Smartphone Fotos

Diese Einstellungen sind sinnvoll für die Fotografie mit dem Smartphone. Das RAW-Format DNG beansprucht zwar mehr Speicherplatz als JPG, ermöglicht jedoch eine wesentlich bessere Bearbeitung. Das Raster unterstützt dich bei der Umsetzung des goldenen Schnitts, und die Wasserwaage hilft, Fotos gerade aufzunehmen. Das Seitenverhältnis in der Fotografie hat sich in den letzten Jahrzehnte von 4:3 zunehmend zu 3:2 entwickelt.

Das Schöne am RAW-Format ist, dass es die Sensorgröße widerspiegelt, d.h., bei einer Sony a6500 beträgt das Seitenverhältnis 3:2 und beim iPhone 4:3. Der Vorteil dieser Einstellung liegt darin, dass die Bildkomposition bereits bei der Aufnahme im 16:9 oder 3:2-Format erfolgt und gleichzeitig noch Spielraum nach oben und unten für die spätere Bearbeitung bleibt.

2. Die richtige Bildkomposition für deine Smartphone-Fotos

Die meisten Grundregeln der Fotografie gelten gleichermaßen für Smartphones wie für professionelle Kameras. Im Folgenden werde ich dir die wichtigsten Grundsätze auflisten, die besonders zu Beginn von Bedeutung sind.

Fotografieren und Fotografieren lernen (mit Tipps und Techniken)

Tipps für das Fotografieren mit einem Smartphone:

  • Haltet die Linse sauber: Smartphones haben oft keine Schutzkappe, und da sie ständig im Einsatz sind, kann eine dreckige oder fettige Linse die Bildqualität erheblich beeinträchtigen.
  • Verwende beide Hände: Um Verwacklungen zu minimieren, halte dein Smartphone mit beiden Händen, insbesondere bei längeren Belichtungszeiten oder in Situationen, in denen Stabilität wichtig ist.
  • Mehrere Aufnahmen: Sicher ist sicher. Mache ruhig mehrere Aufnahmen derselben Szene, um sicherzustellen, dass du die beste erwischt hast.
  • Manuelle Einstellungen testen: Wenn deine Kamera-App manuelle Einstellungen zulässt, experimentiere damit. Dies kann bei schwierigen Lichtverhältnissen oder in speziellen Situationen hilfreich sein.
  • ISO-Einstellungen anpassen: In dunklen Umgebungen reduziere die ISO-Werte, um rauschfreiere Fotos zu erhalten.
  • Verzichte auf den Blitz: Der Blitz kann dazu führen, dass Fotos überbelichtet oder mit dunklen Schatten wirken. Versuche, auf künstliches Licht zu verzichten, wann immer es möglich ist.
  • Mit dem Fokuspunkt spielen: Experimentiere mit der Auswahl des Fokuspunkts, um gezielt Tiefenschärfe in deinen Fotos zu erzeugen. Dies kann den Hintergrund unscharf machen und deine Hauptmotive hervorheben.
  • Selbstauslöser verwenden: Einige Smartphones ermöglichen es, die Plus-Taste als Selbstauslöser zu nutzen. Auf einem Stativ kannst du so längere Belichtungszeiten verwenden, um schärfere Fotos mit weniger Rauschen zu erhalten.
  • Richtige Belichtung: Achte immer auf die Belichtung. Dunkle Umgebungen sind eine Herausforderung für Smartphones. Versuche daher, zusätzliches Licht zu nutzen, sei es durch natürliches Licht von Fenstern oder künstliche Beleuchtung.
Smartphone Foto: Regentropfen
Smartphone Foto: Regentropfen (iPhone6s)

Bildgestaltung und Bildkomposition für Smartphone-Fotos:

  • Bilde den Schnitt sorgfältig: Achte darauf, dass bei deinen Aufnahmen wichtige Bildteile wie Köpfe oder Füße nicht abgeschnitten werden. In der horizontalen Ausrichtung ist weniger Spielraum, also sei achtsam und variiere deinen Abstand zum Motiv.
  • Nutze die Wasserwaage: Verwende die Wasserwaagenfunktion deines Smartphones, um sicherzustellen, dass deine Fotos gerade sind, ohne nachträgliche Korrekturen vornehmen zu müssen.
  • Schaue auf das Goldene Verhältnis: Integriere die Drittel-Regel, den Goldenen Schnitt oder die Goldene Spirale in deine Bildgestaltung. Positioniere Motive und Linien seitlich oben oder unten, anstatt sie in die Mitte zu setzen.
  • Suche nach interessanten Motiven: In der Landschaftsfotografie lohnt es sich, auch Vordergrundmotive einzubeziehen. Ein Stein, ein Baum oder eine Person können Spannung in dein Foto bringen. Selbst wenn der Vordergrund zunächst dunkel ist, kann dies später in der Postproduktion korrigiert werden.
  • Wähle die richtige Aufnahmehöhe: Wenn du Porträts aufnimmst, ist die Augenhöhe wichtig. Bei Kindern oder Tieren musst du vielleicht in die Hocke gehen oder dich sogar auf den Boden legen, um den idealen Blickwinkel zu erreichen.
  • Binde den Hintergrund ein: Gestalte den Bildaufbau aktiv, indem du den Hintergrund in deine Komposition einbeziehst. Ändere gegebenenfalls deinen Aufnahmestandort, um die Umgebung, sei es Sonne, Wolken, Bäume oder den Horizont, für den Goldenen Schnitt zu berücksichtigen. Dies erzeugt zusätzliche visuelle Spannung in deinen Fotos.
  • Spiel mit Rahmen und Perspektive: Experimentiere mit natürlichen Rahmenelementen in der Umgebung deines Motivs. Bäume, Fensterrahmen oder Türrahmen können deinem Foto Tiefe und Interesse verleihen. Ebenso kannst du mit verschiedenen Perspektiven spielen, sei es durch das Aufnehmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive, um einzigartige Blickwinkel zu schaffen.
  • Nutze Linien und Muster: Suche nach natürlichen oder architektonischen Linien und Mustern, die dein Auge durch das Bild führen. Straßen, Zäune oder sogar wiederkehrende Muster in der Natur können dazu beitragen, das Interesse des Betrachters zu wecken.
  • Experimentiere mit Symmetrie und Asymmetrie: Spiele mit symmetrischen und asymmetrischen Elementen in deinen Fotos. Die Symmetrie kann ein Gefühl der Balance vermitteln, während die Asymmetrie Spannung und Interesse erzeugen kann. Die Wahl hängt von deinem Motiv und deiner beabsichtigten Botschaft ab.

3. Die RAW Entwicklung und Bearbeitung deiner Handy-Bilder

Smartphone Foto: Blumenwiese
Smartphone Foto: Blumenwiese (iPhone 8s)

Sobald du deine Aufnahmen gemacht hast, beginnt der spannende Prozess der Bildbearbeitung. Mobile Apps wie Adobe Photoshop Lightroom Mobile oder sogar die integrierte Fotobearbeitung in Apple Fotos bieten umfangreiche Möglichkeiten für die Bearbeitung von RAW-Fotos, die der Desktop-Version ähnlich sind. Dennoch empfiehlt es sich, für die Bearbeitung einen größeren Bildschirm zu nutzen.

Ein iPad ist hierfür besser geeignet als ein Smartphone, wenn du mobil bleiben möchtest. Die RAW-Dateien beanspruchen relativ viel Speicherplatz, und du möchtest sicherstellen, dass du die bearbeiteten Smartphone-Fotos für mögliche spätere Nachbearbeitungen aufbewahren kannst. Ein Computer oder ein Notebook eignen sich daher besser, besonders wenn du umfangreichere Bearbeitungen planst.

Übertragung der RAW-Daten auf den Computer

Die Übertragung von Handy-Fotos auf deinen Computer erfolgt bei den meisten Apps wie Halide, Flannl oder ProCamera ähnlich wie bei herkömmlichen JPGs. Bei Adobe Photoshop Lightroom Mobile ist die Übertragung etwas aufwändiger. Wenn du bereits Adobe Photoshop Lightroom auf deinem Desktop verwendest, sollte die Synchronisierung über die Adobe Cloud einfach sein.

Falls du die Bilder manuell übertragen möchtest, ist dies auch problemlos möglich. Du musst jedes Bild (zumindest in meiner Version) im Originalformat exportieren und dann vom Smartphone löschen. Anschließend kannst du die Bilder ganz normal auf deinen Computer importieren. Beachte jedoch, dass der Export einzelner Dateien erfolgt, wenn du mehrere Dateien auf einmal löschst (du kannst mehrere Dateien mit einer oder mehreren Wischbewegungen markieren). Es empfiehlt sich sowieso, die Fotos zeitnah zu bearbeiten, um Fehler frühzeitig zu erkennen.

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Die RAW-Entwicklung deiner Smartphone-Fotos

Für die RAW-Entwicklung deiner Fotos stehen verschiedene Software-Optionen zur Verfügung, darunter Capture One, Luminar, Adobe Photoshop Lightroom oder eine der besten Lightroom Alternativen. Wenn du einen Mac besitzt, kannst du sogar die kostenlose Apple Photos-App für die RAW-Entwicklung nutzen. Hier ist etwas eigene Erfahrung gefragt, also probiere ruhig selbst aus. Insbesondere die Anpassungen von Lichtern, Schatten, Klarheit und Schärfe sind bei RAW-Dateien äußerst effektiv. Denke daran, bei den Effekten nicht zu übertreiben.

Ich persönlich nutze Apple Fotos, um Smartphone-Fotos und Videos von meinem iPhone zu importieren und als „Präsentations-Mediendatenbank“ für bearbeitete Daten. Auch die RAW-Entwicklung ist damit möglich, wenn auch mit eingeschränkten Möglichkeiten im Vergleich zu Capture One oder Adobe Photoshop Lightroom.

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Die Bildbearbeitung deiner Handy-Fotos

Nach der RAW-Entwicklung solltest du mit der eigentlichen Bildbearbeitung deiner Handy-Fotos beginnen. Das bedeutet:

  • Bildkorrektur: Stelle sicher, dass führende Linien wie der Horizont oder vertikale/horizontale Elemente gerade sind.
  • Bildzuschnitt: Wähle den Zuschnitt des Bildes, der am besten zu deinem Motiv passt. Hochformat kann mehr Tiefe im Bild erzeugen, Querformat sorgt für Ruhe und Stabilität. Das quadratische Format eignet sich besonders für mittig ausgerichtete Motive oder solche, bei denen das Gleichgewicht von links nach rechts und oben nach unten perfekt ist.
  • Retusche: Entferne störende Flecken und Elemente aus deinen Fotos.

Du kannst deine Fotos auch intensiver bearbeiten. Photoshop ist ein bekanntes Profi-Tool für aufwändige Bildbearbeitungen oder Verfremdungen. Es muss jedoch nicht immer gleich die Profi-Software sein. Anfänger können nach Alternativen suchen. Persönlich bin ich mit Affinity Photo sehr zufrieden. Es bietet eine leistungsstarke Funktionalität und eignet sich gut für die Bildbearbeitung. Weitere Informationen zu den besten Photoshop-Alternativen findest du in diesem ausführlichen Artikel.

Immer mehr Fotos durch das Smartphone

Der Siegeszug des Smartphones hat die Art und Weise, wie wir fotografieren, revolutioniert. Obwohl das weltweit erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera erst im Jahr 1999 in Japan – das Toshiba Camesse – auf den Markt kam, wurde der Grundstein für eine wahre Revolution gelegt. Es war jedoch erst 2007, als das erste iPhone auf den Markt kam, dass der Smartphone-Boom wirklich Fahrt aufnahm. Mit ihm begann der unaufhaltsame Aufstieg der mobilen Fotografie.

Diese Erfolgsgeschichte des Smartphones ging jedoch mit dem Niedergang der kompakten Digitalkameras einher. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 25 Millionen Smartphones, aber nur noch 3,4 Millionen Digitalkameras verkauft.

Laut einer Umfrage, die von Statista im Jahr 2016 veröffentlicht wurde, fotografieren 44 Prozent der Befragten mehrmals täglich mit ihren Smartphones, während einfache Digitalkameras nur von zwei Prozent genutzt werden. Diese Zahlen dürften sich inzwischen noch weiter zugunsten der Smartphones verschoben haben.

Die Digitalkamera, ein Opfer des Smartphone-Booms

Allerdings sind Smartphones nicht speziell für die Fotografie konzipiert, und daher müssen einige Einschränkungen in Kauf genommen werden. Bevor wir jedoch auf diese Einschränkungen eingehen, werfen wir einen Blick auf die technischen Daten. Ein grundlegendes Verständnis dieser Daten ist entscheidend, um manuelle Einstellungen vornehmen zu können.

Im Folgenden werde ich Beispiele und Daten verwenden, die auf einem weit verbreiteten Smartphone, dem iPhone 14 Pro Max, und den mir bekannten Sony Alpha 6000er und 7er Serienkameras basieren.

Technische Daten eines Smartphones

Eine der entscheidenden Komponenten einer Kamera ist der Sensor. Die Sensorgröße hat einen erheblichen Einfluss auf die Bildqualität und die Gehäusegröße der Kamera. Dies erklärt, warum eine Vollformatkamera größer ist als eine APS-C-Kamera derselben Klasse (beispielsweise die Systemkameras Sony Alpha 7IV, Sony Alpha 6600 und Sony Alpha 9 IV). Werfen wir nun einen Blick auf das iPhone 14 Pro Max, erkennen wir sofort, dass hier nur sehr begrenzter Platz für Linse, Sensor und Display zur Verfügung steht.

Das Gesamtvolumen, das für die integrierte Kamera zur Verfügung steht, ist möglicherweise nicht größer als eine halbe Streichholzschachtel (wenn überhaupt). Folglich kann hier nur ein Sensor eingebaut werden, der um ein Vielfaches kleiner ist als bei einer APS-C- oder Vollformatkamera.

Um unterschiedliche Sensorgrößen schnell vergleichbar zu machen, hat sich der Begriff „Crop-Faktor“ oder „Formatfaktor“ etabliert. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis zur Größe eines Vollformat-Sensors. Da die Werte für Brennweite und Blende immer in Bezug auf einen Vollformat-Sensor angegeben werden, können die tatsächlichen Werte durch Multiplikation mit dem Crop-Faktor ermittelt werden. Zum Beispiel bedeutet ein Crop-Faktor von 1,5 für eine APS-C-Kamera, dass ein Objektiv mit einer angegebenen Brennweite von 30 mm tatsächlich eine Brennweite von 45 mm aufweist.

Das iPhone 14 Pro Max verfügt über einen Sony-Sensor mit Abmessungen von 5,4 x 4,0 mm (zum Vergleich: das iPhone 13 Pro Max hat einen Sony Exmor RS Sensor mit Abmessungen von 4,8 x 3,6 mm und einem Crop-Faktor von 6,8). Das Objektiv hat eine feste Brennweite von 4,15 mm und eine feste Blende von 1,5. Wenn wir dies berechnen, ergibt sich eine äquivalente Brennweite von etwa 30 mm und eine Blende von 1,6. Eine Brennweite von 30 mm entspricht in etwa dem Sichtwinkel des menschlichen Auges, was einem Standardobjektiv entspricht.

EigenschafteniPhone 14 Pro MaxSony a6600Sony Alpha 7 IV
Sensor1 x 2.5”APS-CVollformat
Auflösung48 MP24,2 MP42,4 MP
Sensorgröße5,4 x 4,0 mm23,5 x 15,6 mm35,9 mm x 24,0 mm
Brennweite30 mmvariabelvariabel
Blende1.5variabelvariabel
Crop-Faktor6,01,51
Sensorvergleich Smartphone vs. APS-C vs. Vollformat Kameras

Smartphones haben klare Nachteile im Vergleich zu Digitalkameras

Das Fotografieren mit dem Smartphone ist zweifelsohne eine unterhaltsame und bequeme Angelegenheit, doch es gibt einige Hürden zu überwinden:

Lichtempfindlichkeit: Bei ausreichendem Tageslicht liefern Smartphones in der Regel ordentliche Ergebnisse. Doch sobald die Dunkelheit hereinbricht, stoßen sie an ihre Grenzen. Bilder werden rauschig, verlieren an Schärfe und Kontrast, und Langzeitbelichtungen sind schwierig umzusetzen.

Kein Objektivwechsel möglich: Anders als bei Digitalkameras sind die Objektive von Smartphones nicht austauschbar. Du musst mit den vorhandenen Objektiven auskommen und kannst nicht in verschiedene Objektive investieren, um unterschiedliche fotografische Effekte zu erzielen.

Fehlendes schwenkbares Display und Sucher: Smartphones sind nicht für die professionelle Fotografie konzipiert, daher fehlen wichtige Funktionen wie ein schwenkbares Display oder ein Sucher. Vor allem bei starkem Sonnenlicht wird das Display schwer ablesbar, was das Fotografieren zur Glückssache macht.

Abgesehen von diesen technischen Limitationen bin ich immer wieder erstaunt, wie erstaunlich gute Bilder mit Smartphones entstehen können. Manchmal ist das Smartphone die einzige Kamera, die du zur Hand hast. Um das Beste aus deinen Smartphone-Fotos herauszuholen, habe ich drei einfache Schritte für dich zusammengestellt, die dir helfen, herausragende Bilder zu erstellen. Lass uns loslegen.

Die Vorteile der Smartphone-Fotografie

Trotz der offensichtlichen Nachteile bieten Smartphones einige klare Vorteile für Fotografen:

1. Immer griffbereit: Dein Smartphone hast du fast immer dabei, was bedeutet, dass du nie den perfekten Moment verpasst. Ungeplante Gelegenheiten oder spontane Ereignisse können mühelos festgehalten werden.

2. Leicht und kompakt: Im Vergleich zu großen Digitalkameras sind Smartphones äußerst leicht und kompakt. Du kannst sie ohne zusätzliches Gewicht oder sperriges Equipment mit dir führen.

3. Fortschrittliche Software: Moderne Smartphones verfügen über leistungsstarke Software, die komplexe Aufgaben wie die Freistellung von Motiven und die Aufnahme von Langzeitbelichtungen aus der Hand bewältigen kann. Diese Software ermöglicht es, erstaunliche Ergebnisse zu erzielen, die mit herkömmlichen Kameras konkurrieren können.

Innovative Smartphone-Kamera-Features und Einstellungen

Moderne Smartphones sind mit einer Fülle innovativer Kamerafunktionen und Einstellungen ausgestattet, die dir dabei helfen, deine Fotografie auf das nächste Level zu heben. Hierzu zählen unter anderem:

  • Vielfältige Objektive: Viele Smartphones sind mit mehreren Objektiven ausgestattet, die es dir ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven und kreative Effekte zu erzielen.
  • Erweiterte Modi: Die meisten Smartphones bieten eine Bandbreite an verschiedenen Modi, mit denen du automatisch die Qualität deiner Fotos optimieren kannst.
  • Anpassbare Einstellungen: Viele Smartphones verfügen über zahlreiche anpassbare Einstellungen, mit denen du die volle Kontrolle über deine Aufnahmen hast und manuelle Anpassungen vornehmen kannst.

Fazit:

Smartphones haben zweifelsohne ihre Berechtigung in der Fotografie. Sie sind unschlagbar praktisch, leicht und einfach zu bedienen. In Situationen, in denen du keine professionelle Kamera zur Hand hast oder deren Verwendung nicht möglich ist, kannst du mit deinem Smartphone dennoch bemerkenswerte Bilder aufnehmen. Die Wahl der richtigen Kamera hängt letztendlich von deinen individuellen Anforderungen und deinem kreativen Potenzial ab. In meinem Artikel „Welche Kameratypen gibt es? Was sind die Vor- und Nachteile?“ findest du weiterführende Informationen zu verschiedenen Kameralösungen, einschließlich Smartphones.

Die perfekte Fotoausrüstung: 11 ultimative Tipps

Die Suche nach der perfekten Fotoausrüstung gleicht einer aufregenden Entdeckungsreise. Ob du ein Neuling in der Fotografie oder bereits ein erfahrener Fotograf auf der Suche nach neuen Möglichkeiten bist, die Fragen sind oft dieselben: Welche Kamera ist die ideale Wahl für mich? Welche Objektive sind unverzichtbar? Welches Zubehör wird meine Fotos auf das nächste Level heben?

Keine Sorge, diese Verwirrung ist ein normaler Teil des Prozesses. Deine Fotoausrüstung ist der Schlüssel zu deiner kreativen Reise, und es gibt unzählige Pfade, die du erkunden kannst. Von der Vielfalt der Kameratypen, Objektiven, Stativen bis hin zu Filtern, Speicherkarten und anderen Extras, die den Fotografenalltag erleichtern – die Welt der Fotografie bietet schier endlose Möglichkeiten.

Das Angebot an Fotoausrüstung auf dem Markt ist überwältigend, und die Menge an Informationen kann erschlagend sein, besonders für Anfänger. Doch bevor du dich von der schier unendlichen Auswahl abschrecken lässt, habe ich gute Neuigkeiten: Mit den richtigen Tipps und einer klaren Strategie wird die Auswahl deiner Fotoausrüstung zu einem spannenden Abenteuer.

Gemeinsam werde ich dir 11 praktische Tipps für die Zusammenstellung deiner perfekten Fotoausrüstung vorstellen. Du wirst sehen, dass die Auswahl des richtigen Equipments nicht so kompliziert ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die Entscheidungen, die du triffst, werden dich enger an deine Ausrüstung binden und deine Leidenschaft für die Fotografie noch weiter entfachen. Doch bevor wir in die Welt der Tipps eintauchen, beantworten wir einige grundlegende Fragen.

Welche Grundausstattung benötigst du für eine solide Fotoausrüstung?

Hier sind die essentiellen Komponenten, die du auf jeden Fall in Betracht ziehen solltest:

  • Fotokamera: Das Herzstück deiner Ausrüstung. Die Wahl der Kamera hängt von deinen Bedürfnissen und deinem Budget ab.
  • Objektiv(e): Ein oder mehrere Objektive, je nachdem, welche Art von Fotografie du betreibst. Ein gutes Allround-Objektiv ist ein kluger Anfang.
  • Fototasche / Fotorucksack: Schützt und transportiert deine Ausrüstung sicher und bequem.
  • Ersatzakku(s): Damit du nie ohne Strom dastehst. Die Anzahl hängt von deinem Fotografierstil ab.
  • SD-Karte(n): Zur Speicherung deiner Fotos. Achte darauf, genügend Kapazität und Geschwindigkeit zu haben.
  • Blitz: Für die Aufhellung oder kreative Beleuchtung.
  • Stativ(e): Unverzichtbar für Langzeitbelichtungen, Nachtaufnahmen und mehr.
  • Filter (Polfilter, ND-Filter): Zur Kontrolle von Reflexionen, Licht und Bewegung.
  • Reinigungsset: Hält deine Ausrüstung in Topform.
  • PC / Rechner: Zum Sichten, Bearbeiten und Speichern deiner Fotos.
  • Fotosoftware: Zur professionellen Bildbearbeitung.
  • Backup-Platten: Zur Sicherung deiner wertvollen Fotos.

Was die Kosten betrifft, hängt es stark von deinen Präferenzen und deinem Engagement ab. Hier sind grobe Schätzungen:

  • Fotokamera: Einsteigerkameras gibt es ab 300 €, während fortgeschrittene Modelle 1000 € oder mehr kosten können.
  • Objektive: Ein gutes Objektiv beginnt bei etwa 150 €, und du könntest in 2-3 Objektive investieren.
  • Zubehör: Für Taschen, Ersatzakkus, Filter und ähnliches musst du mit mindestens 300 € rechnen.
  • PC, Software und Backup: Eine leistungsfähige Arbeitsstation, Software und Backup-Lösungen können 1500 € oder mehr ausmachen.

Welche Kamera ist ideal, wenn du gerade erst beginnst?

Für Anfänger empfehle ich eine APS-C-Kamera von Marken wie Sony, Fuji, Canon oder Nikon. Diese Kameras bieten eine gute Qualität zu erschwinglichen Preisen. Zum Beispiel gibt es die Sony Alpha 6100 mit Kit-Objektiv für unter 600 €.

1. Starte mit einer Fotoausrüstungs-Checkliste

Die Auswahl der richtigen Fotoausrüstung kann zu Beginn der fotografischen Reise eine echte Herausforderung sein. Es ist verständlich, wenn du dich fragst: Wie soll ich die passende Ausrüstung wählen, wenn ich noch nicht genau weiß, welche Art von Fotografie mich am meisten fasziniert? Ob es nun Landschaftsaufnahmen, Porträts, Makrofotografie oder Sportfotografie sind – die Anforderungen können stark variieren.

Produktempfehlungen

Meine persönliche Auswahl !

Die Fotografie ist wie eine Entdeckungsreise, und die Pfade, die du einschlägst, sind individuell. Je nachdem, welcher fotografische Bereich dich am meisten anspricht, variieren deine Ausrüstungsanforderungen erheblich. Die Bedürfnisse eines Landschaftsfotografen sind anders als die eines Porträtfotografen.

Lass mich zum Beispiel erzählen: Ich finde besondere Faszination in der Landschaftsfotografie, insbesondere in der Darstellung von beeindruckenden Regenwolken, Sonnenuntergängen, Sonnenaufgängen und Bergpanoramen. Gleichzeitig ziehen mich auch Architekturaufnahmen und Makrofotografie an. Ich nehme meine Kamera mit auf Reisen, in die Berge und auf Radtouren. Aufgrund dieser Bedürfnisse habe ich mich für eine kompakte, reisefreundliche Systemkamera entschieden. Dies bedeutet, dass meine Objektive, mein Stativ und das Zubehör ebenfalls kompakt und leicht sind.

Ein Porträtfotograf hingegen wird sich möglicherweise für eine größere Vollformat-Spiegelreflexkamera entscheiden. Solche Kameras sind zwar schwerer, bieten jedoch eine beeindruckende Lichtstärke und hervorragende Bildqualität.

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Ein Porträtfotograf wird eher zu einer größeren Vollformat Spiegelreflexkamera greifen. Da kann mal ein einziges Objektiv mehr wiegen als meine Kamera. Dafür sind diese aber lichtstark und sehr hochwertig.

Die Bedeutung der Herstellerwahl

Wenn du am Anfang deiner fotografischen Reise stehst, wirst du sicherlich mit Starter-Kits konfrontiert. Diese Kits bestehen oft aus einer Einsteigerkamera und einem Kit-Objektiv. Obwohl du möglicherweise ein wenig Lehrgeld zahlst, ist das Sammeln von Erfahrungen mit einem solchen Set ein sinnvoller Schritt.

Allerdings, meiner Meinung nach, ist die Wahl des Kameraherstellers noch entscheidender. Denn die Wahl eines Herstellers hat weitreichende Auswirkungen, von der Menüführung bis zur Philosophie des Unternehmens. Dies ist oft eine langfristige Entscheidung, da ein späterer Wechsel zwischen verschiedenen Kameraherstellern teuer sein kann.

2. Die kritische Überprüfung der Objektiv-Auswahl

Der Weg zur idealen Fotoausrüstung beginnt oft mit der Suche nach der richtigen Kamera. In dieser Phase tauchst du tief in technische Daten, Handbücher, Testberichte und Foren ein, während du Marketing-Broschüren durchforstest. Dies kann zu Beginn überwältigend sein, insbesondere wenn viele Fachbegriffe noch nicht vertraut sind. Diese Hürde gehört jedoch zur Reise der Fotografie dazu, und im Nachhinein wirst du über deine anfänglichen Verwirrungen lächeln.

Sony APS-C Objektive

Meine persönliche Auswahl !

Dennoch darfst du nicht vergessen, dass die Auswahl der Kamera unmittelbar die Objektivwahl beeinflusst. Die Wahl der richtigen Objektive ist eines der entscheidenden Kriterien bei der Suche nach deiner Kamera. Dieser Aspekt sollte dir besonders bewusst sein. Selbst wenn die meisten Hersteller eine beeindruckende Auswahl an Objektiven für ihre neuesten Kameras bieten, ist eine gründliche Vorabprüfung unerlässlich.

Stelle sicher, dass alle wichtigen Objektivtypen für deinen spezifischen Kamera-Sensor (z.B., APS-C oder Vollformat) verfügbar sind. Denke an Weitwinkel-, Tele-, Makro-, Ultraweitwinkel- und andere Objektive. Zwei hochwertige Standard-Zoomobjektive sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden, selbst wenn du sie anfänglich nicht benötigst. Achte darauf, dass auch eine Auswahl an qualitativ hochwertigen Festbrennweiten verfügbar ist, wie ich später im Text erkläre.

Lass dich nicht von der Versuchung einer eleganten Kamera übermannen. Nimm dir Zeit und starte, wenn nötig, mit deinem Smartphone in die Welt der Fotografie. Falls du für besondere Anlässe eine hochwertige Kamera benötigst, kannst du sie jederzeit ausleihen. Die Wahl deiner Fotoausrüstung sollte sorgfältig und bedacht erfolgen, da ein späterer Systemwechsel mit erheblichen Kosten verbunden sein kann.

3. Die Wahl der richtigen Kamera-Kategorie

Der Aufbau deiner Fotoausrüstung beginnt mit der Entscheidung für die geeignete Kamera-Kategorie. Hier stehen dir fünf große Optionen zur Auswahl, und je nach Budget und Vorlieben kannst du sie nach Belieben kombinieren oder später erweitern.

Smartphones

Smartphones sind die Alleskönner in deiner Hosentasche. Bereits hier kannst du in die Welt der Fotografie einsteigen. Viele grundlegende fotografische Prinzipien wie Bildkomposition, die Drittel-Regel und der Goldene Schnitt können auch mit deinem Smartphone umgesetzt werden. Einige Smartphone-Modelle ermöglichen manuelle Einstellungen und unterstützen RAW-Aufnahmen.

Smartphones

Meine persönliche Auswahl !

Moderne Smartphones bieten eine beachtliche Bildqualität unter guten Lichtverhältnissen, und erfahrene Smartphone-Fotografen zeigen, wie beeindruckend ihre Fotos sein können. Selbst ich nutze mein iPhone, wenn meine Hauptkamera nicht zur Hand ist, und habe in meinem Artikel „Smartphone Fotos: 3 einfache Schritte für perfekte Handy Fotos“ einige meiner Erfahrungen geteilt.

Kompaktkameras

Kompaktkameras wurden in den letzten Jahren teilweise von Smartphones verdrängt, aber Edel-Kompaktkameras bilden nach wie vor eine Nische, die Smartphones nicht erreichen. Sie bieten Funktionen wie schwenkbare Monitore, Blitz, RAW-Unterstützung, manuelle Einstellungen und digitale Sucher. Die Sony DSC-RX100 VII ist ein bekanntes Beispiel für solche Kameras.

Doch beachte, dass diese Modelle ihren Preis haben. Wenn du von Anfang an keine Lust auf den Objektivwechsel hast, kannst du eine hochwertige Kompaktkamera in Betracht ziehen. Marken wie Olympus, Fuji, Panasonic, Canon und Nikon bieten ähnliche Produkte an, also vergleiche und finde deine bevorzugte Marke. Du kannst die Kamera entweder später verkaufen oder als Outdoor- oder Handtaschenkamera verwenden.

Bridgekameras

Bridge-Kameras sind vielseitig einsetzbar, da sie viele Funktionen in einem kompakten Gehäuse bieten. Sie zeichnen sich oft durch große Zoombereiche aus. Beachte jedoch, dass du in puncto Bildqualität Kompromisse eingehen musst. Die Zusammenführung vieler Funktionen in einem Gerät ist technisch anspruchsvoll und führt zu Einschränkungen. Die Bildqualität dieser Kameras mag nicht mit anderen Kategorien mithalten können, aber sie bieten Vielseitigkeit.

Die Sony DSC-HX99 ist eine Empfehlung.

Systemkameras

Die Zeiten haben sich schon längst geändert, und mit ihnen ändert sich auch die Fotografie. In den letzten Jahren haben Systemkameras den Fotomarkt erobert und beeindrucken sowohl Einsteiger als auch erfahrene Fotografen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Systemkameras bieten eine beeindruckende Balance zwischen Bildqualität, Kompaktheit und Funktionsvielfalt.

Mit ihren austauschbaren Objektiven und den fortschrittlichen Funktionen haben sie sich als vielseitige Begleiter etabliert. Sie sind in der Lage, die Anforderungen von Amateuren und Profis gleichermaßen zu erfüllen. Mit ihrer digitalen Menüführung, dem kompakten Gehäuse und den beeindruckenden Sensorfunktionen sind sie oft die ideale Wahl für diejenigen, die Wert auf Qualität und Benutzerfreundlichkeit legen.

APS-C Kameras

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Systemkameras, insbesondere solche mit einem APS-C-Sensor, stellen in meinen Augen die beste Wahl dar. Sie bieten einen kompakten Formfaktor, digitalen Sucher und hervorragende Bildqualität. Wenn ich Einsteigern eine Empfehlung gebe, empfehle ich gerne die Sony Alpha 6100. Sie verfügt über einen APS-C-Sensor, einen schnellen Autofokus, einen OLED-Digitalsucher und einem hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Möglichkeit zur Aufnahme von 4K-Videos ist ebenfalls integriert. Diese Kamera ist kompakt und eignet sich gut für Outdoor-Aktivitäten.

Der APS-C-Sensor mag zwar nicht an Vollformat- oder Mittelformat-Sensoren heranreichen, aber die Kompaktheit und Erschwinglichkeit von Kamera und Objektiven sind unschlagbare Vorteile.

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras bieten nach wie vor eine hervorragende Bildqualität, insbesondere bei Verwendung von Objektiven mit großem Sensor. Sie sind jedoch nicht mehr die einzige Option für Fotografen, die auf der Suche nach hoher Qualität sind. Systemkameras bieten in vielen Fällen eine vergleichbare Bildqualität, sind aber in der Regel kleiner und leichter.

Vorteile von Spiegelreflexkameras

  • Hervorragende Bildqualität: Spiegelreflexkameras bieten in der Regel eine bessere Bildqualität als Systemkameras, insbesondere bei Verwendung von Objektiven mit großem Sensor.
  • Große Auswahl an Objektiven: Spiegelreflexkameras bieten eine große Auswahl an Objektiven, die nahezu jeden Bedarf abdecken.
  • Hohe Verarbeitungsqualität: Spiegelreflexkameras sind in der Regel sehr robust und langlebig.

Nachteile von Spiegelreflexkameras

  • Größe und Gewicht: Spiegelreflexkameras sind in der Regel größer und schwerer als Systemkameras.
  • Kosten: Spiegelreflexkameras sind in der Regel teurer als Systemkameras.
  • Komplexität: Spiegelreflexkameras können für Anfänger etwas komplexer sein als Systemkameras.

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Meine Kamera-Entscheidung

Nach intensiver Recherche und Abwägung meiner individuellen Bedürfnisse und Vorlieben entschied ich mich klar für eine Systemkamera mit APS-C Sensor. Diese Kamera ist die ideale Balance zwischen Portabilität und Leistungsfähigkeit. Mit einem beeindruckenden Autofokus, einem hochwertigen Sensor für gestochen scharfe Aufnahmen und der Fähigkeit zur Aufzeichnung von 4K-Videos erfüllt sie meine Anforderungen perfekt. Der 5-Achsen-Bildstabilisator ist ein weiterer großer Vorteil, da er nicht nur das Filmen, sondern auch das Fotografieren bei längeren Verschlusszeiten ohne Verwacklungen ermöglicht.

Natürlich, ein APS-C Sensor erreicht nicht ganz die Leistung eines Vollformat- oder Mittelformat-Sensors, aber das kompakte Gehäuse und die erschwinglichen Objektive sind für mich von unschätzbarem Wert. Diese Kamera passt ideal zu meinem aktiven Lebensstil und ist bereit für Herausforderungen im Freien. Dennoch, für die extremen Abenteuer mit Wasser und Dreck gibt es meine verlässliche GoPro.

Für einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Kameratypen und deren Vor- und Nachteile lade ich dich ein, meinen Artikel „Welche Kameratypen gibt es? Was sind die Vor- und Nachteile?“ zu lesen. Hier erfährst du alles, was du über die verschiedenen Kameras wissen musst, um die richtige Wahl zu treffen.

4. Ersetze das Kit-Objektiv durch ein leistungsstarkes Zoom-Objektiv

Das Kit-Objektiv ist oft der Einstiegspunkt für viele Fotografie-Enthusiasten. Es bietet eine Vielzahl von Brennweiten und ist vielseitig einsetzbar, was es ideal macht, um erste Erfahrungen in der Fotografie zu sammeln. Doch sobald du mehr über deine fotografischen Vorlieben erfährst und herausfindest, in welchen Bereichen du dich stärker engagieren möchtest, wirst du wahrscheinlich nach leistungsfähigeren Optionen suchen.

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Das lichtstarke Reisezoom für Sony E-Mount!

Anstatt das Kit-Objektiv zu verwenden und später aufzurüsten, empfehle ich, direkt mit einem hochwertigen Zoom-Objektiv zu starten, wenn du es ernst mit der Fotografie meinst. Dies bietet dir von Anfang an eine bessere Bildqualität, mehr Flexibilität und eine höhere Lichtstärke. Ein Qualitäts-Zoomobjektiv mit einer größeren Brennweite und einer besseren Nahgrenze ermöglicht dir, vielseitigere Aufnahmen zu machen und unterschiedliche fotografische Herausforderungen anzunehmen.

Da stellt sich die Frage warum nicht gleich mit einem vernünftigem Zoom starten? Wenn du es mit der Fotografie einigermaßen ernst meinst, dann kann ich dir das gleich am Anfang raten.

Ich begann meine Reise mit einem Sigma 17-70 F2.8-4 Makro Objektiv und wechselte später zu einem Sony 18-105 F4 Objektiv. Diese Zoom-Objektive bieten eine breite Brennweite, sind lichtstark und ermöglichen Aufnahmen aus der Nähe. Selbst wenn du deine Ausrüstung später erweiterst, wird ein gutes Zoom-Objektiv in der Regel immer einen Platz in deiner Fototasche haben. Denke daran, dass du bei der Wahl deiner Ausrüstung immer Kompromisse eingehen musst, aber ein hochwertiges Zoom-Objektiv ist eine Investition, die sich auszahlt.

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Sony 18-105mm F4

Das Sony APS-C Reise-Zoom schlechthin!

Das Sigma 17-70mm F2.8: Mein Lieblings-Zoom-Objektiv

Unter den vielen Zoom-Objektiven, die auf dem Markt verfügbar sind, hat sich das Sigma 17-70mm F2.8 zu meinem absoluten Favoriten entwickelt. Dieses bemerkenswerte Objektiv ist für eine Vielzahl gängiger Kameramarken wie Sony, Fuji und Canon erhältlich und zeichnet sich durch eine hervorragende Bild- und Bearbeitungsqualität aus.

Mit seiner großen Blendenöffnung von F2.8 ermöglicht es beeindruckende Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe, die dein Motiv hervorheben. Dies ist besonders nützlich für Porträts und Situationen, in denen du den Hintergrund verschwimmen lassen möchtest.

Darüber hinaus bietet das Objektiv einen vielseitigen Brennweitenbereich von 17mm Weitwinkel bis 70mm Tele, was es zu einer ausgezeichneten Wahl für Landschaftsfotografie, Straßenfotografie und mehr macht. Du kannst nahe an deine Motive heranzoomen und feine Details einfangen.

Die hervorragende Verarbeitungsqualität und das robuste Design machen das Sigma 17-70mm F2.8 zu einem zuverlässigen Begleiter in verschiedenen fotografischen Situationen. Wenn du nach einem Zoom-Objektiv suchst, das hohe Leistung, Flexibilität und erstklassige Bildqualität bietet, ist dieses Objektiv eine ausgezeichnete Wahl, die deinen Erwartungen gerecht wird.

5. Schritt für Schritt: Der Objektiverwerb

Sobald du mit deinem Zoom-Objektiv vertraut bist und Erfahrung in der Fotografie gesammelt hast, ist es an der Zeit, in die Welt der Festbrennweiten-Objektive einzutauchen. Ein lichtstarkes 50mm Objektiv mit einer Blende von 1.8 ist bei den meisten Herstellern zu einem erschwinglichen Preis erhältlich. Dies öffnet die Tür zu den faszinierenden Möglichkeiten lichtstarker Objektive.

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Sony 50mm F1.8

Das günstige Sony APS-C Porträt-Objektiv!

Es darf auch gerne ein 35 mm Objektiv sein, wenn du eher einen weiteren Winkel bevorzugst oder ein 85 mm für ein schönes Freistellen bei Porträts. Aber diese sind in der Regel teurer. Du musst bedenken, dass ein 50 mm Objektiv auf einer APS-C Kamera umgerechnet auf 75 mm kommt, also ein tolles Porträt-Objektiv.

Wenn es um Teleobjektive geht, bedenke, dass gute lichtstarke Modelle oft recht kostspielig sind. Daher könnte ein anfängliches lichtschwächeres Telezoomobjektiv mit einer Brennweite von 55–210 mm oder 70-200mm ausreichen.

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Sony 55-210mm

Das günstige Sony APS-C Tele-Zoom Objektiv!

Superzoom-Objektive wie 18-200 mm sind normalerweise keine empfehlenswerte Option. Die Vielseitigkeit dieser Objektive geht oft zu Lasten der Qualität. Sie sind oft lichtschwach, unscharf und können Verzerrungen aufweisen. Wenn du qualitative Fotos anstrebst, solltest du diese Superzooms vermeiden. Allerdings können Reisefotografen, die nicht oft die Möglichkeit zum Objektivwechsel haben, solche Objektive in Betracht ziehen, sollten jedoch auf hochwertige Modelle achten.

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Sony 10-18mm F4

Das Sony APS-C Ultra-Weitwinkel-Zoom!

Wenn du an Landschafts- und Architekturfotografie interessiert bist, könnte ein Ultra-Weitwinkelobjektiv später eine gute Ergänzung sein. In der Zwischenzeit kannst du mit kostenloser Software wie Hugin Panorama-Stitching ausprobieren, was Spaß machen kann.

Die schrittweise Erweiterung deiner Objektivsammlung ermöglicht es dir, die Welt der Fotografie in deinem eigenen Tempo zu erkunden und die Objektive zu wählen, die am besten zu deinem Stil und deinen Bedürfnissen passen. Weitere Informationen darüber, welche Objektive du zu Beginn benötigst und welche später hinzukommen können, findest du in meinem Artikel „2 Objektive, die du zu Beginn benötigst, und 3 für später„. Dort teile ich meine umfassende Erfahrung mit verschiedenen Objektiven.

Die APS-C Vorteile

Die meisten APS-C Objektive bieten zahlreiche Vorteile. Sie sind in der Regel kleiner, leichter und preiswerter im Vergleich zu äquivalenten Vollformat-Objektiven. Wenn du das gleiche Bajonett für APS-C und Vollformat-Objektive (zum Beispiel Sony E-Mount) nutzt, kannst du Vollformat-Objektive auch mit deiner APS-C Kamera verwenden. Dies kann dir Geld sparen, wenn du in Zukunft auf Vollformat umsteigen möchtest. Allerdings sind APS-C Objektive speziell für APS-C Kameras optimiert und bieten möglicherweise eine bessere Leistung für diese Sensorgröße.

Bei den meisten Systemkameras besteht die Möglichkeit, ältere Objektive zu adaptieren. Dies kann am Anfang Spaß machen, aber im Laufe der Zeit wirst du wahrscheinlich zu aktuellen Objektiven greifen. Auch wenn du vielleicht einige ältere Objektive behältst, können sie qualitativ nicht mit den neuesten Modellen mithalten.

In meinem umfassenden Guide zur Sony Alpha 6000 findest du außerdem nützliche Informationen zur Verwendung deiner Kamera.

Es ist empfehlenswert, Objektive schrittweise zu erwerben und zwischen den Käufen eine gewisse Zeit verstreichen zu lassen, sogar mehrere Monate. Dies ermöglicht es dir, dich voll auf jedes Objektiv zu konzentrieren, es ausführlich kennenzulernen und die Ergebnisse gründlich zu beurteilen. Bearbeite die aufgenommenen Fotos während dieser Zeit, wenn möglich auf einem hochauflösenden Monitor mit 2K oder besser 4K Auflösung. Auf diese Weise kannst du die Qualität in Bezug auf Bildschärfe, Verzerrungen und chromatische Aberrationen am besten einschätzen.

Vertiefe dich außerdem intensiv in die jeweilige Fotografie-Richtung, für die das Objektiv konzipiert ist. Wenn du sorgfältig mit dem Objektiv umgehst, kannst du es in der Regel ohne Probleme zurückgeben, falls es nicht deinen Erwartungen entspricht.

6. Investiere nicht in minderwertige Filter

In der heutigen digitalen Ära sind Filter nicht zwingend erforderlich. Besonders wenn du im RAW-Format fotografierst, kannst du viele Anpassungen und Korrekturen in der Postproduktion vornehmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass analoge Filter einen positiven Einfluss auf die Bildqualität haben, da sie bestimmte Effekte bereits während der Aufnahme erzielen und somit den Nachbearbeitungsaufwand reduzieren.

Polfilter

Ein zirkularer Polarisationsfilter wird mit der Zeit zu einem unverzichtbaren Werkzeug in deiner Fotografieausrüstung. Er verstärkt die Farbsättigung und reduziert Reflexionen auf glatten Oberflächen. Bei der Auswahl eines Polfilters ist es jedoch entscheidend, nicht den günstigsten zu kaufen, da Filter die Bildqualität direkt beeinflussen.

Ein hochwertiges Objektiv in Kombination mit einem minderwertigen Filter ergibt einfach keinen Sinn. Wähle den Filterdurchmesser entsprechend deines größten Objektivs und verwende Adapterringe, um ihn auf kleinere Objektive anzupassen. Achte darauf, dass der Filter nicht kleiner als das Objektiv ist, da dies zu Abschattungen an den Rändern führen kann.

ND- und UV-Filter

Einen oder mehrere Neutraldichtefilter (ND-Filter) für Langzeitbelichtungen am Tag und Verlaufs-ND-Filter für Himmelsaufnahmen und Sonnenuntergänge können eine sinnvolle Ergänzung deiner Ausrüstung sein. Du kannst diese Filter nach und nach hinzufügen, wenn du dich mit verschiedenen Techniken und Stilen vertraut machst.

Meiner Meinung nach ist ein UV-Filter nicht notwendig und oft eher eine Marketingstrategie. Zusätzliches Glas kann fast immer zu Reflexionen oder anderen Störungen führen, selbst bei hochwertigen Filtern. Die Hauptfunktion eines UV-Filters besteht darin, das Objektiv zu schützen. Wenn du jedoch schon auf teure Objektive achtest, ist dieser Schutz möglicherweise überflüssig.

Warum du nicht unbedingt einen UV-Filter benötigst und wie er sich sogar negativ auf die Bildqualität auswirken kann, erkläre ich in meinem Artikel Was bringt ein UV-Filter?

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Cokin ND Filter

Persönlich verwende ich ein Set von Cokin ND-Filtern sowie ein Set von Cokin Verlaufs-ND-Filtern und bin mit deren Qualität sehr zufrieden. Meinen zirkularen Hama-Polfilter setze ich nicht häufig ein, da ich den Eindruck habe, dass er die Bildqualität beeinträchtigt. Mit steigenden Anforderungen an meine Aufnahmen plane ich jedoch, ihn bald durch einen hochwertigeren Filter zu ersetzen.

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Cokin Verlaufsfilter

7. Beginne mit einem Gorillapod als Stativ

Ich habe Stativangelegenheiten oft vernachlässigt, da ich es umständlich fand, ein Stativ mitzunehmen, aufzubauen und wieder abzubauen. Stattdessen improvisierte ich oft, indem ich einen Stein, meinen Rucksack, meine Fototasche oder sogar mein Fahrrad verwendete.

Ein Gorrilapod Stativ hingegen hat sich für mich als äußerst praktisch erwiesen. Es ist kompakt, kann nahezu überall befestigt werden und lässt sich leicht im Gepäck verstauen.

TIPP: Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, auch bei längeren Belichtungszeiten aus der Hand zu fotografieren. Dabei ist die richtige Kamerahaltung entscheidend. Das bedeutet, den Sucher am Auge zu haben, beide Hände an der Kamera und zusätzlich die Ellenbogen abzustützen. In Kombination mit einem 5-Achsen-Bildstabilisator funktioniert dies sehr gut.

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Rollei Stativ

Für Langzeitbelichtungen habe ich ein kleines Rollei Compact Traveler No. 1 Stativ. Es funktioniert gut für den Preis und meine kompakte Ausrüstung. Wenn es windig ist, hänge ich meinen Rucksack am Haken des Stativs auf, um zusätzliche Stabilität zu gewährleisten.

8. Eine maßgeschneiderte Fototasche

Am Anfang wirst du auch eine Fototasche benötigen. Du kannst mit Schutzhüllen oder kleinen Taschen für die Kamera, Objektive und Filter beginnen. Dies gibt dir Zeit, herauszufinden, wie du deine Kamera verwenden möchtest.

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Sony Kameratasche

Für Outdoor-Touren empfehle ich einen Fotorucksack, obwohl der Zugriff auf die Ausrüstung manchmal umständlich sein kann. In städtischen Gebieten kann eine Schultertasche nützlich sein, aber du solltest darauf achten, sie immer vor dir zu tragen. In belebten Orten kommt es oft zu Diebstählen. Alternativ ist ein Pacsafe-Rucksack eine gute Wahl, da er zusätzliche Sicherheit bietet.

TIPP: Ein Foto-Hüftgurt kann ebenfalls eine großartige Option sein. Es gibt viel Zubehör und Taschen, um deinen individuellen Gurt zu gestalten. Lowepro ist auch eine gute Alternative, da ihre Objektivtaschen den Objektivwechsel sehr praktisch gestalten.

9. Ein leistungsstarker Computer ist unverzichtbar

Die Ära der Analogfotografie ist lange vorbei, und wenn du in die Welt der Fotografie einsteigst, wirst du zweifellos digitale Aufnahmen machen. Dafür benötigst du einen Computer, sei es ein Desktop-PC oder ein Laptop. Du wirst deinen Computer nicht nur für die Entwicklung und Bearbeitung von RAW-Fotos benötigen, sondern auch für das Überprüfen und Verwalten deiner Aufnahmen. Hierbei kannst du ihn perfekt mit einem Fernseher, einem Projektor, einer Cloud und anderen Geräten kombinieren.

Wenn du bereits einen Computer besitzt, kannst du damit beginnen. Je nach Ausstattung kann es jedoch sein, dass du für die Bearbeitung von RAW-Dateien und die Verwaltung großer Datenmengen bald ein Upgrade benötigst.

Falls du einen neuen Computer anschaffen möchtest, kann ich dir einen Mac empfehlen. Diese Geräte eignen sich oft besser für die Fotobearbeitung, insbesondere aufgrund ihrer Displays. Ein guter Einstieg wäre beispielsweise ein Apple MacBook oder MacBook Air mit Retina-Display, das du lieben wirst!

Wenn du in Zukunft auch 4K-Videos bearbeiten möchtest, empfehle ich eher ein MacBook Pro. Du musst nicht das neueste Modell kaufen. Natürlich sind auch Windows-Computer eine Option. Du solltest darauf achten, dass der Computer über eine SSD, mindestens 8 GB RAM und ausreichend CPU-Leistung verfügt. Eine leistungsstarke Grafikkarte ist ebenfalls von Vorteil.

Für externe Festplatten sind normale Modelle von Toshiba oder WD geeignet, zu denen du passende Taschen kaufen kannst. Je nach Verwendungszweck musst du möglicherweise auf stoßfeste Festplatten zurückgreifen. Ich kann auch zwei 3,5-Zoll-Archivfestplatten empfehlen. Auf diesen sicherst du deine Daten mindestens einmal im Monat und bewahrst sie in verschiedenen Brandzonen auf.

Mac oder Windows-PC?

Vor vielen Jahren bin ich auf Mac umgestiegen und möchte ihn heute nicht mehr missen. Das Betriebssystem, die integrierte „Apple-Office“-Software, E-Mail, Videobearbeitung und die Fotomediathek sind alle vorhanden und dank kostenloser Updates immer auf dem neuesten Stand. Mac-Computer sind sehr benutzerfreundlich und einfach zu bedienen.

Früher hatte ich als IT-Fachmann ein aufwändiges Windows-Netzwerk mit Client-Server-Architektur und einem NAS-System, das vor Viren geschützt und in der Pflege sehr zeitintensiv war. Dieses habe ich dann gegen ein kleines Apple-Netzwerk ausgetauscht.

Ein Mac Mini diente als Server und Home Media System. Heutzutage besitze ich nur noch ein MacBook Pro, einen Apple iMac 5k, drei 2,5-Zoll-Festplatten (für meine RAW-Daten, meine JPGs und meine Systembackups) sowie zwei 8-TB-Archivfestplatten die immer abgesteckt sind und nur während des Backups laufen.

Einen umfassenden Leitfaden zur Archivierung von Fotos findest du in meinem Artikel: „Fotos archivieren: eine einfache und getestete Methode„.

10. Weitere Akkus und ein Blitzgerät sind wichtig

Ein Schnellladegerät und ein zusätzlicher Akku sind von Anfang an äußerst nützlich. Wenn die Kamera-Batterie leer ist, kannst du sie einfach austauschen und weiter fotografieren.

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Sony a6000 Akkus

Wenn du oft in Innenräumen fotografierst, ist ein externes Blitzgerät unerlässlich. Der integrierte Kamerablitz ist normalerweise nicht ausreichend, es sei denn, er ist wie bei meiner Sony-Kamera schwenkbar. Damit kannst du das Blitzlicht von der Decke reflektieren, aber in der Regel sind integrierte Blitze relativ schwach.

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Nissin i40 Blitz

Für hochwertige Makroaufnahmen benötigst du sogar tagsüber oft ein Blitzgerät. Du kannst mit einem kompakten Blitzgerät wie dem Nissin i40 beginnen. Trotz seiner geringen Größe ist er ein leistungsstarkes Blitzgerät. Dazu empfehle ich Panasonic Eneloop-Akkus und ein Schnellladegerät. In kleineren Räumen funktioniert er auch gut für Innenaufnahmen.

Fotozubehoer-Eneloop-Akkus-Ladegeraet

Panasonic Akkus

Eine Fototasche ist ebenfalls wichtig, aber du solltest genau wissen, wo und wie du sie verwenden möchtest. Für Fototouren empfiehlt sich ein Rucksack, der dir unterwegs einfachen Zugriff auf deine Ausrüstung ermöglicht. In städtischen Umgebungen ist eine Tasche praktisch, aber denke an Diebstahlschutz. Alles Weitere kannst du später ergänzen, sobald du über mehr Erfahrung verfügst.

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Sony Kameratasche

11. Beschaffe dir eine RAW-Entwicklungssoftware und beginne früh damit

Es ist wichtig, zwischen verschiedenen Arten von Fotosoftware zu unterscheiden, nämlich zwischen RAW-Entwicklung, Fotobearbeitung und Verwaltung. Das RAW-Format sollte dein Standardformat sein, da es die vollen Sensorinformationen speichert und dir bei der Entwicklung mehr Möglichkeiten bietet als das JPG-Format.

Adobe Photoshop Lightroom und Capture One sind empfehlenswerte Programme für die RAW-Entwicklung. Lightroom ist ein Allround-Tool und wird wahrscheinlich am häufigsten für die RAW-Entwicklung eingesetzt. Capture One hingegen ist eher eine Profisoftware und möglicherweise der beste RAW-Konverter auf dem Markt. Es bietet viele Funktionen, hat jedoch auch einen höheren Preis.

Es gibt auch eine kostengünstigere Sony-Version von Capture One, die auf Sony-Formate beschränkt ist und sich gut für die Bearbeitung von Smartphone-JPGs eignet.

Die „All In One“ Style Collection
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In meinem Artikel „Capture One: ein kompletter Workflow“ erkläre ich meinen optimierten Ablauf bei der RAW-Bearbeitung, den ich über die Jahre entwickelt habe. Dieser Workflow ermöglicht mir, effizient und effektiv an meinen Fotos zu arbeiten.

Als Bildbearbeitungsprogramm sind sowohl Lightroom als auch Capture One geeignet. Für aufwändigere Fotoretuschen oder Montagen wird oft Adobe Photoshop verwendet. Es gibt jedoch auch kostengünstigere Alternativen wie Affinity Photo, die sich gut für diese Aufgaben eignen.

Ein weiteres empfehlenswertes Tool ist Luminar von Skylum, das intelligente Funktionen für die Fotobearbeitung bietet.

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Fotoverwaltung

Fotoverwaltung ist für die Organisation deiner Fotos wichtig. Du kannst Kategorien, Tags und Schlüsselwörter definieren, um deine Fotos zu sortieren und filtern. Programme wie Lightroom und Capture One bieten auch Verwaltungsfunktionen. Wenn du einen Mac besitzt, kannst du auch Apple Fotos verwenden, das eine gute Fotomediathek bietet.

Mit Lightroom und Capture One kannst du die Verwaltung auch abdecken. Schlüsselwörter z. B. können aber in Capture One viel besser gesetzt werden. Beide können auch als Präsentation-Software genutzt werden. Wenn du allerdings einen Mac besitzt, dann kannst du Apple Fotos nutzen, das ist die bessere Mediathek. Performance, Suchfunktionen und Diashow sind beiden überlegen, du musst dir aber dafür einen zusätzlichen Export/Import Schritt einbauen.

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Panorama und Sticking

Für die Panorama- und Stacking-Fotografie gibt es Software wie Hugin (kostenlos) und Affinity Photo (professionell). Sie können mehrere Aufnahmen zu einem Panorama zusammenführen oder für bestimmte Effekte wie die Astrofotografie verwendet werden.

Hier ein ausfühlicher Artikel: „Fotomontagen und Composing (Luminar vs Affinity Photo)

Für die Astrofotografie gibt es ebenfalls die kostenlose Software StarStaX, die speziell für die Erstellung von rauschfreien Himmel- und Sterne-Fotos entwickelt wurde. Mit StarStaX können mehrere Aufnahmen zu einem einzigen Bild kombiniert werden, um die Sterne und den Himmel klarer und rauschfrei darzustellen.

TIPP: Bearbeite deine Fotos kontinuierlich und überprüfe die Qualität, insbesondere wenn du neue Objektive ausprobierst. Es ist ratsam, nach jeder Fotosession deine Aufnahmen zu importieren und zu entwickeln. Ein hochauflösender Monitor mit 2k oder 4k ist auch für Einsteiger sehr zu empfehlen. Damit kannst du die Bildqualität am besten beurteilen.

14 Fotografie Fehler die du vermeiden solltest

Genauso wie du, habe ich meine Reise durch die Fotografie mit einigen der häufigsten Anfänger-Fotografie Fehler begonnen. Es ist fast wie ein Initiationsritus für alle Fotografie-Enthusiasten. Doch, genauso wie du es jetzt tust, habe ich gelernt, sie zu meistern und möchte nun 14 dieser entscheidenden Fehler mit dir teilen.

Hier sind die häufigsten Fehler, die dir beim Fotografieren unterlaufen können:

  1. Du beschäftigst dich zu sehr mit der Technik.
  2. Du fotografierst im JPG-Format und nutzt nicht das RAW-Format.
  3. Du achtest nicht auf den Horizont.
  4. Du wählst die falsche Perspektive.
  5. Du triffst die falsche Wahl beim Bildausschnitt.
  6. Du platzierst deine Motive stets in der Mitte des Bildes.
  7. Deine Motive laufen aus dem Bild.
  8. Deine Fotos wirken zweidimensional.
  9. Du fotografierst zur Mittagszeit.
  10. Du beschränkst dich auf sonnige Tage.
  11. Du vernachlässigst die Bearbeitung deiner Fotos.
  12. Du organisierst und sicherst deine Bilder nicht.
  13. Du überbearbeitest deine Bilder.
  14. Du vergisst die Bildkomposition.

Schließlich ist das Ziel eines Fotos, den Betrachter so zu fesseln, dass er es nicht so leicht aus der Hand legen kann. Ein Bild soll eine Geschichte erzählen und den Eindruck vermitteln, mitten im Geschehen zu sein. Dafür muss der Fotograf nahe am Motiv sein und einige Regeln beachten.

1. Du denkst zu viel an die Technik

Denk daran, dass selbst erfahrene Fotografen, anfangs dieselben Fehler gemacht haben. Es ist eine Lektion, die jeder von uns durchläuft. Zu Beginn wirst du vielleicht allzu sehr von der Technik abgelenkt. Die Technik ist zweifellos von Bedeutung, da sie dich beim Fotografieren unterstützt. Ein schneller Autofokus ist großartig für die Sportfotografie, ein großer Sensor und lichtstarke Objektive helfen in dunklen Umgebungen oder beim Freistellen von Porträts. Ein Bildstabilisator ist beim Filmen hilfreich, und so weiter.

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Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Dennoch ist es gerade am Anfang wichtig, sich auf die Grundlagen der Fotografie zu konzentrieren. Beginne klein und setze die fotografischen Regeln in den Vordergrund. Eine einfache Kamera und ein bis zwei Objektive genügen zu Beginn. Ein Teil deiner Ausrüstung wird später sowieso nur für spezielle Fälle benötigt.

Selbst erfahrene Fotografen nehmen oft zu viel Ausrüstung mit und lenken sich unnötig ab. Auf Reisen reicht mir oft nur ein Handgepäck, in dem meine gesamte Ausrüstung Platz findet.

Fotoausrüstung Tipps und Empfehlungen
Fotoausrüstung Tipps und Empfehlungen

Je nach Verwendungszweck kann eine kostengünstige Kamera hervorragende Ergebnisse liefern. Die Qualität eines Fotos hängt von Motiv, Bildkomposition und Licht ab. Sogar mit einem älteren Smartphone kannst du großartige Bilder aufnehmen.

Die Ansprüche wachsen mit der Zeit, und du kannst deine Ausrüstung schrittweise erweitern. Gute Fotoausrüstung ist teuer, und es reicht nicht aus, nur eine gute Kamera zu haben. Auch die Objektive, das Zubehör, ein leistungsfähiger Computer und ein hochwertiger Monitor spielen eine Rolle.

Ein strukturierter Aufbau deiner Fotoausrüstung ist entscheidend. In meinem Artikel „Die perfekte Fotoausrüstung: 11 ultimative Tipps“ erkläre ich, wie du deinen Start angehen solltest. Die Auswahl deines Systems beeinflusst vor allem die Wahl der Objektive. In der Regel rate ich von Kit-Objektiven ab und empfehle stattdessen ein hochwertiges Zoom-Objektiv, das langfristig besser und in vielen Fällen kostengünstiger ist.

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Beginne am besten mit ein bis zwei Objektiven und widme dich diesen eine Weile intensiv. Die aufgenommenen Fotos sollten zeitnah auf einem hochwertigen Monitor geprüft werden, um die Kameraeinstellungen zu optimieren. Dies gilt auch für Filter, Stative und anderes Zubehör.

Anfangs konzentriere dich auf das Motiv anstatt auf die technischen Details. Eine Zeit lang habe ich bewusst nur mit meinem Handy fotografiert, einem iPhone 6s. Ich habe die Fotos im RAW-Format aufgenommen und nachbearbeitet, genauso wie mit meiner richtigen Kamera. In dieser Zeit sind einige meiner schönsten Fotos entstanden, weil ich mich voll und ganz auf die Bildkomposition konzentrieren konnte.

2. Du fotografierst in JPG und nutzt das RAW Format nicht

Eine häufige Anfängerfalle ist das Fotografieren im JPG-Format anstelle von RAW. In einem RAW-Dateiformat werden die unkomprimierten Sensorinformationen gespeichert. Obwohl der Speicherbedarf wesentlich höher ist als beim JPG-Format, bietet RAW die Möglichkeit, mehr Details, Schärfe und Weißabgleich zu optimieren und eine bessere Nachbearbeitung durchzuführen.

Sowohl Einsteigerkameras (System- oder Spiegelreflexkameras) als auch einige moderne Kompaktkameras und Smartphones ermöglichen das Fotografieren im RAW-Format. Selbst ich fotografiere gerne mit meinem Smartphone im RAW-Modus und bin erstaunt, wie sich die Qualität der Fotos dadurch steigert.

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Allerdings ist es wichtig zu verstehen, dass ein RAW-Bild noch nicht fertig ist. Diese Rohdaten müssen entwickelt und bearbeitet werden. Dazu benötigst du einen Computer und entsprechende Software oder du kannst dies direkt auf deinem Smartphone oder Tablet tun. Beachte jedoch, dass die Bearbeitungsfunktionen auf mobilen Geräten eingeschränkt sind, und Fehler möglicherweise schwerer zu erkennen sind, insbesondere auf kleinen Bildschirmen.

3. Du achtest nicht auf dem Horizont

Der Horizont in deinen Fotos spielt eine bedeutende Rolle, da er das Bildgefühl maßgeblich beeinflusst. In der Landschaftsfotografie fungiert er oft als eine führende oder trennende Linie und kann die Wirkung eines Bildes erheblich verstärken. Daher sollte beim Fotografieren immer darauf geachtet werden, dass der Horizont gerade ist. Das ist die Standardregel, die in den meisten Fällen für Stabilität und Ruhe in deinen Aufnahmen sorgt.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dieser Horizont nicht immer absolut gerade sein muss. Es gibt Situationen, in denen ein leicht schräger Horizont bewusst eingesetzt wird, um dem Bild mehr Dynamik zu verleihen. In solchen Fällen kann es so aussehen, als ob das Motiv sich innerhalb des Rahmens bewegt, was vor allem bei Hochformat-Aufnahmen einen interessanten visuellen Effekt erzeugt. Es lohnt sich also, mit dem Horizont zu experimentieren, um die gewünschte Stimmung in deinen Fotos zu erzielen.

4. Du wählst die falsche Perspektive

Die Wahl der richtigen Perspektive in der Fotografie spielt eine entscheidende Rolle, da sie maßgeblich beeinflusst, wie das Motiv im Bild erscheint. Die Perspektive bezieht sich auf die Höhe und die Blickrichtung, aus der das Foto aufgenommen wird. Ein entscheidender Aspekt ist die Höhe, aus der du fotografierst. Beispielsweise sollten Kinder nicht von oben, im Stehen, aufgenommen werden, da sie dann klein und unbedeutend wirken. Diese Art der Aufnahme führt oft zu einem unansehnlichen Hintergrund, der von Boden, Füßen und Schuhen dominiert wird.

Sowohl für Aufnahmen von kleineren Motiven als auch für Ganzkörperporträts ist es ratsam, auf Augenhöhe mit dem Motiv zu sein. Dies erfordert gelegentlich, in die Hocke zu gehen oder sich sogar auf den Boden zu legen. Kameras mit klappbarem Display sind in solchen Situationen äußerst hilfreich, da sie die Live-Bildvorschau ermöglichen, ohne dass du dich in unangenehme Positionen zwängen musst.

Um Motive im Bild größer erscheinen zu lassen, bietet sich die Verwendung unterschiedlicher Perspektiven an. Die Froschperspektive beispielsweise involviert das Fotografieren aus Bodenhöhe, während die Vogelperspektive verwendet wird, um Motive von oben zu erfassen, beispielsweise bei Stadtansichten von einem Turm oder mithilfe einer Drohne. Diese beiden Perspektiven bieten vielfältige Möglichkeiten, um spannende und einzigartige Fotos zu erstellen.

Ein Fotograf, der die Kraft der Perspektive meisterhaft nutzt, ist Gab Scanu, dessen Instagram-Profil zu etwa 40% aus Fotos besteht, die aus unkonventionellen Perspektiven aufgenommen wurden und so eine faszinierende visuelle Erzählung schaffen.

5. Du triffst die falsche Wahl beim Bildausschnitt

Die Wahl des richtigen Bildausschnitts ist ein entscheidender Faktor für gelungene Fotos. Sie hängt nicht nur vom Aufnahmeformat (Hoch- oder Querformat) ab, sondern auch vom nachträglichen Zuschneiden des Bildes, wo der finale Schnitt festgelegt wird. In der Regel verfügen die meisten Kameras über Sensoren mit einem Seitenverhältnis von 4:3 oder 2:3, was Fotografen vor die Wahl stellt, ob sie das Hoch- oder Querformat für ein Motiv verwenden.

Eine altbekannte fotografische Faustregel besagt, dass das Hochformat für Porträts und das Querformat für Landschaftsaufnahmen verwendet werden sollte. Diese Richtlinie trifft oft zu, sollte jedoch nicht dogmatisch angewendet werden, da es viele Ausnahmen gibt. Die Wahl des Aufnahmeformats hängt stark von deinem Motiv und dem beabsichtigten Kontext ab.

In einem separaten Artikel, den du unter dem Titel „Bildgestaltung: der ideale Bildausschnitt – 8 Methoden“ finden kannst, vertiefe ich dieses Thema und erkläre verschiedene Techniken, die dir bei der Wahl des Bildausschnitts helfen.

Die Bildgestaltung erlaubt Kreativität

Als Fotograf kannst du auch mit der Konvention brechen und beispielsweise Landschaften im Hochformat fotografieren. Diese unkonventionelle Wahl kann dem Bild zusätzliche Tiefe und einen dreidimensionalen Effekt verleihen, vorausgesetzt, es gibt ein passendes Vordergrundmotiv. Ebenso ist es möglich, Porträts im Querformat aufzunehmen, insbesondere wenn der Hintergrund eine beeindruckende Landschaft bietet. Dies verlängert die Betrachtungsdauer des Bildes und ermöglicht die Wahrnehmung des Hintergrunds.

Die finale Auswahl des Bildausschnitts erfolgt oft während der Bildbearbeitung. Hier kannst du verschiedene Zuschnitte ausprobieren, um die beste Darstellung deines Motivs zu finden. Trotz des Verlusts an Auflösung durch das digitale Zoomen ist ein interessantes Foto in geringerer Auflösung oft wirkungsvoller als ein langweiliges hochauflösendes Bild. Der kreative Schnitt kann erstaunliche Ergebnisse erzielen und die Sichtweise des Betrachters auf das Motiv verändern.

Die Auswahl des gewünschten Bildformats wie 16:9 oder 3:2 ist in der Bildbearbeitungssoftware möglich. Dabei kann die Freiform-Option hilfreich sein, um den Schnitt individuell anzupassen. In zunehmendem Maße wird auch das Quadratformat als Stilmittel in der Fotografie eingesetzt. Dies ermöglicht eine einzigartige Präsentation deiner Fotos und eröffnet neue kreative Möglichkeiten.

6. Du platzierst deine Motive stets in der Mitte des Bildes

Die Platzierung von Motiven in der Mitte des Bildes kann sehr effektvoll sein, beispielsweise in quadratischen Landschaftsaufnahmen, in denen eine Person im unteren Mittelteil platziert wird, um Dimensionen darzustellen. Ich mache das auch gerne, wenn es zur Bildkomposition passt. Dennoch, für viele Fotos und insbesondere für Anfänger ist es ratsam, Motive seitlich im Bild anzuordnen, um Langeweile zu vermeiden.

Um deine Bilder interessanter zu gestalten, empfehle ich die Anwendung der Drittel-Regel. Dabei werden Motive entweder seitlich oder oben und unten platziert, wobei du dir vorstellst, das Bild in neun gleichgroße Abschnitte zu unterteilen. Dies gelingt, indem du dir zwei horizontale und zwei vertikale Linien im Bild vorstellst, die die Bildfläche in neun gleichgroße Felder aufteilen. Die Kreuzungspunkte dieser Linien sind ideale Positionen, um wichtige Motive oder Elemente zu platzieren. Darüber hinaus können führende Linien, wie beispielsweise der Horizont, auf einer dieser imaginären Linien verlaufen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig und eröffnen neue Gestaltungsoptionen.

Die nächste Stufe der Bildgestaltung sind Techniken wie der Goldene Schnitt und die Goldene Spirale. Diese fortgeschrittenen Konzepte erlauben noch ansprechendere Kompositionen. Bei der Bildkomposition ist es jedoch wichtig, die Grundregeln zu verstehen und schrittweise zu lernen, bevor man sich an komplexere Konzepte wagt. Damit kannst du sicherstellen, dass du die Kunst der Bildgestaltung beherrschst und die bestmöglichen Fotos erstellst.

7. Deine Motive laufen aus dem Bild

Es ist wichtig, dass Gesichter oder bewegte Motive wie Autos, Fahrräder und laufende Menschen immer nach innen, ins Bild hinein, schauen. Selbst wenn sie sich in der Mitte des Bildes befinden, sollten sie in Richtung des Bildzentrums blicken.

Dieser Gestaltungsgrundsatz sorgt dafür, dass Bewegungsrichtungen oder Blicke als unsichtbare Leitlinien fungieren und den Betrachter ins Bild führen, um ihn dort zu fesseln. Ein klarer Fokus auf die Blickrichtung und Bewegung der Motive kann die Bildwirkung erheblich steigern.

Denn, wenn ein Gesicht oder ein Objekt aus dem Bild „herausläuft“, führt dies oft dazu, dass der Betrachter sich unwohl fühlt oder das Bild unaufgeräumt wirkt. Es ist, als ob etwas Wichtiges fehlt oder die Geschichte unvollständig ist.

8. Deine Fotos wirken zweidimensional

Die Fotografie hat viele Facetten, und dieser Punkt richtet sich eher an fortgeschrittene Fotografen, da er eine signifikante Auswirkung auf die gesamte Bildgestaltung hat. Dennoch kann man langsam damit beginnen, aus dem üblichen 2D-Bild (was die meisten von uns immer noch machen) einen 3D-Effekt zu erzeugen. Hier sind drei Ansätze, wie du mehr Tiefe und Räumlichkeit in deinen Fotos erzeugen kannst:

  1. Baue Tiefe ein: Verwende das Hochformat und arbeite mit Vordergrund-, Mittelgrund- und Hintergrundmotiven. Ein Objekt wie ein Baum oder ein Stein im Vordergrund kann dazu beitragen, eine räumliche Wirkung zu erzeugen.
  2. Nutze Kontraste: Kontraste sind ein mächtiges Werkzeug, um einen gewünschten 3D-Effekt zu erzielen. Es gibt verschiedene Arten von Kontrasten, aber konzentriere dich vorerst auf die drei wichtigsten:
    • Hell-Dunkel-Kontrast: Dies ist der bekannteste Kontrast und relativ einfach umzusetzen. Suche nach Motiven mit Licht- und Schattenelementen, wie Bäumen im Wald, architektonischen Strukturen oder Landschaften. Achte auf eine korrekte Belichtung, um später aus den RAW-Dateien optimale Ergebnisse zu erzielen.
    • Farbkontrast: Wähle Motive mit stark unterschiedlichen Farben und deutlich voneinander abgegrenzten Übergängen. Hier gilt oft die Regel „Weniger ist mehr“.
    • Kalt-Warm-Kontrast: Dieser Kontrast ergibt sich aus der Kombination von Elementen mit kühlen und warmen Farbtönen. Ein Beispiel dafür ist braune Erde vor einem blauen Himmel.
  3. Baue einen natürlichen Rahmen: Ein Rahmen lenkt den Blick in das Bild und macht die Betrachtung angenehmer. Natürliche Rahmen können aus Ästen, Blättern, Wolken oder sogar architektonischen Elementen wie Fenstern oder Brücken bestehen. Du kannst diese Technik auch mit Kontrasten und Tiefenwirkung kombinieren, um faszinierende visuelle Effekte zu erzielen.

Die bewusste Anwendung dieser Prinzipien kann dazu beitragen, dass deine Fotos lebendiger und räumlicher wirken, und sie verleihen deinen Bildern eine besondere Tiefe und Dynamik. Es erfordert etwas Übung, aber die Ergebnisse sind den Aufwand definitiv wert.

9. Du fotografierst zur Mittagszeit

Das Fotografieren zur Mittagszeit kann eine echte Herausforderung sein. Das Licht ist hart und schattenlos, was dazu führt, dass deine Fotos flach und uninteressant wirken. In der Regel erzeugt es auch unvorteilhafte Schatten auf den Gesichtern deiner Motive.

Die besten Zeiten für die Fotografie sind morgens und abends. Unmittelbar vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang erlebst du die sogenannte „Blaue Stunde“, in der magische Lichteffekte auftreten können. Wolken verstärken diese Effekte und spiegeln die farbenfrohen Nuancen des Himmels wider.

Die beeindruckendste Stimmung tritt oft kurz nach dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang auf. Obwohl du nur wenige Minuten Zeit hast, um diese Momente einzufangen, kannst du damit atemberaubende Aufnahmen erzielen. Diese besondere Stimmung dauert auch nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang noch eine Weile an, bietet jedoch schwächeres Licht. In solchen Momenten ist die Verwendung eines Stativs empfehlenswert, um Verwacklungen zu vermeiden und die volle Schönheit dieser besonderen Lichtverhältnisse einzufangen.

10. Du beschränkst dich auf sonnige Tage

Es ist verlockend, bei sonnigem Wetter zu fotografieren, aber das kann zu harten und unschönen Schatten führen. In einigen Fällen können harte Schatten interessante Kompositionen erzeugen, aber in der Regel sind Fotos bei bewölktem Himmel viel vorteilhafter. Die Wolken fungieren als natürlicher Diffusor und erzeugen gleichmäßige, weiche Schatten. Dies wird oft als die größte „Softbox“ der Welt bezeichnet.

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Ein Freund von mir, hauptsächlich Porträt- und Hochzeitsfotograf, setzt grundsätzlich auf natürliches Licht, aber nicht bei sonnigem Wetter. Seine bevorzugten Bedingungen sind die Abenddämmerung, die Nacht und insbesondere bewölkter Himmel. Einige Fotografen, sei es im Bereich Porträt oder Landschaft, experimentieren sogar bei Regen oder kurz danach, da die Luft zu dieser Zeit besonders klar ist und einzigartige Aufnahmen ermöglicht.

11. Du vernachlässigst die Bearbeitung deiner Fotos

Ein großer Fehler, den ich anfangs gemacht habe, war das Vernachlässigen der Bearbeitung meiner Fotos oder zumindest das genaue Analysieren. Und damit meine ich nicht auf dem kleinen Kamerabildschirm oder Smartphone, sondern auf einem großen hochauflösenden Monitor mit professioneller Software. Diese Ausrüstung ist heutzutage viel erschwinglicher geworden und beschleunigt den Lernprozess und die Entwicklung zum besseren Fotografen erheblich.

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Auf dem großen Monitor werden technische Fehler sofort sichtbar. Hier erkennst du Dinge wie:

  1. Falscher Fokus: Besonders bei offener Blende und lichtstarken Objektiven ist es schwierig, den Fokus präzise zu setzen. Die manuelle Fokussierung oder eine andere Fokussierungsmethode kann hier die Lösung sein. Aber wenn du den Fehler nicht siehst, wirst du ihn auch nicht korrigieren. Manchmal hilft es, die Blende zu schließen, um mehr Tiefenschärfe zu erhalten.
  2. Zu hohe ISO: Bildrauschen ist oft erst auf größeren Bildschirmen sichtbar. Günstige Einsteigerkameras haben manchmal Schwierigkeiten, das Rauschen in den Griff zu bekommen. In solchen Fällen kannst du die Kamera auf ein Stativ setzen und längere Belichtungszeiten verwenden, um scharfe Bilder zu erhalten. Es ist auch ratsam, den maximalen ISO-Wert festzulegen, den deine Kamera in ihren automatischen Programmen nicht überschreiten sollte. Die ISO-Automatik sollte vermieden werden.
  3. Falscher Bildausschnitt: Manchmal ist es schwierig, den perfekten Bildausschnitt direkt in der Kamera zu erstellen, insbesondere wenn du im RAW-Format fotografierst. Ein RAW-Bild speichert immer die vollständigen Sensordaten. Der endgültige Bildausschnitt kann nachträglich mit Software festgelegt werden. Damit kannst du die Bildkomposition optimieren.

12. Du organisierst und sicherst deine Bilder nicht

Fotos sind wertvolle und kunstvolle Erinnerungen, die gut aufbewahrt werden sollten. Es kann frustrierend sein, wenn du ein schönes Foto zeigen möchtest, aber es nicht finden kannst oder wenn du ewig damit verbringst, es inmitten von unsortierten Bildern zu suchen. Und was ist, wenn du aus irgendeinem Grund auf deine Fotos nicht mehr zugreifen kannst, sei es durch versehentliches Löschen, eine defekte Festplatte oder sogar durch unvorhergesehene Ereignisse wie einen Brand?

Eine gut organisierte Medien-Datenbank, die regelmäßig gesichert wird, kann hier sehr hilfreich sein. Ja, es erfordert Arbeit, aber wenn du deinen Workflow kontinuierlich optimierst und ihn an die neuesten Techniken anpasst, wird es einfacher. Du kannst ruhiger schlafen, wenn du weißt, dass deine Erinnerungen sicher aufbewahrt sind. Persönlich verwende ich Fotos auf meinem Mac und sichere regelmäßig alle Daten auf zwei verschiedene Archiv-Festplatten, die ich an verschiedenen Orten aufbewahre.

13. Du überbearbeitest deine Bilder

Es ist ganz normal, dass Anfänger in der Bildbearbeitung dazu neigen, ihre Fotos übermäßig zu bearbeiten. Mit den HDR-Funktionen können aus RAW-Dateien viele Details herausgeholt werden. Jedoch sollte der Zweck der Bildbearbeitung nicht darin bestehen, sie zu überladen, sondern sie zu verbessern.

Der übermäßige Einsatz von Details in den Schatten und Highlights kann dazu führen, dass das Bild flach erscheint und der 3D-Effekt verloren geht, der es besonders macht. Auch beim Schärfen solltest du zurückhaltend sein. Bilder, die extrem geschärft sind, wirken oft unangenehm und sehen nach dem Export in komprimierten Formaten wie JPG nicht mehr ansprechend aus. Eine maßvolle Bildbearbeitung führt oft zu den besten Ergebnissen.

14. Du vergisst die Bildkomposition

Das Wichtigste beim Fotografieren ist die Bildgestaltung und Bildkomposition. Die Technik kann unterstützend wirken, aber allein reicht sie nicht aus, um Spannung in deinen Fotos zu erzeugen. Ein Experiment, bei dem ich einige Wochen lang bewusst auf meine Kamera verzichtete und versuchte, gute Fotos mit meinem Smartphone zu machen, half mir, mich auf die essenziellen Aspekte zu konzentrieren.

Zu dieser Zeit besaß ich ein iPhone 6s mit 8MP Kamera, aber es half mir, die grundlegenden Prinzipien der Fotografie zu schärfen. Natürlich experimentierte ich auch mit externen Apps, die manuelle Einstellungen und das RAW-Format ermöglichten. Sobald ich diese Techniken beherrschte, fokussierte ich mich voll und ganz auf die Bildgestaltung.

Die Ergebnisse waren beeindruckend und anders als zuvor. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, habe ich einen eigenen Artikel geschrieben, in dem ich erkläre, wie du mit nur 3 einfachen Schritten herausragende Fotos mit deinem Smartphone aufnehmen kannst.

Fotokamera Auswahl: Welche ist die richtige für dich?

Die Wahl eines geeigneter Fotokamera ist ein entscheidender Schritt beim Aufbau deines Fotoequipments. Der Fotoapparat, den du auswählst, beeinflusst nicht nur die Art der Fotos, die du machen kannst, sondern auch die Auswahl des restlichen Zubehörs, das du benötigst. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welche verschiedenen Kameratypen es gibt und wie sie sich voneinander unterscheiden.

Es existieren acht Hauptkategorien von Fotokameras, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:

  1. Smartphones: Diese sind klein, kompakt und bieten mittlerweile eine erstaunlich gute Bildqualität. Sie sind immer griffbereit und ideal für spontane Schnappschüsse.
  2. Kompaktkameras: Hochwertige Kompaktkameras zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise und gute Bildqualität aus. Sie eignen sich hervorragend für Reisen und den Alltag.
  3. Bridgekameras: Diese Kameras sind perfekt für Fotografen, die Mondfotos oder weit entfernte Motive aufnehmen möchten. Sie bieten eine beeindruckende Zoom-Range.
  4. Systemkameras: Ideal für Reisen und Outdoor-Aktivitäten, bieten Systemkameras eine gute Bildqualität und sind dennoch kompakt. Sie ermöglichen den Wechsel von Objektiven.
  5. Spiegelreflexkameras: Mit einer großen Auswahl an Objektiven und exzellenter Leistung bei Porträts sind Spiegelreflexkameras beliebt bei professionellen Fotografen.
  6. Mittelformatkameras: Diese Kameras bieten die höchste Qualität, sind jedoch teuer und werden hauptsächlich von Profis verwendet.
  7. Sofortbildkameras: Der Klassiker ist wieder da! Sofortbildkameras erfreuen sich wieder großer Beliebtheit und sind ein kultiges Fotografieerlebnis.
  8. Drohnen: Fliegende Kameras eröffnen neue, außergewöhnliche Perspektiven für Luftaufnahmen und Videografie.

Jede dieser Kategorien erfüllt bestimmte Anforderungen in der Fotografie und ist auf spezifische Zwecke ausgerichtet. Doch ich habe gelernt, dass man mit einigen von ihnen mehr anstellen kann, als man zunächst vermuten würde.

Warum ist die Auswahl der Kamera so entscheidend und wie wirkt sie sich auf die Fotoausrüstung aus?

Die Auswahl des Fotoapparats ist von entscheidender Bedeutung, da sie den Anschluss für Objektive bestimmt. Die Kamera und die Objektive gehen Hand in Hand, weshalb verschiedene Kameramodelle unterschiedliche Bajonettanschlüsse haben. Obwohl es Adapter gibt, um verschiedene Systeme zusammenzuführen, können sie Einschränkungen mit sich bringen, beispielsweise beim Autofokus oder der Blendeneinstellung.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Sensor. Er beeinflusst nicht nur die Bildqualität, sondern auch die Auswahl und Leistung der Objektive. Objektive sind oft speziell auf die verschiedenen Sensortypen zugeschnitten. Es gibt Objektive für Vollformatkameras, APS-C-Kameras, MFT-Kameras und mehr. Einige Objektive sind kompatibel mit mehreren Sensoren, aber sie sind nicht immer optimal darauf abgestimmt.

Die Kamera bestimmt auch die Auswahl der geeigneten Objektive, Filter, Stative, Fototaschen und weiterem Zubehör. Filter und Zubehör müssen zu den Objektiven und der Kamera passen, weshalb die Wahl der Kamera einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Fotoausrüstung hat.

Das Gewicht der Kamera inklusive der Objektive beeinflusst die Stabilität des Stativs, die Größe der Kameratasche oder des Rucksacks und letztendlich deine Flexibilität vor Ort. Es ist daher wichtig, die Art der Fotografie zu berücksichtigen, die du betreiben möchtest, und die Kamera entsprechend auszuwählen.

Bildergebnis für Kamerasensoren

  Quelle: Patrick Au Photography

Um die richtige Kamera zu finden, ist es entscheidend, deine Anforderungen zu definieren oder zumindest herauszufinden, was sie sein könnten. Dieser Schritt ist von großer Bedeutung, da er die Qualität, Größe, Design und andere Merkmale der Kamera beeinflusst und somit auch die Größe, das Gewicht und den Preis deiner gesamten Fotoausrüstung.

Die Vielfalt der Kamerakategorien

Die Fotografie begann mit der „Camera Obscuraoder „dunklen Kammer“, die Bilder durch ein kleines Loch projizierte. Diese Bilder dienten als Vorlagen für realistische Zeichnungen. Mit der Zeit entwickelten sich verschiedene Techniken und Arten von Kameras. Heutzutage können wir in der Fotografie grob acht Kategorien von Kameras unterscheiden (die Reihenfolge ist beliebig):

  • Smartphones
  • Kompaktkameras
  • Bridgekameras
  • Systemkameras und
  • Spiegelreflexkameras
  • Mittelformatkameras
  • Sofortbildkameras
  • Drohnen

Jede dieser Kategorien erfüllt spezifische Anforderungen in der Fotografie und ist für bestimmte Zwecke ausgelegt. Doch ich habe gelernt, dass manche dieser Kategorien flexibler sind, als man zunächst vermuten würde.

Die Smartphone-Revolution

Der Begriff „Smartphone“ muss heutzutage wohl niemandem mehr erklärt werden. Diese Alleskönner-Geräte dienen nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zum Fotografieren, Spielen, Schreiben und für viele weitere Zwecke. Sie haben in den letzten Jahren einen festen Platz in der Welt der Fotografie erobert, besonders aufgrund ihrer nahtlosen Integration in soziale Medien und der Vielzahl von verfügbaren Apps. Dies macht sie zu den beliebtesten Kameras unserer Zeit.

Smartphones haben den Markt für Kompaktkameras weitgehend erobert und setzen sich erfolgreich gegen „Edelkompakte“ durch. Die Geschichte der Smartphones geht auf die Anfänge der Mobiltelefone und Autotelefone in den 1940er und 1970er Jahren zurück. Doch der Durchbruch kam erst 2007 mit der Einführung des iPhones, das eine Revolution im Bereich der Mobilfotografie auslöste.

Smartphone iPhone
Das Smartphone (iPhone 6s)

Moderne Smartphones bieten hochwertige Optiken von Herstellern wie Zeiss und Leica, Auflösungen von über 40 Megapixel, RAW-Aufnahmen mit manuellen Einstellungen und digitale Freistellung. Die Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt fördert eine rasante Weiterentwicklung, die selbst bei schlechten Lichtverhältnissen qualitativ hochwertige Fotos ermöglicht.

Was ist gut an Smartphones?

  • Handlich und immer verfügbar: Smartphones sind klein, flach und passen in jede Tasche.
  • Gute Qualität bei guten Lichtverhältnissen: Moderne Smartphones liefern qualitativ hochwertige Bilder bei ausreichend Licht.
  • Perfekt für Selfies: Dank der Frontkamera sind sie ideal für Selbstporträts.
  • Direkte Integration in soziale Medien: Die nahtlose Verbindung zu sozialen Medien, E-Mails und der Cloud vereinfacht die Veröffentlichung von Fotos.
  • Vielfältige Apps: Zahlreiche Apps ermöglichen RAW-Aufnahmen, RAW-Entwicklung, Fotobearbeitung und mehr.
  • Moderne Ausstattung: Aktuelle Smartphones verfügen über große Bildschirme, unterstützen 4K-Auflösung und bieten Bildstabilisatoren für verwacklungsfreie Aufnahmen.

Was ist weniger gut an Smartphones?

  • Eingeschränkte Aufnahmemöglichkeiten: Der Monitor ist oft nicht schwenkbar und erschwert die Bildkomposition in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel bei Konzerten.
  • Feste Objektive: Viele Smartphones verfügen über fest verbaute Linsen ohne optischen Zoom.
  • Kleine Sensoren: Die eingebauten Sensoren sind bei schlechten Lichtverhältnissen anfällig für Bildrauschen.
  • Fehlende Modularität: Wechselobjektive, Akkus und anderes Fotozubehör können nicht ausgetauscht werden, da sie fest verbaut sind.
  • Begrenzte Blitzleistung: Integrierte Blitze liefern oft unzureichende Ausleuchtung und beeinflussen die Farben.
  • Fehlender Sucher: Das Fehlen eines Suchers macht die Bildkomposition bei starkem Sonnenlicht schwierig.

Einsatzmöglichkeiten von Smartphones

Smartphones sind ideal für spontane Schnappschüsse und Erinnerungsfotos mit Familie und Freunden. Dank der Frontkamera eignen sie sich auch hervorragend für Selbstporträts. Immer mehr Menschen nutzen sie auch bei Events wie Konzerten und Sportveranstaltungen sowie für berufliche Zwecke.

Sind Smartphones als Backup-Lösung sinnvoll?

Ja, definitiv. Auch wenn die Qualität von Smartphones bei weitem nicht an die von System- oder Spiegelreflexkameras heranreicht, ist ein Foto besser als kein Foto. Außerdem macht es Spaß, gelegentlich auf eine andere Art zu fotografieren. In meinem Artikel über die Fotografie mit Smartphones im RAW-Format gehe ich ausführlich darauf ein.

Die Kompaktkamera

Kompaktkameras, auch als Sucherkameras bekannt, sind in der Regel klein, leicht und mit einer integrierten Zoomlinse ausgestattet. Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras, Systemkameras oder Bridgekameras bieten sie weniger Funktionen. Dies führt oft zu einer geringeren Bildqualität aufgrund einfacherer Komponenten und kleinerer Sensoren, aber sie sind im Vergleich erheblich günstiger und leichter. Kompaktkameras zeichnen sich in der Regel durch Vollautomatik-Programme, Motivprogramme und gelegentlich durch einen Spritzwasserschutz aus.

Die Geschichte der Kompaktkamera

Die erste wirklich kompakte Kamera, die als Vorläufer der Kompaktkameras angesehen werden kann, ist die Leica I von Leitz, die 1925 auf den Markt kam. Sie verfügte über ein versenkbares 50mm-Objektiv und war kaum größer als ein Brillenetui, sodass sie bequem in der Jackentasche mitgeführt werden konnte.

Kompaktkameras
Die Kompaktkamera

Die erste Kleinbild-Kompaktkamera war wahrscheinlich die legendäre Rollei 35, die 1966 auf den Markt kam. In den späten 1970er Jahren gab es die ersten Kompaktkameras mit Autofokus, ein Jahrzehnt bevor dieser bei professionellen Spiegelreflexkameras eingeführt wurde. Digitale Kompaktkameras gibt es seit Anfang der 1990er Jahre, und sie haben in den letzten 15 Jahren stark an Verbreitung gewonnen.

Angesichts der starken Konkurrenz durch moderne Smartphones hofft die Kompaktkamera-Branche nun wahrscheinlich auf hochwertige digitale Kompaktkameras, auch als „Edelkompaktkameras“ bekannt. Diese Kameras verfügen über aufwendig konstruierte Objektive von renommierten Unternehmen wie Zeiss oder Leica sowie hochwertige Sensoren, die für ausgezeichnete Ergebnisse sorgen, aber auch höhere Preise mit sich bringen.

Was ist gut an einer Kompaktkamera?

  • Handlichkeit: Kompaktkameras sind klein, leicht und einfach zu handhaben.
  • Integrierter optischer Zoom: Besonders Edelkompaktkameras bieten oft eine beeindruckende Zoomleistung und decken eine breite Brennweitenpalette ab.
  • Sucher: Viele Kompaktkameras verfügen über integrierte Sucher, die besonders bei starkem Sonnenlicht die Bildkomposition erleichtern. Moderne Modelle verwenden OLED-Technologie.
  • RAW-Aufnahmen: Aktuelle Edelkompaktkameras ermöglichen RAW-Aufnahmen für eine bessere Bildqualität und die Möglichkeit zur Nachbearbeitung.
  • Manueller Modus: Edelkompaktkameras bieten oft auch manuelle Einstellungsmöglichkeiten neben den automatischen Programmen.

Was ist weniger gut an einer Kompaktkamera?

  • Preis: Hochwertige Kompaktkameras können preislich im Bereich von Einsteiger- bis Mittelklasse-DSLRs liegen.
  • Bildstabilisator: Nicht alle Kompaktkameras verfügen über einen Bildstabilisator, was bei Zoomaufnahmen oder Videos zu Problemen führen kann.
  • Eingeschränkte Modularität: Aufgrund der fest verbauten Optik sind manuelle Fokussierung und die Verwendung von Filtern schwierig oder unmöglich.
  • Fehlender Objektivwechsel: Der Wechsel von Objektiven, um die Brennweite oder Blende anzupassen, ist nicht möglich.

Einsatzmöglichkeiten einer Kompaktkamera

Kompaktkameras sind in erster Linie für Schnappschüsse und Erinnerungsfotos gedacht. Aufgrund ihrer Kompaktheit können sie problemlos in der Tasche mitgeführt werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Kompaktkameras haben jedoch durch den Siegeszug der Smartphones abgenommen.

Edelkompaktkameras machen den Unterschied

Der Unterschied wird heute von den hochwertigen Kompaktkameras gemacht, insbesondere den „Edelkompaktkameras“. Kameras wie die Sony RX100 VII und die Canon PowerShot G7 X Mark III verfügen über einen großen 1-Zoll-Sensor und liefern herausragende Bildqualität. Obwohl sie teurer sind, bewegen sie sich preislich auf dem Niveau von Einsteiger- bis Mittelklasse-Systemkameras. Die Sony RX100 VII beispielsweise kostet über 1.200 €, bietet jedoch 20,1-Megapixel-Sensor, 4K-Videoaufnahmen und einen elektronischen Sucher.

Diese hochwertigen Kompaktkameras sind bei Vloggern sehr beliebt, da sie kompakt sind, hochwertige Videos und Fotos aufnehmen und über einen um 180 Grad drehbaren Bildschirm verfügen.

Die Bridgekamera

Bridgekameras, auch als Prosumer-Kameras bekannt, kombinieren die Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras. Sie sind eine Mischung aus beiden Konstruktionsprinzipien und bieten in Bezug auf Ausstattung, Qualität und Funktionen eine Vielzahl von Optionen.

Bridgekamera
Die Bridgekamera

Die Geschichte der Bridgekamera

Das Konzept der Bridgekamera existiert bereits seit den 1950er Jahren, zum Beispiel mit der Nikkorex 35. Es wurde jedoch erst 1988 mit der Einführung der Yashica Samurai wiederbelebt und weiterentwickelt.

Moderne Bridgekameras haben sich zu vielseitigen Alleskönnern entwickelt. Sie bieten die Möglichkeit, eine große Bandbreite an Brennweiten in einem relativ kompakten Gehäuse und oft mit guter Bildqualität abzudecken.

Was ist gut an einer Bridgekamera?

  • All-in-One: Bridgekameras bieten alles, was du brauchst, in einem Gehäuse. Sie sind oft spritz- und staubfest.
  • Enorme Zoomfaktoren: Viele Bridgekameras haben fest verbaute Objektive mit Zoomfaktoren von bis zu 83-fach.
  • Kompakte und leichte Bauweise: Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind sie handlicher und leichter.
  • Fokusring: Viele Bridgekameras sind mit einem Fokusring ausgestattet.
  • Schwenkbarer Monitor und Sucher: Sie verfügen oft über schwenkbare Monitore und bieten in der Regel auch einen Sucher.
  • Gute Videoqualität: Viele Bridgekameras zeichnen hochwertige Videos auf.
  • Manuelle Einstellungen: Die meisten Modelle ermöglichen manuelle Einstellungen.

Was ist weniger gut an einer Bridgekamera?

  • Qualität der fest verbauten Objektive: Die Qualität der fest verbauten Objektive ist oft nicht so hoch. Dies betrifft besonders den Zoom-Bereich, und je größer der Zoombereich ist, desto mehr geht an Qualität verloren.
  • Kleine Sensoren: Bridgekameras verwenden oft kleinere Sensoren, was sich auf die Bildqualität, die Tiefenschärfe und das Bildrauschen auswirkt.
  • Begrenzte Blendenöffnung: Die Blende ist oft auf Werte wie f/8 oder f/11 begrenzt, abhängig vom Crop-Faktor.
  • Schwierigere manuelle Fokussierung: Aufgrund des Fehlens eines Fokusrings kann die manuelle Fokussierung komplizierter sein.
  • Filter: Das Anbringen von Filtern kann kompliziert sein.
  • RAW-Format: Nicht immer unterstützen Bridgekameras das RAW-Format.

Einsatzmöglichkeiten einer Bridgekamera

Eine Bridgekamera kann in den meisten fotografischen Einsatzbereichen gute Ergebnisse liefern, jedoch oft mit gewissen Kompromissen. Insbesondere im Bereich der Astrofotografie, wie bei der Aufnahme des Mondes oder von Saturn, können Bridgekameras aufgrund ihrer großen Brennweiten wertvolle Dienste leisten.

Für weitere Informationen über die Einsatzmöglichkeiten von Bridgekameras, insbesondere im Hinblick auf Mondfotografie, kannst du meinen Artikel „Mondfotos einfach gemacht! Wie fotografiert man den Mond?“ lesen. In diesem Artikel gehe ich detaillierter auf die Einsatzmöglichkeiten von Bridgekameras ein und erwähne die Nikon Coolpix P1000, die einen beeindruckenden Brennweitenbereich von 3000 mm bietet.

Einige empfehlenswerte Bridgekameras sind die Sony RX10 IV sowie die Panasonic Lumix FZ2000.

Bridgekameras bieten eine umfassende Lösung, die dich vom ständigen Wechseln von Objektiven und anderem Zubehör befreit. Sie ermöglichen es dir, dich voll und ganz auf das Fotografieren zu konzentrieren, ohne ständig über die Ausrüstung nachdenken zu müssen.

Die Systemkamera

Die Systemkamera, auch als kompakte Systemkamera (CSC), spiegellose Systemkamera (MSC), spiegellose Kamera mit Wechselobjektiv (MILC), Kamera mit elektronischem Sucher und Wechselobjektiv (EVIL) oder einäugige spiegellose Digitalkamera (DSLM) bekannt, ist eine Kamera, deren Hauptmerkmal die Möglichkeit des Wechselns von Komponenten wie Objektiven und Akkus ist. Der Begriff „Systemkamera“ wird häufig verwendet, um diese Art von Kameras von den Spiegelreflexkameras abzugrenzen.

Die Systemkamera (Sony a6000)

Geschichte der Systemkamera

Die Idee einer Systemkamera geht auf das Jahr 1930 zurück, mit der Einführung der Schraubleica Ic. Die erste vollwertige Systemkamera war jedoch die Kleinbildkamera Kine-Exakta, die 1936 vorgestellt wurde und zur Exakta Varex weiterentwickelt wurde. Bis zum Ende der 1950er Jahre waren Systemkameras vorwiegend Messsucherkameras. Danach setzten sich Spiegelreflexkameras durch. Die Nikon F, eine professionelle SLR-Kamera, die zwischen 1959 und 1974 hergestellt wurde, gilt als Vorbild für alle weiteren Entwicklungen. Aktuell gibt es eine starke Produkt-Offensive von Sony im Bereich der spiegellosen Systemkameras, was auf einen klaren Trend in Richtung dieser Kameras hinweist.

Was ist gut an einer Systemkamera?

  • Kompakt und leicht: Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind Systemkameras kompakter und leichter.
  • Hochwertige Sensoren: Die verbauten Sensoren in Systemkameras sind vergleichbar mit denen von Spiegelreflexkameras und können verschiedene Formate wie Four-Thirds, APS-C, Vollformat und andere aufweisen.
  • Qualitativ hochwertige OLED-Sucher: Elektronische OLED-Sucher sind in der Regel qualitativ hochwertig und zeigen genau das an, was später auf dem Sensor aufgenommen wird.

Was ist weniger gut an einer Systemkamera?

  • Kosten: Gute und hochwertige Systemkameras können teuer sein.
  • Begrenztes Objektiv- und Zubehörangebot: Bei den meisten Herstellern gibt es nur eine begrenzte Auswahl an Objektiven und Zubehör.

Einsatzmöglichkeiten einer Systemkamera

Systemkameras sind mit verschiedenen Sensorgrößen (Vollformat, APS-C, MFT und andere) erhältlich. Je nach Wahl der Kamera und ihrer Objektive können Systemkameras in den meisten fotografischen Bereichen eingesetzt werden.

Persönliche Erfahrung

Für den Autor ist die Systemkamera die beste Wahl. Durch den Wegfall des Spiegels kann das Objektiv näher an den Sensor rücken, was zu einem kleineren Gehäuse und kompakteren Objektiven führt. Die Funktion „Silent Shooting“ (stilles Auslösen) wird geschätzt, und der elektronische OLED-Sucher wird als unverzichtbar angesehen.

Ich persönlich nutze verschiedene Sony Alpha Kameras in Kombination mit Objektiven von Sony, Sigma und Tamron. Diese Objektive sind detailliert in meinem Artikel „Die besten Sony Alpha 6000 Objektive“ beschrieben, in dem ich meine Empfehlungen vorstelle.

5 Empfehlungen für Systemkameras:

  • Sony a7 IV: Diese Kamera bietet eine hervorragende Bildqualität, einen schnellen Autofokus und eine Reihe von Funktionen, die sie zu einer guten Wahl für Enthusiasten und Profis machen.
  • Canon EOS R6: Diese Kamera ist eine gute Alternative zur Sony a7 IV und bietet eine ähnliche Bildqualität und Leistung.
  • Nikon Z6 II: Diese Kamera ist eine weitere gute Option für Enthusiasten und Profis und bietet einen leistungsstarken Autofokus und eine Reihe von Videofunktionen.
  • Fujifilm X-T4: Diese Kamera ist eine beliebte Wahl für Fotografen, die eine kompakte und leistungsstarke Kamera suchen.
  • Panasonic Lumix S5: Diese Kamera ist eine gute Option für Fotografen, die nach einer erschwinglichen Systemkamera mit guter Bildqualität suchen.

Die Spiegelreflexkamera

Die Spiegelreflexkamera, kurz SR-Kamera genannt, ist ein Kameratyp, bei dem sich zwischen dem Objektiv und der Bildebene ein wegklappbarer Spiegel befindet. Es gibt drei Arten von Spiegelreflexkameras, wobei heutzutage die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) die größte Bedeutung hat.

Spiegelreflexkamera Praktica
Alte Spiegelreflexkamera (Praktica)

Die Geschichte der Spiegelreflexkamera

Die erste Spiegelreflexkamera wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. 1893 wurde dann ein Wechselmagazin für die Spiegelreflexkamera patentiert. Doch die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt war die Kine Exakta der Firma Ihagee in Dresden, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936.

Was ist gut bei einer Spiegelreflexkamera?

  • Breites Objektiv- und Zubehörangebot: Aufgrund der langen Präsenz auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an Objektiven und Zubehör, die mit Spiegelreflexkameras kompatibel sind.
  • Optischer Sucher: Viele Spiegelreflexkameras verfügen über optische Sucher, die eine klare, natürliche Sicht auf das Motiv bieten.
  • Lange Akkulaufzeit: Spiegelreflexkameras bieten oft eine längere Akkulaufzeit im Vergleich zu spiegellosen Modellen.
  • Hoher Bekanntheitsgrad: Spiegelreflexkameras haben einen hohen Bekanntheitsgrad als professionelle Kameras, was sie für viele Fotografen attraktiv macht.

Was ist weniger gut bei einer Spiegelreflexkamera

  • Größe und Gewicht: In der Regel sind Spiegelreflexkameras und ihre Objektive größer und schwerer als spiegellose Kameras, was den Transport erschwert.
  • Lautstärke: Der Spiegelmechanismus in Spiegelreflexkameras kann zusätzliche Geräusche verursachen, die beim Fotografieren störend sein können.
  • Zusätzlicher Autofokussensor: Für den Autofokus benötigen Spiegelreflexkameras einen separaten Sensor, was die Konstruktion komplexer machen kann.
  • Begrenzte Videoqualität: Viele ältere Spiegelreflexkameras bieten eine begrenzte Videoqualität im Vergleich zu spiegellosen Kameras, die sich besser für Videografie eignen.

Einsatzmöglichkeiten der Spiegelreflexkamera

Spiegelreflexkameras sind in einer Vielzahl von Varianten erhältlich, von Einsteigermodellen bis hin zu Profiversionen. Dadurch können sie nahezu alle fotografischen Anforderungen abdecken.

Die Mittelformatkameras

Mittelformatkameras sind vor allem im professionellen Bereich weit verbreitet. Sie zeichnen sich durch ihre hochwertige Verarbeitung und große Sensoren aus, was dazu führt, dass diese Kameras und Objektive vergleichsweise groß sind.

Das Herzstück einer Mittelformatkamera ist zweifellos der große Sensor. Dieser nimmt eine immense Menge an Informationen auf und verfügt über hohe Megapixelzahlen. Dadurch entstehen hochauflösende Fotos, die auch bei großformatigen Ausdrucken in beeindruckender Qualität erscheinen.

Hersteller wie Phase One, Hasselblad, Mamiya und FujiFilm bieten Mittelformatkameras an, die je nach Modell und Ausstattung einen Preisbereich von etwa 6.000 bis 50.000 Euro abdecken. Hier findest du detaillierte Kostenübersicht auf deren Website.

Die Einsatzbereiche der Mittelformatkameras

Mittelformatkameras sind besonders bei Berufsfotografen, wie beispielsweise Reportern im Bereich der Geografie oder Produktfotografen, beliebt. Diese Kameras eignen sich hervorragend für hochwertige Landschaftsaufnahmen und Produktfotografie. Insbesondere im Studio spielt die Größe der Kamera eine untergeordnete Rolle und erlaubt die Nutzung hochwertigerer Ausrüstung.

Sofortbildkameras

Sofortbildkameras haben in jüngerer Zeit wieder den Status erreicht, den sie in den 1980er Jahren hatten. Während damals fast ausschließlich Polaroid Sofortbildkameras vorherrschten, gibt es heute viele Hersteller auf dem Markt.

Die Patente von Polaroid sind vor einigen Jahren ausgelaufen, wodurch eine erhebliche Vielfalt an Sofortbildkameras entstanden ist. FujiFilm hat maßgeblich zum neuen Aufschwung beigetragen und dominiert nun diesen Markt.

Polaroid Kamera
Die erste vollautomatische Polaroid Kamera

Ich kann Sofortbildkameras jedem empfehlen, der gerne Kultfotos macht. Sie machen viel Spaß und versetzen einen in die guten alten Zeiten. Persönlich besitze ich drei dieser Kameras, von denen jede ihren eigenen Charme hat.

Die Polaroid SX-70 ist der Oldtimer in meiner Sammlung. Sie war die erste Polaroid-Kamera, die ein komplett fertiges Bild ausgeben konnte. Die FujiFilm Instax Wide 300 ist meine analoge Breitbild-Sofortkamera. Sie hat eine lustige Optik, aber sie liefert ausgezeichnete Ergebnisse. Und schließlich meine Fujifilm Instax SQUARE SQ 10, eine digitale Sofortbildkamera, die die Anzahl der Fehlaufnahmen reduziert 🙂

In einem Artikel: Die beste Polaroid Kamera (+ Alternativen) findest du ein gute Zusammenfassung.

Einsatzbereiche der Sofortbildkameras

Sofortbildkameras sind eine großartige Ergänzung für Partys, Feiern oder Hochzeiten. Sofortige Bilder, die nur Minuten nach dem Fotografieren vorliegen, haben etwas Besonderes. Sie halten den Moment fest, den man gerade erlebt hat. Auch auf Kindergeburtstagen sind diese preisgünstigen Kameras eine coole Bereicherung.

Drohnen

In den letzten Jahren wurden Drohnen so stark weiterentwickelt, dass sie in einer sehr guten Qualität der breiten Masse angeboten werden können. Bei Drohnen denkt man oft an wunderschön stabilisierte Videos, aber Drohnen sind auch hervorragende fliegende Fotokameras.

Die Perspektiven, die Fotografen durch den Einsatz von Drohnen entdecken, waren früher selbst mit Flugzeugen und Hubschraubern nicht möglich. Aktuelle hochwertige Drohnen sind klein und verfügen über eine rundum Gegenstandserkennung. Sie können sogar in engen Räumen geflogen werden.

Die Entwicklung von Drohnen, insbesondere ihrer Kameras, ist rasant vorangeschritten. Hochwertige Sensoren und Objektive werden immer mehr zum Standard.

Die Entwicklung von Drohnen, insbesondere ihrer Kameras, ist rasant vorangeschritten. Hochwertige Sensoren und Objektive werden immer mehr zum Standard. Die DJI Mavic Pro 2 ist beispielsweise in Zusammenarbeit mit Hasselblad entstanden und verfügt über einen 1-Zoll-CMOS-Sensor mit 20 MP – und das alles in einem kompakten faltbaren Gehäuse.

Was ist gut bei einer Drohne?

  • Es eröffnen sich neue Perspektiven, die vor einigen Jahren nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich waren.
  • Drohnen sind sehr gut geeignet für die Filmaufnahme.
  • Sie ermöglichen eine einzigartige Bildgestaltung, insbesondere bei Selfies aus Positionen, die nur eine Drohne erreichen kann.
  • Moderne Drohnen sind mit fortschrittlicher Technik ausgestattet, die zuverlässig funktioniert, z. B. Hinderniserkennung, Verfolgungsfunktionen und Return-to-Home-Features.
  • Sie unterstützen das RAW-Format.

Was ist nicht so gut bei einer Drohne

  • Hochwertige Drohnen sind teuer, oft über 1000 €.
  • Die Einsatzzeit pro Akku beträgt etwa 20-30 Minuten, was vergleichsweise begrenzt ist.
  • Die Kameras von Drohnen sind teilweise eingeschränkt und haben meist kleine Sensoren mit etwa 12 MP.
  • Drohnen sind empfindlich gegenüber Stürzen.

Einsatzmöglichkeiten für Drohnen

Drohnen werden in der Landschaftsfotografie häufig eingesetzt. Ein Fotograf, den ich besonders schätze, Tobias Hägg, verwendet überwiegend Drohnen für seine Aufnahmen. Seine Fotos sind fantastisch.

Wenn du deine Fotoausrüstung zusammenstellen möchtest, findest du in meinem Artikel „11 Tipps für deine perfekte Fotoausrüstung“ hilfreiche Informationen.

Kamera vor Sand schützen, Kamera vor Staub schützen

Du kennst es vielleicht aus deinem letzten Strandurlaub: Sand und Staub setzen sich überall in deiner Fotoausrüstung ab – auf der Kamera, den Objektiven, in den Taschen und mehr. Und als wäre das nicht genug, gesellen sich auch noch fettige Fingerabdrücke von Sonnencreme dazu. Das ist alles andere als ideal für empfindliche Elektronik und Optik. Aber die gute Nachricht ist, dass die Fotoausrüstung das in der Regel ganz gut verkraftet, zumindest meistens :).

Normalerweise sollte im Inneren der Kamera nichts eindringen, da sie in der Regel recht gut abgedichtet ist. Aber an den offenen Stellen wie dem Display, den Knöpfen und besonders dem Sensor kann Schmutz störend sein. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du deine Fotoausrüstung vor Sand und Staub schützen kannst, um mühsame Staubentfernungen in der Nachbearbeitung zu vermeiden.

Aber wie kannst du verhindern, dass Sand und Staub überhaupt in deine Fotoausrüstung gelangen? Eine gute Methode ist, deine Ausrüstung in Plastiktüten zu verstauen, wenn du sie gerade nicht benutzt. Eine weitere Option ist, zwei Kameras mitzuführen, um Objektivwechsel zu reduzieren. Oder du entscheidest dich für ein Superzoom-Objektiv, das einen breiten Brennweitenbereich abdeckt. Dabei ist die Verwendung eines Schutz- oder UV-Filters ratsam, um die Frontlinse vor mikroskopisch kleinen Abnutzungen zu schützen.

Aber jede dieser Methoden hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Plastiktüten können selbst schmutzig sein, was bedeutet, dass du Schmutz auf deine Ausrüstung übertragen könntest. Das Mitführen von zwei Kameras ist nicht immer praktisch, und Superzooms sind nicht immer qualitativ hochwertig. Schutz- oder UV-Filter können unter bestimmten Bedingungen die Bildqualität beeinträchtigen, insbesondere wenn es sich um minderwertige Filter handelt. Ich werde dir im Verlauf dieses Artikels zeigen, wie du diese Probleme meisterst und deine Ausrüstung optimal schützt.

Fotoausrüstung in Plastik verpacken

Du kennst wahrscheinlich die Problematik: Sand und Staub sind generell Gift für deine Kamera. Insbesondere feiner Wüstenstaub kann so winzig sein, dass er sich in jede noch so kleine Ritze deiner Kamera und deiner Objektive einschleicht. Das kann äußerst ärgerlich sein, denn selbst nach dem Reinigen begleitet dich dieser winzige Sand noch lange.

Da stellt sich die Frage, wie du deine Fotoausrüstung am besten schützen kannst. Eine Möglichkeit, die sich nahezu immer anbietet, sind Plastiktüten oder Beutel. Sie sind kostengünstig und praktisch überall erhältlich. Dennoch gibt es einige Nachteile zu bedenken.

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14 Fehler die du als Fotograf vermeiden kanns

Plastiktüten können leicht reißen. Wenn du das nicht bemerkst, kann ungewollt Schmutz eindringen. Sie können auch umständlich sein und den Fotografieprozess verlangsamen. Gerade in Situationen, in denen es schnell gehen muss, kann es schwierig sein, die Kamera rasch aus der Tüte zu holen. In solchen Momenten liegt der Fokus oft nicht darauf, dass der angesammelte Sand und Staub auf der Tüte nicht auf die Kamera gelangen.

Eine mögliche Lösung ist, die Kamera mit einer Plastiktüte zu umwickeln und dann die Kanten mit Klebeband abzudichten. So bleibt die Frontlinse frei, um Fotos zu machen, während die Kamera gegen Staub geschützt ist. Gleichzeitig sollten Knöpfe und das Display zugänglich bleiben. Das einzige Problem, das noch gelöst werden muss, betrifft den einfachen Austausch von SD-Karten und Akkus.

Dry Bags halten alles weg

Eine umweltfreundlichere Alternative sind sogenannte Dry Bags, die in verschiedenen Größen und Formen erhältlich sind und nicht viel kosten. Diese schützen nicht nur vor Sand und Staub, sondern auch vor Wasser und Regen. Ob sie auch vor Hitze schützen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber sie dürften definitiv besser sein als einfache Plastiktüten.

Wenn du über ein wasserdichtes Gehäuse für deine Kamera verfügst, könntest du dieses ebenfalls in Kombination mit einem Dry Bag verwenden. Allerdings besteht dann die Gefahr von Kratzern oder Sandablagerungen auf dem Gehäuse.

Hier findest du den aktuellen Preis, weitere Informationen, Reviews und Produktfotos

Wenn du nicht bei jeder Gelegenheit deine Kamera auspacken möchtest, ist das Fotografieren mit dem Handy eine praktische Alternative. Moderne Smartphones sind in der Lage, beeindruckende Fotos zu machen, insbesondere wenn du im RAW-Format fotografierst. Ich habe diesem Thema bereits einen eigenen Artikel gewidmet, den du hier lesen kannst.

Regenschutzhüllen schützen auch vor Sand

Regenschutzhüllen sind nicht nur für den Schutz vor Regen gedacht. Tatsächlich können hochwertige Regenhüllen auch effektiv vor Sand und Staub schützen, obwohl sie dafür nicht speziell entwickelt wurden.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass je nach Material und äußeren Bedingungen Regenschutzhüllen die Kamera bei hohen Außentemperaturen erheblich erwärmen können. Dies sollte normalerweise keine Schäden verursachen, da viele Kameras über eingebaute Überhitzungsschutzmechanismen verfügen. Allerdings könnten diese Bedingungen dazu führen, dass keine Fotos gemacht werden können.

Hier findest du den aktuellen Preis, weitere Informationen, Reviews und Produktfotos

Obwohl ich diese Regenschutzhülle von Think Tank in der Wüste noch nicht getestet habe, bin ich der Meinung, dass sie selbst dort funktionieren könnte. Ich habe diese Schutzhülle bereits in meinem Artikel über den Schutz der Kamera vor Regen empfohlen.

Zwei Kameras mit verschiedenen Brennweiten einsetzen

Das Mitführen von zwei Kameras auf Reisen hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Abhängig vom Reiseziel kann es dazu führen, dass du schneller auffällst, da du offensichtlich ein Fotograf mit umfangreicher Ausrüstung bist. Außerdem besteht das Risiko, dass du zwei wertvolle Kameras mit dir trägst, die zum Ziel für Diebe werden könnten.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass nicht jeder problemlos zwischen zwei unterschiedlichen Kameras wechseln kann. Das Tragen und die Einstellungen der Kameras können so ablenkend sein, dass du vielleicht das eine oder andere Motiv verpasst.

Fotokamera-Systemkamera-Sony-Alpha-6000

Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Wenn du jedoch mit den Herausforderungen umgehen kannst, bieten sich einige Vorteile. Du sparst Zeit, die du sonst für Objektivwechsel aufwenden würdest, da verschiedene Brennweiten bereits an den Kameras angebracht bleiben. Darüber hinaus kannst du hochwertige Linsen, einschließlich Festbrennweiten, verwenden, um die Bildqualität zu steigern.

In Bezug auf Sand und Staub ist es wichtig zu wissen, dass ein Objektivwechsel immer kritisch ist. Beim Entfernen des Objektivs besteht die Gefahr, dass Schmutz direkt auf den Sensor oder den Spiegel gelangt. Dies kann sich negativ auf die Qualität deiner Fotos auswirken.

Ein Zoom Objektiv ohne beweglichen Außenteile ist die bessere Wahl

Die meisten Superzoom-Objektive weisen qualitativ nicht die gleiche Hochwertigkeit auf wie herkömmliche Zoom- oder Festbrennweitenobjektive. Diese geringere Qualität wird oft akzeptiert, um den erweiterten Brennweitenbereich zu nutzen. Insbesondere Reisende, die häufig Wind und Staub ausgesetzt sind, schätzen die Vielseitigkeit eines Superzoom-Objektivs. Dies spart nicht nur Zeit beim Wechseln der Objektive, sondern auch Gewicht und Platz im Vergleich zu einem Satz einzelner Objektive oder gar zwei Kameras.

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die meisten Superzooms so konstruiert sind, dass sich das Objektiv während der Fokussierung aus- und einfährt. Bei nicht perfekt abgedichteten Objektiven besteht die Gefahr, dass Staub und Sand eindringen. Dieser Schmutz kann sich im Inneren auf den Linsen absetzen und die Bildqualität beeinträchtigen.

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Eine Alternative sind Zoomobjektive mit einer Innenfokussierung bei denen sogar beim Zoomen sich die Objektivlänge nicht verändert. Manchmal decken diese sogar einen größeren Brennweitenbereich ab. Zwar nicht so groß wie ein Superzoom, aber man sollte schon die Frage stellen wie weit muss es tatsächlich gehen. Ein Blick auf eine Statistik in deiner Medialibrary verrät dir wieviele Fotos du im hohen Brennweitenbereich gemacht hast. Alternativ kannst du das bewusst mal achten wie oft du zum Beispiel ab 150mm fotografierst. Sind es nur wenige Prozent, dann können diese bei einer hohen Auflösung der Kamera sogar gecroppt werden.

Eine Alternative zu herkömmlichen Superzooms sind Zoomobjektive mit Innenfokussierung. Bei diesen Objektiven ändert sich die Länge des Objektivs nicht, selbst wenn du zoomst. Manche dieser Objektive decken vielleicht nicht den extrem großen Brennweitenbereich eines Superzooms ab, aber sie können dennoch eine erweiterte Flexibilität bieten. Frage dich einmal, wie oft du tatsächlich im hohen Brennweitenbereich fotografierst. Ein Blick auf die Statistik in deinem Bildarchiv könnte Aufschluss darüber geben. Wenn es nur wenige Prozent sind, könnten diese Aufnahmen bei hoher Kameraauflösung sogar zugeschnitten werden.

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Sony 18-105mm F4

Das Sony APS-C Reise-Zoom schlechthin!

Zoomobjektive mit Innenfokussierung, bei denen sich die Frontlinse nicht bewegt, sind in der Regel sehr gut gegen das Eindringen von Sand und Staub geschützt. Für Einsätze in staubigen Umgebungen bevorzuge ich beispielsweise mein Sony SELP18105G-Objektiv. Es deckt den Bereich von 18-105 mm APS-C ab, was den Großteil meiner Aufnahmen abdeckt. Dieses Objektiv bietet eine gute Qualität und eine konstante Blende von f/4.

Objektiv-Schutzfilter oder UV-Filter

In der Wüste oder auch an windigen Küstenregionen kann der Wind so stark sein, dass er das Frontglas eines Objektivs regelrecht sandstrahlt. Dies ist mit bloßem Auge möglicherweise nicht sofort erkennbar, aber unter einem Mikroskop können kleine Kratzer auf dem Glas sichtbar werden. Diese Kratzer führen dazu, dass das Objektiv an Klarheit und Schärfe verliert. Wenn keine Schutzmaßnahmen ergriffen werden, besteht die Gefahr, dass sogar die Frontlinse des Objektivs ausgetauscht werden muss.

Hier kommen Schutzfilter oder UV-Filter ins Spiel, die dazu beitragen können, Objektive zu schützen. Sie sind in der Regel kostengünstiger als die Objektive selbst und können im Bedarfsfall ausgetauscht werden. Allerdings ist zu beachten, dass günstige Filter in den seltensten Fällen empfohlene Optionen sind, da sie zu Qualitätsverlusten führen können.

Jedes zusätzliche Glas oder Kunststoff, sei es in Form eines Filters, sollte qualitativ mindestens genauso hochwertig sein wie das Objektiv, auf dem es verwendet wird. Andernfalls kann ein minderwertiger Filter unerwünschte Reflexionen oder sogar Farbverschiebungen verursachen.

Ein weiterer Vorteil von Filtern ist der Schutz des Objektivs vor Stößen. Selbst mir ist es schon einmal passiert, dass meine Kamera direkt auf das Objektiv gefallen ist. Der UV-Filter hat den Aufprall zwar nicht überlebt, aber das Objektiv blieb unbeschädigt.

Ein Nachteil von Filtern ist, dass sie in der Regel für jedes Objektiv einzeln erworben werden müssen, da Objektive unterschiedliche Durchmesser haben. Je nachdem, wie viele Objektive du besitzt, kann dies eine erhebliche Investition in Filter bedeuten. Es kann auch die Frage aufkommen, ob hochwertige Objektive durch minderwertige Filter in ihrer Leistung beeinträchtigt werden.

Ob die Verwendung eines UV-Filters grundsätzlich sinnvoll ist oder nicht, bleibt eine persönliche Entscheidung. In einem von mir verfassten Artikel erkläre ich ausführlicher, warum ich persönlich der Meinung bin, dass UV-Filter für mich keinen Sinn ergeben.

Meine persönliche Vorgehensweise

Ich persönlich verwende Plastiktüten nur in Ausnahmefällen und setze lieber auf umweltfreundlichere Alternativen. Ich finde Plastiktüten etwas umständlich und versuche, soweit wie möglich auf den Einsatz von Plastik zu verzichten. Stattdessen bevorzuge ich im Urlaub am Meer beispielsweise Dry Bags. In diesen wasserdichten Beuteln bewahre ich meine Kamera, mein Handy und andere elektronische Geräte sicher auf. Dry Bags sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern bieten auch Schutz vor Wasser, Regen und – je nach Material – auch vor Sand und Staub.

Des Weiteren habe ich im Laufe der Zeit bestimmte Kamera-Objektiv-Kombinationen festgelegt, auf die ich immer wieder zurückgreife. Meine wichtigsten Kameras sind mit E-Mount-Objektiven kompatibel und bieten mir somit eine gewisse Flexibilität.

Sony Alpha 6500

Die klassische Sony APS-C Systemkamera mit IBIS!

In den meisten Fällen habe ich meine Hauptkamera in Kombination mit dem Sony 17-70 F2,8-Objektiv dabei. Wenn ich zusätzlich eine längere Brennweite benötige, nehme ich meine zweite Kamera mit einem Tele-Objektiv mit. Falls die Lichtverhältnisse schwierig sind, wechsle ich beispielsweise auf meiner zweiten Kamera zu einem Sigma 16mm F1,4-Objektiv. Ist dies zu weit, greife ich auf das Sony 50mm f1.8-Objektiv zurück.

Sigma-E-Mount-SIG16F14-Objektiv-Front

Sigma 16mm F1.4

Das Sigma Weitwinkel-Objektiv schlechthin!

Vor jeder Reise oder Fotoausflug überlege ich mir, was ich fotografieren möchte und wie die Lichtverhältnisse voraussichtlich sein werden. Auf dieser Grundlage kann ich schnell die passende Kombination auswählen, die speziell für den jeweiligen Einsatzzweck geeignet ist. Dies ermöglicht mir eine flexible und effiziente Vorbereitung auf meine Fotoprojekte.

Schnelle Fotobearbeitung mit Capture One Styles

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Bildbearbeitung in Capture One. Als ich zum ersten Mal von Capture One Styles hörte, war ich skeptisch und hielt an meiner Überzeugung fest, dass jedes Bild eine individuelle, manuelle Bearbeitung verdient. Doch im Laufe der Zeit habe ich erkannt, wie unverzichtbar Styles für meine Fotografie geworden sind. Sie haben meinen Auswahl- und Bearbeitungsprozess erheblich beschleunigt und unterstützt.

Capture One Styles sind vorgefertigte Vorlagen oder Presets, die in Capture One angewendet werden können, um den Bearbeitungsprozess zu optimieren. Mit ihnen lassen sich Parameter wie Kontrast, Schärfe, HDR, Vignette, Farben, Tonwerte und viele weitere Einstellungen in einer Datei speichern und beliebig oft abrufen. Diese Styles werden oft in Kollektionen organisiert und repräsentieren oft einen bestimmten Stil oder ein Thema.

In meinem Blogbeitrag werde ich dir meine persönlichen Erfahrungen mit Capture One Styles teilen und aufzeigen, wie sie die Art und Weise, wie ich meine Fotos bearbeite, verändert haben. Von der anfänglichen Skepsis bis zur vollen Begeisterung – ich werde meine Reise durch die Welt der Styles und deren Auswirkungen auf meine Fotografie mit dir teilen. Erfahre, warum auch du Capture One Styles in Betracht ziehen sollten, um deine Bildbearbeitung zu optimieren und deine kreativen Möglichkeiten zu erweitern.

Warum sind Capture One Styles so wichtig?

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Du fragst dich sicher, warum ich Capture One Styles als eine entscheidende Komponente in meiner Bildbearbeitung betrachte. Hier sind die Hauptgründe, aus denen ich nicht mehr auf sie verzichten möchte:

  1. Beschleunigte Bildbearbeitung: Du wirst überrascht sein, wie rasant dein Bearbeitungsprozess mit Styles wird. Diese Vorlagen bieten eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für die Bearbeitung, da viele grundlegende Einstellungen wie Kontrast, Schärfe und Farben bereits schon relativ gut eingestellt sind. Allerdings ist es oft eine Herausforderung, ein Style zu finden, der für alle Bilder passt. Hier kommen individuelle Anpassungen und Feinabstimmungen ins Spiel, um die ideale Kombination zu erreichen.
  2. Kreation eigener Stile: Mit Styles kannst du deine ganz eigenen Bildbearbeitungsstile erstellen, die deine Galerie oder dein Profil einheitlich und stimmig wirken lassen. Besonders in Bezug auf Farben sind sie von großer Bedeutung, da das „Color Grading“ in der Bildbearbeitung immer wichtiger wird. Capture One bietet umfassende Möglichkeiten zur Anpassung von Farben und Tonwerten, die jedoch Übung und Kenntnisse vor allem über Farbkontraste erfordern.
  3. Neue Perspektiven: Styles eröffnen dir völlig neue Ansätze in der Bildbearbeitung. Du wirst überrascht sein, wie oft du zufällig über einen Style fährst und dein Bild dadurch plötzlich großartig aussieht. Bei Fotos, bei denen du unsicher bist, wie du sie bearbeiten sollst, probiere einfach alle verfügbaren Styles aus. Manchmal funktionieren gerade diejenigen, von denen du es am wenigsten erwartest.
  4. Unterstützung bei der Bewertung: Rohbilder wirken oft flach und unscharf, wenn sie noch nicht bearbeitet wurden. Die richtige Beurteilung der Bildqualität ist daher schwierig. Die Verwendung farbneutraler Styles unmittelbar nach dem Import ermöglicht eine schnellere Bewertung der Fotos. Dies kann sogar in einem Batch-Verarbeitungsschritt für alle importierten Bilder erfolgen.

Der Mythos: mit einem Klick ist das Foto bearbeitet

Du magst dich fragen, ob es tatsächlich möglich ist, Fotos mit nur einem Klick perfekt zu bearbeiten. Tatsächlich komme ich immer näher an diesen Punkt heran, vermutlich, weil ich darauf achte, Fotos unter ähnlichen Lichtbedingungen aufzunehmen. Styles sind darauf ausgerichtet und funktionieren oft erstaunlich gut.

Zusätzlich ist die Vorschau-Funktion ein echter Segen. Wenn du mit der Maus über einen Style fährst, zeigt das Programm eine nahezu sofortige Vorschau der bearbeiteten Version des Fotos, abhängig von der Rechenleistung deines Computers.

Die Antwort auf die Frage, ob du wirklich mit einem Klick ein fertiges Bild erhältst, lautet: Ja, es funktioniert! Allerdings sind Styles in erster Linie als Ausgangspunkt gedacht, um individuelle Anpassungen oder Ergänzungen vorzunehmen, um das endgültige Foto zu erhalten.

Persönlich benötige ich, wenn alles perfekt läuft, nur zwei Klicks. Bevor ich einen Style anwende, lasse ich Capture One automatisch eine Grundkorrektur anwenden. Die Auto-Korrekturfunktion von Capture One ist wirklich ausgezeichnet und dient als solide Basis für meine Styles.

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Persönlich brauche ich, wenn es perfekt läuft, zwei Klicks. Denn bevor ich einen Style anwende, lass ich meine Fotos erstmal von Capture One automatisch korrigieren. Ich finde, dass Capture One eine sehr gute Autokorrektur hat, die als Basis für meine Styles dienen. 

Styles als Bereicherung für deine Fotobearbeitung und Empfehlungen

Styles sind zweifellos eine bemerkenswerte Bereicherung für die Fotobearbeitung und können als ausgezeichneter Ausgangspunkt dienen. Ich persönlich nutze verschiedene Style-Pakete und möchte einige davon besonders empfehlen:

1. AllinOne Styles Collection

Die „All In One“ Style Collection by Volker Rastel, enthält:

  • 15 Styles: darunter 7 verschiedene Farbkombinationen, 4 dramatische Stile und 4 Schwarz-Weiß-Stile.
  • 15 Einstellungen: Hier kannst du Lichter, Tiefen, Schärfe, Körnung und vieles mehr feinabstimmen.
  • 15 RAW-Beispiele: Für jeden Style gibt es ein passendes RAW-Beispiel.

Diese Kollektion bietet nicht nur grundlegende Styles, sondern auch Einstellungen, die in Kombination mit den Basiseinstellungen der Styles funktionieren. Das ermöglicht es, Kontrast, Tiefen oder Schärfe auf verschiedene Arten anzupassen. Die mitgelieferten RAW-Beispiele sind perfekt zum Üben und zeigen, welche Farbkombinationen am besten zu den verschiedenen Styles passen.

Die „All In One“ Style Collection
für Capture One!

15 coole Styles für kreative Fotos!

Spare 38% wenn du heute bestellst!

Dieses Paket entfaltet sein volles Potenzial vor allem bei Fotos mit weichem Licht. In der Regel ist weiches Licht in der Fotografie immer empfehlenswert, abgesehen von wenigen Ausnahmen. Wenn du mehr über das Fotografieren zur besten Tageszeit erfahren möchtest, schau dir meinen Artikel über „die beste Zeit zum Fotografieren“ dazu an.

Preislich liegt dieses Paket eher im mittleren Segment und bietet meiner Meinung nach ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

2. Mastin Labs Styles

Kirk Mastin bietet verschiedene Style-Pakete an, die klassische analoge Filme wie Ektar 100, Gold 200, Fuji 400H, Fuji 800Z und andere nachempfunden haben. Im Gegensatz zu den meisten Anbietern von Retro-Styles ist Kirk ein erfahrener Fotograf, der sich intensiv mit analoger Fotografie beschäftigt hat und diese alten Filme und Scanner bestens kennt.

Diese Pakete eignen sich hervorragend für Hochzeitsfotos, Familienporträts und ähnliche Anlässe. Beachte jedoch, dass die Preise für seine Style-Kollektionen recht hoch liegen und vor allem Profis ansprechen.

Mit rund 99 € pro Paket sind sie nicht gerade günstig, aber manchmal sind nur wenige, aber hochwertige Styles ausreichend.

3. Phase One Styles

Der Hersteller von Capture One, Phase One, bietet auf seiner Website mehrere Style-Pakete von renommierten Fotografen an. Diese Kollektionen sind gut beschrieben und können auch im Bundle mit oder ohne Capture One erworben werden.

Die vielseitige Anwendbarkeit von Capture One Styles

Neben der Zeitersparnis und der Möglichkeit, deinen individuellen Stil zu entwickeln, bieten Capture One Styles noch weitere Vorteile:

  1. Konsistenz in deiner Fotografie: Styles ermöglichen es dir, einen einheitlichen Look in deiner gesamten Fotografie zu wahren. Diese visuelle Konsistenz ist besonders wichtig, wenn du einen eigenen Markenstil entwickeln möchtest.
  2. Experimentierfreude und Kreativität: Styles inspirieren zur Experimentierfreude. Du kannst verschiedene Stile auf dasselbe Bild anwenden, um zu sehen, wie unterschiedlich es dadurch wirkt. Dies fördert deine Kreativität und ermutigt dich, mit verschiedenen Bearbeitungsansätzen zu spielen.
  3. Anpassung an unterschiedliche Situationen: Styles sind äußerst flexibel. Du kannst sie auf verschiedene Arten nutzen, abhängig von der Art deiner Fotografie. Ob Porträtfotografie, Landschaftsaufnahmen, Hochzeitsfotos oder Architekturaufnahmen – es gibt Styles, die sich für jeden Bereich eignen.
  4. Effizientes Arbeiten bei Serienaufnahmen: Wenn du eine Serie von Fotos mit ähnlichen Lichtverhältnissen und Einstellungen aufnimmst, kannst du Styles auf mehrere Bilder gleichzeitig anwenden. Dies spart enorm viel Zeit, da du nicht jedes Bild individuell bearbeiten musst.

Die „All In One“ Style Collection
für Capture One!

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Herausforderungen bei der Nutzung von Styles

Obwohl Capture One Styles viele Vorteile bieten, gibt es auch einige Herausforderungen zu beachten:

  1. Over-Editing vermeiden: Die Verwendung von Styles kann dazu führen, dass Fotos überbearbeitet werden, insbesondere wenn du dazu neigst, zu viele Styles auf ein Bild anzuwenden. Es ist wichtig, die Balance zu finden und sicherzustellen, dass die Bearbeitung den Charakter des Originalbildes bewahrt.
  2. Die Gefahr der Abhängigkeit: Wenn du zu stark auf Styles vertraust, könntest du die Grundlagen der Bildbearbeitung vernachlässigen. Es ist ratsam, gleichzeitig deine Fähigkeiten in der manuellen Bildbearbeitung zu entwickeln, um unabhängiger von Styles zu werden.
  3. Styles für dein Publikum auswählen: Nicht alle Styles sind für jedes Publikum oder jeden Verwendungszweck geeignet. Wenn du Fotos für kommerzielle Projekte oder Kunden bearbeitest, ist es wichtig, Styles sorgfältig auszuwählen, um die Anforderungen deiner Zielgruppe zu erfüllen.
  4. Aktualisierung und Erweiterung: Die Welt der Bildbearbeitung und Styles entwickelt sich ständig weiter. Es ist wichtig, deine Sammlung von Styles regelmäßig zu aktualisieren und neue Stile zu erkunden, um mit den aktuellen Trends Schritt zu halten.

Die Bedeutung des Ausgangsbildes

Ein entscheidender Hinweis zur Verwendung von Styles: Sie funktionieren am besten, wenn das Ausgangsbild von hoher Qualität ist. Styles können keine Wunder vollbringen und sind bei schlechten Aufnahmen wenig effektiv. Gute Fotos erfordern gutes Licht, passende Kontraste, eine gelungene Perspektive und vieles mehr. Weitere Tipps zur Fotografie findest du in meinem Artikel: 36 Fotografie Tipps

Für wen eignen sich Capture One Styles?

Styles sind für jeden Fotografen geeignet, egal ob du Anfänger oder Profi bist. Sie können dir anfangs bei der Bildbearbeitung helfen, sei es, um einen einheitlichen Stil zu erzeugen oder deinen Workflow zu beschleunigen.

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Gerade zu Beginn der Bildbearbeitung fühlt man sich oft überwältigt:

  • Wo fange ich an?
  • Was bedeuten all diese Regler?
  • In welcher Reihenfolge sollte ich vorgehen?
  • Wie sollte mein Bearbeitungsworkflow aussehen?

Capture One Styles erleichtern den Einstieg und ermöglichen es dir, sofort beeindruckende Ergebnisse zu erzielen, selbst wenn du gerade erst mit der Bildbearbeitung beginnst.

Styles können am Anfang der Bildbearbeitung eine unschätzbare Hilfe sein, insbesondere wenn du in RAW fotografierst, da diese Fotos entwickelt werden müssen. Doch im Laufe der Zeit wirst du die Regler immer besser verstehen und wiederkehrende Einstellungen entwickeln, die sowohl zu deiner Kamera als auch zu deinem individuellen Geschmack passen.

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Erfahrene Bildbearbeiter gehen sogar einen Schritt weiter, indem sie eigene Styles erstellen oder vorhandene Styles so anpassen, dass sie ihren ganz persönlichen Vorlieben entsprechen. Dies erfordert ein kontinuierliches Lernen, Testen und Feinabstimmen, was letztendlich zu Styles führt, die perfekt funktionieren.

Können Capture One Styles auf viele Bilder angewendet werden?

Die klare Antwort lautet: Ja! Zwei meiner Styles aus der AllInOne Style Collection für Capture One sind für erstaunliche 95% meiner Bilder geeignet. Dabei ist wie erwähnt zu beachten, dass die meisten dieser Aufnahmen unter ähnlichen Lichtverhältnissen entstanden sind. Bei Fotos, die in der Mittagssonne aufgenommen wurden, funktionieren diese Styles jedoch nur bedingt.

Andere Styles, insbesondere solche, die die Farben verändern, passen nur zu bestimmten Bildern. Zum Beispiel passt mein „Dramatic Pink“ vielleicht nur zu 20% meiner Fotos, jedoch verleiht er diesen eine einzigartige Ausstrahlung.

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Und dann gibt es die speziellen Capture One Styles, die nur für 3-5% meiner Fotos geeignet sind. Diese Styles sind vor allem für kontraststarke Luftaufnahmen gedacht und kommen selten zum Einsatz, sind aber äußerst wirkungsvoll bei Landschaftsaufnahmen.

Kostenlose vs. kostenpflichtige Capture One Styles

Capture One wird bereits mit eigenen kostenlosen Styles geliefert, die dir einen guten Einstieg in die Bildbearbeitung bieten. Gelegentlich findest du auch andere kostenlose Style-Pakete zum Download.

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Jedoch ist es ähnlich wie bei anderen Themen: Kostenlose Styles sind großartig, um loszulegen, aber wenn du ernsthafte Bildbearbeitung mit Capture One betreiben möchtest, kommst du wahrscheinlich nicht um kostenpflichtige Styles herum.

Gute Styles sind aufwendig in der Erstellung und erfordern umfassende Kenntnisse in Bereichen wie Bildbearbeitung, Farben, Color Grading, Kontraste und vieles mehr. Wie bei jedem Produkt stecken in ihnen Aufwand und oft auch Investitionen (z.B. in andere Style-Pakete, Bücher oder Kurse).

RAW Originalbild aus er Kamera
Automatische Anpassungen mit Capture One

Capture One Styles installieren

Die Installation von Capture One Styles ist ein unkomplizierter Vorgang. Du gehst einfach zu „Stile und Voreinstellungen“, wählst „Stile importieren“ und suchst deine Styles aus. Anschließend sind sie in Capture One verfügbar und können sofort angewendet werden.

Integration von Styles in den Capture One Workflow

Styles lassen sich nahtlos in deinen Bildbearbeitungs-Workflow integrieren und können diesen erheblich unterstützen. In einem ausführlichen Artikel über meinen Capture One Workflow erkläre ich diesen Prozess im Detail.

Fazit

Capture One Styles sind eine unverzichtbare Ressource für Fotografen auf jedem Erfahrungslevel. Sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, deinen Bildbearbeitungsprozess zu beschleunigen, kreativ zu experimentieren und einen konsistenten Stil in deiner Fotografie zu etablieren. Ob du sie für den Einstieg nutzt oder deine eigenen Stile entwickelst, sie werden zu einem wertvollen Werkzeug in deinem fotografischen Repertoire. Denk daran, dass sie zwar eine großartige Unterstützung bieten, aber nicht die kritische Aufnahme- und Bildauswahl ersetzen können. Mit der richtigen Balance zwischen manueller Bearbeitung und Styles erzielst du die besten Ergebnisse in deiner Fotografie.

Der Capture One Workflow (komplett)

Als jahrelanger Nutzer von Capture One als primäres Bildbearbeitungsprogramm, habe ich mir inzwischen ein routinierter Capture One Workflow eingerichtet, der sehr effektiv ist, mir viel Zeit spart und mit dem ich sehr gute Ergebnisse erzielen kann.

Da die Bildbearbeitung und Bildverwaltung sehr zeitaufwendig ist, kannst du mit einem optimierten Workflow viel Zeit sparen. Ich verfolge hier so gut es geht das Pareto-Prinzip 20-80, das bedeutet 20% Aufwand und 80% Ergebnis. Das funktioniert natürlich nicht für alle Bilder, denn einige erfordern nach wie vor etwas mehr Zeit. Aber für die Masse der Bilder reicht das völlig aus.

Mein Capture One Workflow beinhaltet sechs Schritte:

  1. Import der Fotos in Capture One (Session oder Katalog)
  2. Fotos bewerten und aussortieren mit Capture One
  3. Die RAW Entwicklung und die Bildbearbeitung in Capture One
  4. Die Verschlagwortung in Capture One
  5. Archivierung und Export in Capture One
  6. Die Publikation, Prints oder Diashow

So, jetzt bist du wahrscheinlich etwas verunsichert, was alles für ein Bild gemacht werden muss. Es gibt jedoch einige Tricks und Hacks, aber auch Funktionen in Capture One, mit deren Hilfe du ganz schnell zu einem guten Ergebnis kommen kannst. Batch-Abläufe spielen zum Beispiel eine wichtige Rolle, damit dieser Workflow routiniert und optimiert ablaufen kann.

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Capture One? Was ist das? So ähnlich klangen noch vor einigen Jahren die Fragen, wenn ich Capture One als RAW-Entwickler und Fotodatenbank empfohlen habe. Tja, inzwischen hat sich das geändert und Capture One ist ein weltweit anerkanntes, sehr professionelle Verwaltungs- und Bearbeitungssoftware für RAW Bilder und JPG welches sowohl professionellen Fotografen als auch Hobbyfotografen erreicht hat.

Ich nutze Capture One jetzt schon seit vielen Jahren. Da Capture One eine eigene Bedienoberfläche hat und sich von Lightroom zum Beispiel unterscheidet, musste ich mich am Anfang daran gewöhnen. Aber ich fad relativ schnell rein und inzwischen läuft alles sehr gut mit dieser Software. Die Ergebnisse sind auch sehr gut, denn Capture One ist auch der beste RAW Konverter am Markt.

Diese Punkte haben mich damals so überzeugt, dass ich mich für Capture One statt dem Photoshop Lightroom entschieden habe. Es war keine einfache Entscheidung, mehr Details dazu kannst du am Ende des Artikels finden.

Warum brauche ich einen Capture One Workflow?

Ein Workflow ist wichtig, um deine Fotos relativ schnell nach einem bestimmten Schema zu bearbeiten. Die Routine spart zusätzlich noch viel Zeit und je früher du mit einem Workflow startest, umso schneller wird es zu einer Routine.

1. Import der Fotos in Capture One (Session oder Katalog)

In Capture One können Fotos in Sessions oder in Kataloge importiert werden. Zunächst einmal möchte ich ganz kurz den Unterschied zwischen Session und Katalog erklären. Eine Session ist eine gekapselte komplette Umgebung für eine bestimmte Fotosession. Diese kann ein Kundenprojekt, eine Hochzeit, ein Ausflug oder eine Reise sein. In der Session werden alle Einstellungen, Styles, RAW Fotos, Exporte in deiner Verzeichnisstruktur verwaltet. Diese kann einfach kopiert, dupliziert oder auch versendet werden.

Ein Katalog ist im Gegenzug eine Sammlung von Fotos in einer größeren Bibliothek, um alles an einem Ort zu haben. In einem Katalog können übergreifenden Fotovergleiche, Sortierungen und Filterung besser als über Sessions vorgenommen werden. Im Gegensatz zu Sessions sind jedoch Kataloge, vor allem große Kataloge nicht so performant.

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Die Entscheidung, ob Session oder Kataloge verwendet werden sollen, hängt davon ab, wie deine Arbeitsweise ist. Beide haben ihre Daseinsberechtigung und beide haben Vor- und Nachteile.

Persönlich nutze ich einen Mix zwischen ganz wenig Session und einem großen Katalog. Für ausführliche Tutorials auch zu diesem Thema kannst du den Learning-Hub auf der Capture One Seite besuchen.

Der Import

Der Import hat eine Einschränkung: Fotos können nicht direkt vom Smartphone importiert werden, selbst wenn diese in RAW fotografiert wurden. Diese müssen erst, als Dateien auf deine Festplatte liegen, um von da aus importiert werden zu können. Wenn die Smartphone-Fotografie für dich ein Thema ist, dann findest du hier 3 einfache Schritte für herausragende Smartphone-Fotos.

Capture One Workflow: Import
Capture One Workflow: Import

Folgende Einstellungen nehme ich beim Importieren der Fotos vor:

  • Alle neuen Dateien werden zunächst im Katalog gespeichert und somit physisch auf meiner integrierten SSD Festplatte
  • Ich benenne alle Fotos nach dem Format YYYY-MM-TT HH-MM-SS um. Zum einen kann ich sehr schnell im Titel sehen, wann das Foto aufgenommen wurde, zum anderen ist das sehr hilfreich, wenn Fotos von verschiedenen Kameras (auch Handys) zusammengelegt werden. Falls die Uhrzeit nicht stimmen sollte, markiere ich mir im Nachhinein alle Fotos der Kamera mit falscher Uhrzeit und benenne diese mit der Stapelfunktion manuell um. Ein weiterer Grund für das Datum im Namen ist die Sortierung, insbesondere beim Export.
  • Standardmäßig setze ich das Copyright auf: © Volker Rastel (bei Bedarf oder im weiteren Workflow kann es noch geändert werden)
  • Bei den Anpassungen verwende ich einen eigenen Stil, in dem ich allgemeine Grundeinstellungen für die RAW Entwicklung gespeichert habe. Damit werden die Fotos beim Import schon schärfer und bekommen etwas mehr Kontrast, eine leichte Vignette und ein eigener Farbstil. Ebenfalls schneide ich die Fotos auf 16:9 so wie auch die Bildkomposition erfolgte.
  • Eine automatische Anpassung und das Übernehmen der bestehenden Einstellung macht das Capture One meiner Meinung sehr gut und setze ich auch bei über 90% meiner Fotos ein. Lediglich bei dunkle Fotos oder Nachtfotos hellt das Capture One zu stark auf.

Die Automatische „Vorab“-Entwicklung für die Bewertung ist wichtig

Um schnell importierte Fotos richtig bewerten zu können, verwende ich eine Reihe von Styles, die meine Fotos optimieren. Neben Schärfe, Kontrast, Kurve und sonstige Basiseinstellungen der RAW Entwicklung habe ich auch verschiedene Farbkorrekturen oder Farbanpassungen, die meinen Fotos einen eigenen Look verpassen.

Diese Styles habe ich über die Jahre immer wieder feiner angepasst, sodass einige von ihnen bei 90% meiner Fotos funktionieren. Diese Styles sind ein wichtiger Bestandteil meiner Capture One Workflows geworden und sparen mir sehr viel Zeit.

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2. Fotos bewerten und aussortieren mit Capture One

Nachdem die Fotos bei Importieren schon einige Grundeinstellungen erhalten haben, können jetzt die guten Fotos von den schlechten relativ schnell gefiltert werden. Ich gehe sie einzeln mit den Links-Rechts-Tastaturbefehlen durch und bewerte sie mit Sternchen. Mit den Tastaturtasten 1-5 geht es sehr schnell. Mehrere gleiche Aufnahmen aus derselben Position schaue ich mir an und wähle dann im Browser das beste Foto raus.

Capture One Workflow: Bewertung
Capture One Workflow: Bewertung

In der Werkzeugleiste unter „Benutzer Sammlungen“ habe ich einige intelligente Ordner hinterlegt in denen meine Fotos, abhängig vom Bearbeitungsstatus automatisch weiter verschoben werden. Mein erstes Verzeichnis ist: „10 bewerten“. Hier werden alle Fotos angezeigt, die keine Bewertung haben, ganz oben finde ich meine ältesten Fotos.

Wenn alle guten Fotos einer Session bewertet sind, bleiben in diesem Verzeichnis nur noch Fotos gelöscht werden können.

3. Die RAW Entwicklung und -Bearbeitung mit Capture One

Die bewerteten Fotos werden zuerst entwickelt und bearbeitet. Die RAW Entwicklung und RAW Bearbeitung gehen manchmal ineinander. Bei den meisten meiner Fotos funktioniert die RAW Entwicklung schon durch die Anwendung meines Standard-Styles „VR 02 – Kodak Blue“ sehr gut. Die automatische Anpassung von Capture One gleicht die Bilder im Vorfeld so gut aus, dass viele nicht mehr nachbearbeitet werden müssen.

Nur bei wenigen Bildern ziehe ich die Tiefen etwas höher oder die Höhen runter. Ansonsten stelle ich die Fotos noch gerade, entferne Flecken und wähle den perfekten Bildausschnitt. Styles sind keine Allheilmittel, bieten aber eine gute Ausgangsbasis.

Wenn ich meine Bilder manuell und ohne Styles bearbeiten muss, dann versuche immer den Bildausschnitt, den Weißabgleich, Kontrast, Schärfe und den Rest der RAW Entwicklung zuerst durchzuführen, bevor ich zur Farbbearbeitung und Fleckenentfernung komme.

Die Werkzeug-Seitenleiste kann auf Wunsch individuell so angepasst werden, dass die gewünschten Werkzeuge in einer gewünschten Reihenfolge angezeigt werden. Das hilft einen einheitlichen Prozess für die RAW Entwicklung zu setzten, der den Workflow optimieren kann.

Capture One Workflow: RAW-Entwicklung
Capture One Workflow: RAW-Entwicklung

Den Kontrast ziehe ich immer etwas höher. Die Sättigung dafür runter. Lichter und Tiefen werden bei Bedarf angepasst. Wenn Stellen zu hell sind, dann erhöhe ich die Lichter. Sind einige Stellen zu dunkel, erhöhe ich die Tiefen. Das muss pro Foto individuell gemacht werden und funktioniert bei RAW Files sehr gut. Es ist erstaunlich, wie viele Details in RAW Bilder stecken, die wir so nicht sehen.

Über die Jahre habe ich mir eine Sammlung an Standardeinstellungen erstellt, die im Style Paket enthalten sind. So kann ich mit wenigen Mausklicks sehr schnell verschiedene Einstellungen für Höhen, Tiefen, Kontrast, Schärfe aber auch Körnung und Bildausschnitt anwenden.

Der Weißabgleich wird in der Capture One Autokorrektur relativ gut gesetzt und meistens übernehme ich ihn, zumindest für Bilder mit max. 3 Sterne. Bei den 4-5 Sterne passe ich ihn noch mal an. Der richtige Weißabgleich (wenn es überhaupt einen richtigen gibt, manchmal ist es auch ein subjektives Empfinden) ist nicht ganz einfach zu setzten, denn mit den zwei Reglern Kelvin und Farbton können unendlich viele Kombinationen erreicht werden. Bei Porträts versuche ich mit Kelvin die richtige Hautfarbe, anschließend mit dem Farbton eine graue Stelle auf neutral zu treffen.

Die Tonwerte (leicht bläulich bei meinem Stil) und die S-Kurve bleiben fast immer so, wie sie in meinen Styles hinterlegt sind. Die Klarheit reduziere ich immer, um ein weicheres Bild zu bekommen und hinzukommt noch eine leichte Vignettierung.

Die „All In One“ Style Collection
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Schärfe und Rauschreduzierung werden nach Bedarf angepasst, dafür ist die Lupe wichtig. Zusätzlich entferne ich die Flecken und bearbeite gegebenenfalls die Farben im Farbeditor.

Weitere Informationen zu Styles findest du in meinem Artikel: Capture One Styles: eine schnelle und kreative Bildbearbeitung.

Gute Styles sind nicht günstig, können, aber wenn sie passen, sehr viel Zeit sparen und sehr kreativ sein. Es hängt auch davon ab, wie und in welchem Umfang du die Fotos bearbeitest.

4. Die Verschlagwortung in Capture One

Die Verschlagwortung in Capture One ist wirklich gut. Man kann eine Schlagwörter-Struktur und -Bibliothek anlegen. Diese Struktur ist später auch im Filter sichtbar und ist gerade bei große Kataloge sehr hilfreich.

Capture One Workflow: Verschlagwortung
Capture One Workflow: Verschlagwortung

Für die Verschlagwortung habe ich gleich zwei intelligente Alben hinterlegt. Im ersten Album: „20 Verschlagwortung“ verschlagworte ich alle Fotos, wobei ich ähnliche Fotos mit Mehrfachauswahl gleichzeitig bearbeite.

Im zweiten Album verschlagworte ich alle Fotos mit der Bewertung (1Star, 2Star, …) und bearbeite oder füge weitere Informationen wie Copyright hinzu. Jetzt sind die Fotos fertig für den Export.

5. Archivierung und Export in Capture One

Für den Export können in Capture One verschiedene Profile hinterlegt werden, in denen die gewünschten Einstellungen wie Größe, Verzeichnis, Qualität, u.a. einmalig gespeichert und jedes Mal herangezogen werden können. Selbst eine Signatur in Form eines PNG oder besser gesagt ein Wasserzeichen kann pro Profil hinterlegt werden.

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Ich habe hier mehrere Profile erstellt, nutze aber eigentlich nur wenig davon. Wichtig sind mir die Exporte für meine Internetseiten, mein Instagram und „Photos for macOS“.

Für die Internetseiten habe ich eine maximale Länge von 1200px ausgewählt, wobei ich diese in WordPress bei Bedarf noch einmal verkleinere. Für mein Instagram nutze ich 900px. Beim Letzterem ist es wichtig, dass die Fotos in einem 1:1 oder 4:5 Hochformat geschnitten werden, damit sie für Instagrampassen.

Die Archivierung erfolgt auf externe Festplatten

Sind alle Fotos exportiert, verschiebe ich sie physisch von meiner internen SSD Festplatte auf eine externe LaCie D2 Professional 8 TB externe Festplatte, um auf dem Rechner Platz für andere Fotos zu schaffen. Capture One zeigt in dem Katalog immer alle Fotos an, beziehungsweise ein Preview Foto. Selbst für Offline Fotos wird das Preview angezeigt.

Für eine Anzeige und für kleinere Nachbearbeitungen reicht dieses Preview Bild völlig aus. Wenn ich hingegen die Lima Kurven bearbeiten oder das Foto exportieren möchte, brauche ich die Originalfotos. Dafür muss ich nur die Festplatte anschließen und das Capture One erkennt sie automatisch.

6. Publikation, Druck und Diashow

Meine zwei wichtigsten Publikation-Kanäle, die ich direkt aus Capture One befülle, sind: Meine Internetseiten und mein Instagram Account. Instagram Fotos übertrage ich zuerst via AirDrop auf mein Handy, von wo aus ich sie publiziere. Beim Importieren konvertiert Instagram das Foto automatisch so um, dass ich hier nichts berücksichtigen muss.

Für meine Internetseiten importiere ich Fotos in einer höheren Qualität und schneide und konvertiere sie mit WordPress. Dabei wird das Originalbild erst gesichert, bevor es bearbeitet wird. So kann ich immer wieder auf die Originaldatei zurückkommen und sie erneut bearbeiten.

Fotos, die ich drucken möchte, dupliziere ich und erhalten ein eigenes Schlagwort. So kann ich immer nachvollziehen, was ich schon mal gedruckt habe. Alle Prints werden auf 2:3 geschnitten, um so den Ausschnitt auf dem fertigen Foto am besten kontrollieren zu können. Ebenfalls exportiere ich vor allem für größere professionelle Prints in der maximalen Qualität. Vor allem ist die Bitrate hier sehr wichtig.

Zum Thema Bildformate und Druck gibt es von mir einen eigenen Artikel “Bildformate in der Fotografie – 6 Kategorien + Tipps”.

Die Präsentation erfolgt in Apples Photos

Für digitale Foto-Präsentationen und Diashows setze ich persönlich die Photos App von Apple ein. Für performante Foto-Präsentationen eignet sich dieses Tool hervorragend, denn die Performance ist sehr gut. Meine gesamte Bibliothek mit vielen tausenden Fotos und Video (die meisten in 4K) wird in Sekunden geöffnet. Es können schnell Fotos und Video gesucht, markiert und als Diashow gestartet werden. Es gibt mehrere Modi, die je nach Thema ausgewählt werden und die Fotos und Videos werden in einer professionellen Form abgespielt.

Meine Fotos für die Präsentationen exportiere ich aus Capture One immer in maximaler Qualität und alle EXIF Daten inklusiv Schlagwörter. Photos erkennt diese beim Import und hinterlegt die Fotos automatisch den auch hier vorhandenen intelligenten Alben.

Angrenzende Fragen:

Was kostet Capture One?

Die Vollversion von Capture One Pro kostet einmalig 349€ oder 24€/Monat im Jahresabo.

Capture One – Sony oder Capture One – Fujifilm kosten jeweils 149€ oder 11€/Monat im Jahresabo. Zurzeit gibt es eine Aktion auf diese Versionen mit 50% Rabatt.

Capture One for Sony

Die professionelle Bildbearbeitung für Sony Kameras

Capture One for Fuji

Die professionelle Bildbearbeitung für Fuji Kameras

Ich habe mit der Capture One Express Sony angefangen. Diese war damals kostenlos, und ist es noch heute. Die großen Einschränkungen sind:

  • Bearbeitungsmöglichkeiten nur für ARW und JPG
  • keine speziellen Funktionen wie Verschlagwortung

Inzwischen gibt es auch eine Capture One Express Fujifilm. Also für die Sony oder Fujifilm Kamera-Nutzer unter euch, die einen Einstieg in die professionelle RAW Entwicklung suchen ist das meiner Meinung nach mit Abstand der beste Deal.

Wer allerdings die vollen Funktionalitäten nutzen will, der muss die Capture One Pro Fujifilm oder Capture One Pro Sony kaufen.

Capture One for Sony

Die professionelle Bildbearbeitung für Sony Kameras

Diejenigen die Kameras verschiedenen Hersteller einsetzt oder zusätzlich noch auch mit dem Smartphone oder Drohne fotografiert der braucht dann das Capture One Pro.

Muss eine Software so viel kosten? Meiner Meinung ist das gerechtfertigt. Es gibt unzählige Funktionen und Möglichkeiten, sodass wirklich sehr gute Ergebnisse erzielt werden können. Ausgelegt auf z.B.: 2 Jahre kostet dich die volle Software-Version ca. 15€/Monat.

Ist eine RAW Entwicklung wichtig?

Eine RAW Entwicklung ist aus fotografischer Sicht unerlässlich. Erst in der RAW Entwicklung wird der letzte Schliff vergeben. Gleichzeitig können im Farbeditor eigene Farbstile für einen originellen Look erstellt werden.

Warum habe ich mich für Capture One entschieden?

Als Apple das Fotobearbeitungsprogramm Aperture gekündigt hat, war ich zunächst entsetzt. Ich hatte mir schließlich einen Workflow angelegt, den ich routiniert durchging. „Jetzt wieder alles neu machen“ war der erste Gedanke. Aufwand!

Doch in jeder Veränderung steckt auch eine Chance für Verbesserungen. Jetzt, im Nachhinein, ist alles besser. Ich war gezwungen, mich mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen und habe zu dem Zeitpunkt einiges ausprobiert.

Da ich auch eine Verwaltung brauchte, sind letztendlich in die Endauswahl nur noch Adobe Photoshop Lightroom und Capture One geblieben. Die Testberichte über die Qualität der Konvertierung, die Bedienbarkeit und um ehrlich zu sein, auch die kostenlose Einsteigerversion für Sony haben mich letztendlich vom Capture One überzeugen können.

Was mir bei Lightroom gefallen hat, war die Verwaltung der Videos und Vergabe von GPS Koordinaten. Dafür war die Performance bei Capture One besser und als Medienbibliothek hatte ich ja noch das Apple Photos. Ich musste mir nur einen praktikablen Workflow definieren, der all meine Anforderungen abdeckt.

Die besten Sony Alpha 6000 Objektive (Sony, Sigma, Tamron, Samyang)

Mit der Veröffentlichung einer der beliebtesten spiegellosen Systemkameras der Welt im Jahre 2014, der Sony Alpha 6000 Systemkamera, stieg das Interesse für die e-Mount Sony Alpha 6000 Objektive rasant.

Die Auswahl der NEX-Serie Objektive hielt sich damals noch in Grenzen, doch mittlerweile hat sich das geändert, denn neben Sony selbst bieten auch Dritthersteller wie Sigma, Tamron oder Samyang sehr gute Objektive an.

Ich besitze die Sony Alpha 6000 seit ihrer Anfangszeit und habe mir über die Jahre mehrere Objektive zugelegt und sie intensiv getestet. Heute möchte ich dir meine top Sony Alpha 6000 Objektive vorstellen und dir meine Erfahrungen teilen.

Alle Objektive verfügen über ein standardisiertes E-Mount Objektiv-Bajonett und passen auch für andere Sony Kameras (etwa die Sony Alpha 6300, die Sony Alpha 6400, die Sony Alpha 6500 oder die Kameras der NEX-Serie).

Die besten Sony Alpha 6000 Objektive

1. Tamron 17-70 mm F2.8

Ein lichtstarkes Sony Alpha 6000 Allrounder-Objektiv

Tamron 17-70mm F2.8

Das lichtstarke Reisezoom für Sony E-Mount!

Tamron 17-70mm F2.8 – Eigenschaften (Vor- und Nachteile)

+Gute Brennweitenabdeckung
+Sehr gute Bild- und Verarbeitungsqualität
+Optische Stabilisierung und akkurater Autofokus
Etwas groß und schwer
Nicht günstig

Das erste 17-70mm F2.8 Objektiv für Sony APS-C E-Mount System überhaupt kommt von Tamron. Es ist ein lichtstarkes Zoom-Objektiv mit einer relativ großen Abdeckung der Brennweite bei einer durchgängigen Blende von F2.8. Diese Kombination macht dieses Objektiv zu einem der variabelsten Objektive überhaupt für die Sony Alpha APS-C Kameras.

Wer schon mit Canon, Nikon, Sony, und andere Spiegelreflexkameras fotografiert hat, ist mit Sicherheit auf ein 17-70 F2.8 gestoßen. Für spiegellose Systemkameras und insbesondere für Sony APS-C E-Mount gab es dieses Objektiv lange Zeit nicht. Das macht es so besonders.

Die Verarbeitung ist sehr gut und hochwertig und die Qualität ist top – eine absolute Empfehlung. Das Objektiv ist im Vergleich zu anderen Objektive, etwas größer und schwerer. Trotzdem finde ich, dass es sehr gut in der Hand liegt und nicht zu mächtig ist.

Die große Brennweiten-Abdeckung und die große Blende zählen jedoch zu den großen Vorteilen dieses Objektivs. Eine große Blende bedeutet automatisch einen größeren Durchmesser der Linsen und gleichzeitig größere Maße und ein größeres Gewicht.

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Das Tamron 17-70 mm F2.8 ist meine erste Wahl, wenn ich auf Reisen unterwegs bin. Es ist flexibel, spart mir Objektiv-Wechsel und liefert auch bei dunkleren Lichtverhältnissen eine sehr gute Qualität. Die Verarbeitung ist exzellent.

Tamron 17-70mm F2.8 Alternative – kleinere Blende, längere Brennweite

Eine gute Alternative zum 17-70 mm F2.8 ist das Sony 18-105 F4 oder das Sony 17-70 F4 (Zeiss) Objektiv. Das erstere hat etwas mehr Brennweite (die ich vor allem unterwegs sehr schätze) und einen Power-Zoom, das zweite liefert eine etwas bessere Bildqualität und mit seinen kompakten Maßen ein Leichtgewicht.

Beide sind deutlich günstiger als das Tamron, haben jedoch ihre Schwächen bei schwierigen Lichtverhältnisse.

Tamron 17-70mm F2.8 – Technische Daten

Hersteller:Tamron
Bezeichnung:Tamron 17-70mm F2.8
Objektiv Art:Zoom-Objektiv
Brennweite:17-70 mm
Blende:F2.8 – F22
Filtergröße:67 mm
Gewicht:525 g
Bildstabilisierung:Ja
Autofokus:Ja
Mindestfokussierabstand:19 cm
Garantie:5 Jahre

2. Sony 70-350G F4.5-6.4 (SEL70350G)

Das große Sony Alpha 6000 Teleobjektiv

Sony 70-350mm F4.5-6.3

Das lange Sony APS-C Tele-Zoom!

Sony 70-350mm F4.5-6.4Eigenschaften (Vor- und Nachteile)

+Enorme Brennweitenabdeckung
+Sehr gute Bild- und Verarbeitungsqualität
+Optische Stabilisierung und akkurater Autofokus und viele Features
Etwas groß, schwer und etwas teuer
lichtschwach und keine durchgehende Blende

Das Sony SEL70350G ist ein hochwertiges Tele-Zoom-Objektiv für alle Sony APS-C Kameras mit einem E-Mount System. Mit einer maximalen Brennweite von 350 mm (umgerechnet auf Vollformat = 525 mm) können die meisten Motive Sensor-füllend abgebildet werden.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und die Bildqualität sehr gut. Die zusätzlichen Features runden das Angebot auf. Ähnlich wie bei dem SEL1650G ist hier ein hochwertiger XD-Linearmotor, eine personalisierbare Fokus-Taste und eine Zoomsperre verbaut.

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14 Fehler die du als Fotograf vermeiden kanns

Das SEL70350G hat einen integrierten Bildstabilisator, einen schnellen Autofokus, eine maximale Vergrößerung 0,23 bei einem Mindestfokussierabstand von 1,1 m. Es ist die perfekte Ergänzung für das Tamron 17-70mm F2.8, was die Brennweite angeht, ist jedoch deutlich lichtschwächer und hat keine durchgehende feste Blende. Sie reicht zwischen 4,5-6,3F (sehr gängig bei Teleobjektive) und kann nur bedingt in dunklen Umgebungen eingesetzt werden.

Sony 70-350mm F4.5-6.4 Alternativen (bessere Blende, kürzere Brennweite)

Das etwas teurere Tamron 70-180 mm F2.8 ist eine gute Alternative, wenn es mehr Blende sein soll. Allerdings hat es eine deutlich kürzere Brennweite als das Sony Objektiv und ist eine gute Ergänzung zum Tamron 17-70 mm F2.8.

Sony 70-350mm F4.5-6.4Technische Daten

Hersteller:Sony
Bezeichnung:Sony 70-350mm F4.5-6.4 (SEL70350G)
Objektiv Art:Zoom-Objektiv
Brennweite:70-350 mm
Blende:F4.5 (F6.3) – F22 (F32)
Filtergröße:67 mm
Gewicht:625 g
Bildstabilisierung:Ja
Autofokus:Ja
Mindestfokussierabstand:1,1 (1,5) m
Garantie:4 Jahre

3. Sigma 16 mm F1.4

Ein lichtstarkes Sony Alpha 6000 Weitwinkel-Objektiv

Sigma-E-Mount-SIG16F14-Objektiv-Front

Sigma 16mm F1.4

Das Sigma Weitwinkel-Objektiv schlechthin!

Sigma 16mm F1.4 – Eigenschaften (Vor- und Nachteile)

+Große Blende
+Exzellente Bildqualität, sehr gute Verarbeitung
+Relativ günstig
Keine Bildstabilisierung
Etwas groß und schwer

Das Sigma 16 mm F1.4 ist ein lichtstarkes Weitwinkel-Festbrennweiten-Objektiv für APS-C Kameras. Die hohe Blende von 1,4 und die exzellente Bildqualität machen dieses Objektiv zu einem der beliebtesten Weitwinkelobjektive vor allem für schwierige Lichtverhältnisse.

Es wird sehr gerne in der Landschaftsfotografie, der Indoor- und Outdoor-Fotografie, aber auch für Gruppenfotos oder auch zum Filmen eingesetzt. Dieses Objektiv hat mich auf meine Outdoor-Touren sehr oft begleitet und mir einige schöne Erinnerungen festgehalten. Obwohl es inzwischen etwas Konkurrenz bekommen hat, begeistert mich immer noch sehr und ist für Sonnenuntergänge und generell im Indoor Bereich immer noch unverzichtbar.

Die Verarbeitung ist sehr gut, die großen Gummiringen können sehr gut bedient werden und die Bildqualität ist sehr beeindruckend. Das Objektiv ist sehr scharf und verzerrt nur wenig (wobei das ja in der Kamera und/oder im Bearbeitungsprogramm nachträglich noch korrigiert wird).

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Mindset • Fotoequipment • Bildkomposition •
Bildverwaltung • Fotobearbeitung • Publikation

Durch die hohe Blende ist es etwas größer und schwerer. Mit einem Gewicht von 590 Gramm ist das Objektiv jedoch noch gut zum Tragen und balanciert die Kamera eigentlich sehr gut.

Dafür punktet das Objektiv wie schon erwähnt bei der Bildqualität, bei der Lichtstärke und beim Preis. Dieses Weitwinkelobjektiv ist für Landschafts- oder Indoor-Fotografen sehr zu empfehlen. Weitere Einsatzbereiche und mehr Details findest du im ausführlichen Artikel: Sigma 16 mm F1.4 – lichtstarkes Objektiv

Sigma 16mm F1.4 Alternativen – variabel oder manuell

Eine exzellente Alternative ist das Tamron 17-70mm F2.8 welches zwar deutlich weniger Lichtstärke hat und viel teurer ist, jedoch mit einer variablen Brennweite ausgestattet ist.

Eine weitere Alternative, vor allem, wenn es um die Astrofotografie geht, ist das Samyang 12mm F2.0. Dieses Objektiv verzichtet aber komplett auf jegliche Elektronik und somit ausschließlich manuell betrieben werden muss.

Sigma 16mm F1.4 – Technische Daten

Hersteller:Sigma
Bezeichnung:Sigma 16mm F1.4
Objektiv Art:Festbrennweiten-Objektiv
Brennweite:16 mm
Blende:F1.4 – F16
Filtergröße:67 mm
Gewicht:625 g
Bildstabilisierung:Nein
Autofokus:Ja
Mindestfokussierabstand:25 cm
Garantie:4 Jahre

4. Sony 10-18 mm F4 (SEL1018)

Das Sony Alpha 6000 Ultraweitwinkel Zoom-Objektiv

Das Sony SEL1018 ist ein Ultra-Weitwinkelobjektiv für die Sony Alpha 6000 Serie. Die Brennweite liegt bei 10-18 mm, umgerechnet auf Vollformat entspricht das eine Brennweite von 15 bis 27 mm. Es ist ideal für Landschaftsfotos, Architektur und beim Fotografieren in engen Räumen. Die Blende ist durchgehend F4 und ausreichend für Fotos bei relativ gutem Licht.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen muss mit längerer Belichtungszeit gearbeitet werden, und in dunklen Umgebungen sogar mit einem Stativ, wenn das Rauschen minimieren werden soll. Das Objektiv eignet sich deshalb nur bedingt für die Astrofotografie, weil dafür eine große Blende benötigt wird.

Das Gewicht liegt bei ca. 227g und ist somit eins der leichtesten Sony Alpha Objektive.

Die Qualität ist sehr gut und die Fotos sind gestochen scharf, jedoch mit sichtbarer Verzerrung. Der Preis ist recht knackig – mit etwas Glück kann man aber ab und zu günstigere Schnäppchen abstauben (etwa bei den Amazon Prime-Days).

5. Sony 18-105mm F4 (SEL18105)

Das günstig-gute Reise-Objektiv für Sony Alpha 6000

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Sony 18-105mm F4

Das Sony APS-C Reise-Zoom schlechthin!

Das Sony SELP18105G ist ein sehr guter Allrounder und ein ideales Reise-Objektiv für Fotografen, die nicht so viel für ein Objektiv ausgeben möchten. Mit einem Zoombereich von 18 bis 105 mm können die meisten Motive gut aufgenommen werden.

Die durchgehende Blende von F4 ist bei diesem Objektiv vor allem im hohen Zoombereich sehr gut. Auch bei der Bildqualität überzeugt das SEL18105G. Man bedenke, dass dieses Objektiv schon fast ein Superzoom-Objektiv. Ich nutze dieses Objektiv tagsüber gerne auf Reisen oder auf Städtetouren, im Urlaub und gerne auch beim Filmen.

Sony 18-105 mm F4 Alternativen – lichtstärker oder etwas bessere Qualität

Die bessere jedoch deutlich teurere Alternative ist das Tamron 17-70mm F2.8. Die Qualität und vor allem die Lichtstärke ist deutlich besser, dafür hat es aber weniger Brennweite.

Eine gleichwertige Alternative ist das Sony 16-70mm F4, ein qualitativ etwas höherwertiges Objektiv, jedoch mit weniger Brennweite, keinen Power-Zoom und kein festes Gehäuse (beim Zoomen fährt die Frontlinse nicht aus).

Das Objektiv ist wenig anfällig bei Staub und Schmutz. Mit einem Gewicht von ca. 420 Gramm ist es relativ schwer und auch groß. Das hat, gerade auf Reisen, manchmal auch Nachteile. Ich glaube jedoch, dass sich jeder daran gewöhnen kann, denn es ersetzt mehrere Festbrennweiten, die unterwegs nicht nur unhandlicher, sondern auch größer sind.

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Ein nettes Feature (etwa beim Filmen) ist der schon erwähnte stufenlose Powerzoom, der auch exzellent funktioniert. Der Preis liegt bei ca. 500 € und geht für dieses Objektiv in Ordnung.

6. Sigma 30 mm F1.4

Ein lichtstarkes Normalobjektiv

Sigma 30mm F1.4

Das lichtstarke Sigma Normal-Objektiv!

Das lichtstarke, normale Sigma 30mm F1,4 DC DN Objektiv kommt in bekannter Sigma Qualität und ist ähnlich aufgebaut wie das Sigma 16mm F1,4. Es eignet sich besonders für die Normalfotografie, Streetfotografie aber auch für die Porträtfotografie.

Auch hier ist im Objektiv kein Bildstabilisator verbaut, was den günstigen Preis von unter 350 € teilweise erklärt. Die anfänglichen Probleme mit dem Autofokus wurden durch ein Firmware-Update gelöst, und so funktioniert das Objektiv sehr präzise, liefert ein exzellentes scharfes Bild und verzerrt so gut wie gar nicht.

Das Sigma 30 mm F1,4 ist wahrscheinlich das beliebteste Normalobjektiv für die Sony Alpha 6000 Reihe (Sony Alpha 6000, 6100, 6300, 6400, 6500, 6600, …). 

7. Sony 50 mm F1.8 (SEL50F18)

Das günstige lichtstarke Porträt-Objektiv

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Sony 50mm F1.8

Das günstige Sony APS-C Porträt-Objektiv!

Ein weiteres Normal-Objektiv ist das Sony 50 mm f 1.8, eine günstige und gute Alternative zum Sigma 30 mm f1.4, mit etwas weniger Lichtstärke, Gewicht und Volumen, aber dafür mehr Brennweite, die umgerechnet auf Vollformat 75 mm beträgt.

Ich mag die Verarbeitung und die Qualität der Bilder sehr, ärgere mich aber manchmal über den etwas langsamen Autofokus. Die offene Blende f/1.8 ermöglicht Aufnahmen mit sehr geringer Tiefenschärfe und eignet sich sehr gut für Porträt-Aufnahmen, Produktfotos und mit Zwischenringe hervorragend auch für Makroaufnahmen.

Wer nicht viel Geld ausgeben möchte, und trotzdem gute Fotos machen möchte, kann hier getrost zugreifen. Eine Alternative wäre ein lichtstarkes 30 mm Objektiv. In diesem Brennweitenbereich liegt das Sigma 30 mm f1.4 vorne, denn es ist lichtstärker und nicht viel teurer. Hier fehlt jedoch die Stabilisierung.

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8. Samyang 12 mm F2.0

Das manuelle Sony Alpha 6000 Ultraweitwinkel-Objektiv

Samyang 12mm F2

Das lichtstarke Sigma APS-C Porträt-Objektiv!

Das Samyang 12 mm F2.0 ist das perfekte Objektiv für Astrofotografie, also um Sterne zu fotografieren. Natürlich kann es auch als ganz normales lichtstarkes Objektiv verwendet werden, allerdings ist es oft eine Herausforderung.

Denn das Objektiv muss komplett manuell bedient werden. Die Blende kann klassisch über einen Blendenring eingestellt werden und funktioniert sehr gut. Diesen praktischen Blendenring wünschte ich mir bei allen Objektiven.

Etwas störend ist jedoch die fehlende elektronische Übertragung als EXIF Information auf dem Bild und die Tatsache, dass nachträglich jegliche Einstellung nicht dokumentiert ist.

Die größere Herausforderung ist jedoch der fehlende Autofokus, der dieses Objektiv dann doch nicht zum idealen Schnappschuss- oder Video-Objektiv macht. Da in der Astrofotografie das Fokussieren eh meistens manuell erfolgt, ist das dort nicht so kritisch.

Auch für Fotos am heiligen Tage, mit einer Blende 8, ist das Objektiv bestens geeignet, wenn der Fokus auf fast unendlich gestellt ist!

Die Verarbeitung ist hochwertig und sehr gut, die Qualität ist hervorragend. Lediglich die Lens Flares sind manchmal störend, wenn man gegen die Sonne fotografiert.

9. Sony 55-200 mm F4.5-6.3 (SEL55210)

Das günstige Sony Alpha 6000 Tele-Kitobjektiv

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Sony 55-210mm

Das günstige Sony APS-C Tele-Zoom Objektiv!

Das Sony 55-200 mm, f/4.5-6.3 ist die Ergänzung zum Sony 16-50 mm, f/3.5-5.6 das zweite Kit Objektiv für die Sony Alpha 6000, welches separat oder auch in einem großen Kit Paket mit der Sony Alpha 6000 erhältlich ist.

Das APS-C Zoom-Objektiv hat eine maximale Brennweite von 210 mm (umgerechnet 315 mm auf Vollformat). Das Objektiv ist mit einer dynamischen Blende von F/3.5-5.6 lichtschwach und somit eher für Aufnahmen bei gutem Licht geeignet.

Es ist sehr leicht und kompakt und hat eine gute Verarbeitung. Die Qualität der Bilder sind ganz OK und eignet sich besonders gut für Tier-, Sport-, Landschafts- und Mondfotografie.

Gerade bei Mondaufnahmen hat es mich ziemlich überzeugt. Übrigens sind Mondaufnahmen keine Aufnahmen in schwierigen Lichtverhältnissen. Der Mond reflektiert so viel Licht, dass man ihn sogar mit diesem Objektiv ohne Stativ bestens aufnehmen kann.

Das Objektiv hat ein Gewicht von ca. 345 Gramm und bei einem Preis von ca. 230 € liefert es eine gute Qualität. Weitere Detaiks und beispielbilder findest du im Artikel:

10. Sony 70-200mm F4 G OSS

Das hochwertiges Teleobjektiv

Sony 70-200mm F4

Das lichtstarke Sony APS-C Tele-Zoom!

Das Sony 70-200 mm F4 ist ein sehr hochwertiges voll Format Zoom-Objektiv mit einer durchgehenden Blende von F4. Es wird gerne in der Porträt- und Hochzeitsfotografie verwendet, weil damit die Motive gut freigestellt werden können. Eigentlich ist dieses Objektiv für Vollformat-Systemkameras gebaut, aber es funktioniert jedoch sehr gut auch mit E-Mount APS-C Kameras.

11. Sony 30 mm F3.5

Das Makroobjektiv von Sony

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Sony Makro 30mm F3.5

Das günstige Sony APS-C Makro Objektiv!

Das Sony SEL30M35 ist ein Einsteiger-Objektiv für alle, die sich mit der Makro-Fotografie befassen wollen. Die Qualität ist für den geringen Preis sehr überzeugend, der Autofokus funktioniert sehr gut und das Objektiv ist sehr leicht und kompakt. Wie jedes Makro-Objektiv kann es auch für normale Bilder verwendet werden.

Ich habe anfangs im Makrobereich vieles ausprobiert: Zwischenringe, analoge Objektive, adaptierte hochwertige Makroobjektive, Retro-Ringe u.s.w. Durchgesetzt hatten sich die E-Mount Zwischenringe und das SEL50F18 bei denen auch die elektronischen Daten und sogar der Autofokus übermittelt werden. Dennoch hatte ich immer wieder Probleme damit und sie waren eben auch etwas umständlich.

Die Auswahl der Makroobjektive für Sony APS-C ist relativ begrenzt und manche sind auch sehr teuer. Wer ab und zu Makro fotografiert, für den ist dieses Objektiv völlig ausreichend.

Die Qualität ist sehr gut und mit einer Blende von F/3.5 kann es variabel eingesetzt werden. Das Sony SEL30M35 ist mit etwas über 200 € sehr günstig, hat ein silbernes Metallgehäuse und einen speziellen Makro-Schutzdeckel.

12. Sony 16-50 mm F3.5-5.6 (SELP1650)

Das kleines Kit-Objektiv

Sony 16-55 mm F3.5-5.6

Das standard Sony APS-C Kit-Objektiv!

Häufig auch als Kit-Objektiv bezeichnet. Das liegt daran, dass man es meistens im Kit mit einer Sony Alpha 6000 geliefert bekommt, wenn man die „Kit“ Variante wählt. Gerade für Einsteiger ist dieses Objektiv eine recht gute Wahl.

Die Brennweite von 16 bis 50 mm reicht für viele Einsatzzwecke aus, ebenso die Lichtstärke von f/3.5 bis f/5.6. Ein weiterer Pluspunkt ist das geringe Gewicht (ca. 120 Gramm) und die kompakte Bauweise.

Die Qualität der Bilder ist in Ordnung und immer noch um ein Vielfaches besser als mit einer Smartphone-Kamera, sofern die Lichtverhältnisse stimmen.

Ein Einzelkauf lohnt sich in den seltensten Fällen, weil es dafür meiner Meinung zu teuer ist. Wie die meisten Besitzer habe ich es zusammen mit meiner Sony A6000 Kit Kamera mitgekauft. Ich nutze es ab und zu noch auf Reisen, weil das Objektiv klein und kompakt ist.

13. Sigma 19 mm F2.8 DN

Das günstiges Weitwinkelobjektiv

Eine gute Alternative zum Sigma 16 mm F1.4 ist dieses etwas ältere Modell von Sigma mit einer höheren Brennweite von 19 mm und schwächere Blende von 2.8. Das Sigma 19 mm f/2.8 ist sehr kompakt und mit ca. 160 Gramm ein Leichtgewicht.

Auch die Anschaffungskosten von unter 200 € machen dieses Objektiv zum einem der beliebtesten in diesem Segment. Das Objektiv ist für Wanderungen oder Radtouren perfekt geeignet.

Sigma 19mm F2.8

Das klassische lichtstarke Sigma Weitwinkel-Objektiv!

Das Sigma 19 mm F2.8 besitzt einen guten Autofokus, allerdings fehlt der Bildstabilisator. Beim Filmen ein großer Nachteil vor allem in Kombination mit einer Sony Alpha 6000, Sony Alpha 6300 oder Sony Alpha 6400. Bei einer Sony Alpha 6500 oder Sony Alpha 6600 ist das wegen der integrierten Kamerastabilisierung kein Problem.

Beim Design punktet das Objektiv mit einem glatten Metallgehäuse ohne Rillen. Es sieht sehr schick aus, ist aber anfällig für Kratzer. Dafür liefert es sehrt gute Bildergebnissen zu einem supergünstigen Preis.

14. Sigma 56mm F1.4

Ein lichtstarkes Porträt Objektiv

Auf den ersten Blick scheint die Zahl 56 mm etwas komisch aussehen, rechnet man diese aber auf Vollformat Faktor um ergibt es 85 mm. Diese Brennweite in Kombination mit einer hohen Blende sind die perfekten Zutaten für ein gutes Porträt-Objektiv. Damit können Motive sehr gut freigestellt werden.

Die Qualität ist sehr gut und ähnlich den anderen beiden Objektiven Sigma 16 mm F1.4 und Sigma 30 mm F1.4. Selbst bei einer offenen Blende sind die Bilder in der Mitte sehr scharf, an den Rändern jedoch erst ab Blende 2,8. Gerade bei Porträts ist das kein Problem, weil die Ränder eh unscharf sind.

Sigma 56mm F1.4

Das lichtstarke Sigma Porträt-Objektiv!

Das Objektiv ist schnell und präzise im Autofokus und trifft auch in kniffligen Situationen sehr genau. Es ist klein und handlich und mit 280g auch sehr leicht. Der Preis ist sehr gut und angemessen.

Was musst du bei den Sony Alpha 6000 Objektive beachten

Kompatibilität von Sony Alpha 6000 Objektive

Das A-Mount System

Das Sony A-Mount System ist das ältere System für die Sony Spiegelreflexkameras. Es ist größer und nicht kompatibel mit der Sony Alpha 6000 Systemkamera. Diese hat nämlich ein E-Mount System. Zwar bietet Sony einen Adapter, aber dieser funktioniert nicht zuverlässig.

Wer von Sony A-Mount System auf das E-Mount System umsteigen möchte, der solle sich auf einen kompletten Systemwechsel vorbereiten. Das musste ich auch machen.

Das E-Mount System

Das E-Mount System ist das „neuere Bajonett“ für die Sony spiegellosen Systemkameras. Die ersten Objektive mit diesem Bajonett wurden für die damalige NEX-Serie entwickelt und ist zu 100 % auch mit den Sony Alpha 6000-er Serie kompatibel.

Die Sony NEX-Serie

Die Sony NEX-Serie sowie auch die Sony Alpha 3000/5000-er Serie sind die Vorgänger der Sony Alpha 6000, alle spiegellose Systemkameras mit einem APS-C Sensor. Alle teilen sich das E-Mount Bajonett und sind komplett kompatibel. Diese Objektive sind bei Sony auch als APS-C Objektive gekennzeichnet.

Die Sony Alpha 7 Serie

Die Sony a7-Serie ist die größere Schwester der a6000, eine spiegellose Systemkamera mit einem Vollformat-Sensor. Auch diese Kameras nutzen das E-Mount System, jedoch gibt es spezielle Objektive, die auch als „Vollformat“ gekennzeichnet sind.

Der Hauptunterschied ist, dass Vollformat-E-Mount Objektive einen Vollformat-Sensor vollständig mit Bild-Informationen abdecken kann, ein APS-C E-Mount Objektiv hingegen nur einen APS-C Sensor.

So funktionieren Vollformat-E-Mount Objektive mit APS-C Sensoren relativ gut, andersrum jedoch nur eingeschränkt.

Stabilisierung

Stabilisierte Sony a6000 Objektive

Die meisten Sony Objektive sind stabilisiert und funktionieren somit ohne große Einschränkung auch mit Kameras, die nicht stabilisiert sind. Dazu zählt neben einer A6100, A6300, A6400 auch die Sony Alpha 6000.

Eine Stabilisierung ist nicht nur beim Filmen sehr hilfreich, sondern auch beim Fotografieren. Denn da sind durch kürzere Verschlusszeiten bis zu 2 Blendenstufen bessere Einstellungen zu erreichen.

Nicht stabilisierte Sony a6000 Objektive

Vor allem Dritthersteller wie Sigma oder Samyang verzichten zum Teil komplett auf eine Stabilisierung im Objektiv und bieten dafür einen besseren Preis und eine hervorragende Qualität. In Kombination mit einer Sony Alpha 6500 oder einer Sony Alpha 6600, beide mit einer „im Body“ Stabilisierung ist das natürlich ideal. Mit einer Sony Alpha 6000 haben hingegen diese Objektive leichte Nachteile.

Sonstiges

Zoom- vs. Festbrennweiten-Objektive

Ganz pauschal kann man den Vergleich so zusammenfassen:

  • Zoom-Objektive sind komplexer, größer und schwerer als Festbrennweiten. Dafür sind sie sehr flexibel und sicherer gegen Staub und Schmitz in der Kamera, weil ein Objektivwechsel einfach seltener stattfindet. Deshalb sind sie als „immer drauf“ / Reise-Objektive perfekt geeignet
  • Festbrennweiten liefern hingegen eine bessere Qualität als Zoom-Objektive und sind meistens lichtstärker. Blenden von 1.4 oder 1.2 erreichen nur ganz selten Zoom-Objektive. Festbrennweiten sind vor allem in der Produkt- oder Porträtfotografie sehr beliebt

Lichtstarke vs. lichtschwache Objektive

  • bei schwierigen Lichtverhältnisse sind lichtstarke Objektive sehr hilfreich, Sie lassen mehr Licht rein und vermeiden das Rauschen. Festbrennweiten sind meistens die lichtstärkeren Objektive
  • lichtschwache Objektive, vor allem Zoom-Objektive sind hingegen günstiger und leichter

Hersteller und Charakteristiken

  • Sony E-Mount Objektive sind hochwertig und qualitativ sehr gut und funktionieren am besten im Bereich der Elektronik. Die meisten sind stabilisiert und dennoch sehr kompakt.
  • Sigma bietet lichtstarke E-Mount Festbrennweiten-Objektive die sehr hochwertige und scharfe Bilder erzeugen. Sie sind kompakt und hochwertig verarbeitet zu einem attraktiven Preis. Dafür sind sie aber nicht stabilisiert.
  • Tamron hat eine schöne Auswahl an hochkarätigen Sony Alpha 6000 Objektive. Meine absoluten Favoriten sind die lichtstarken Zoom-Objektive: das Tamron 17-70 mm F/2.8 Di III-A VC RXD und das Tamron 70-180 mm F/2.8 Di III VXD

Angrenzende Fragen:

Welche Objektive eignen sich am Anfang? Für den Start in der Fotografie sind 3 Objektive relevant:

  • ein gutes Standard-Zoom:
    günstige Kit-Objektive werden relativ schnell aussortiert und durch ein besseres Zoom ersetzt.
  • ein Festbrennweiten-Objektiv:
    Standard-Festbrennweiten sind relativ günstig, haben jedoch eine gute Qualität und eine hoche Blende.
  • eine Tele-Objektiv:
    damit können Motive aus der Ferne fotografiert werden

Zu diesem Thema findest du weitere Informationen im Artikel:

-> 2 Objektive die du am Anfang brauchst, und 3 erst später

Was ist wichtig bei Objektive? Die wichtigen Punkte bei Objektive sind:

  • die Brennweite:
    wieviel Bild und in welcher Distanz wird auf dem Sensor projiziert.
  • die Blende:
    ist der Durchmesser, durch dem das Licht in die Kamera durchdringen kann und beeinflusst die Menge des Lichtes
  • die Schärfe:
    ein Objektiv ist sehr gut, wenn das Bild durchgehend auch bei einer großen Blende scharf ist
  • die Nahgrenze:
    ist der Mindestabstand, bei der ein Objektiv ein Motiv noch fokussieren kann
  • die Bildstabilisierung:
    stabilisiert das Bild bei Fotografieren und filmen
  • der Autofokus:
    automatischer Fokus auf Motive

Die besten Photoshop Alternativen (free, mac, online)

Adobe Photoshop ist wahrscheinlich das populärste Bildbearbeitungsprogramm der Welt. Es hat eine lange Geschichte und war früher praktisch konkurrenzlos. Heute sieht es ganz anders aus. Vor allem seit dem Adobe auf Abo-Lizenzen umgestellt hat gibt es zahlreiche Photoshop Alternativen die sich echt nicht verstecken müssen.

Die besten Photoshop Alternativen:

  • Affinity Photo
  • Luminar
  • Pixelmator Pro
  • PhotoScape X
  • Gimp
  • PainShop Pro
  • ACDSee Photo Studio
  • Pixlr
  • PhotoPos Pro
  • Magix Photo & Graphic Designer
  • Krita

Doch wie schlagen sich diese Photoshop Alternativen in Vergleich durch? Was sie können sie und für welche Einsatzzwecke sie am besten geeignet? Das möchte ich heute erläutern. Denn nicht alle haben den gleichen Funktionsumfang und können unter Umständen deinen Anforderungen nicht gerecht werden.

Warum sollte mach sich nach Adobe Photoshop Alternativen umschauen?

Prüfe immer die Alternativen

Das wichtigste Gesetz für Konsumenten ist sich die Konkurrenz anzuschauen. Das solltest du nicht nur bei einer Anschaffung tun sondern auch immer mal wieder den Markt verfolgen. Das bedeutet nicht dass das du es jeden Tag machen sollst, sondern ab und zu. Denn manchmal ändert sich der Markt sehr schnell und neue coole und benutzerfreundliche Produkte können die Arbeit sehr erleichtern.

Der Preis ist ausschlaggebend aber nicht alles

Das Preis-Leistungsverhältnis ist wichtig. Doch was du für dein Geld bekommst ist ein Aspekt, ein weiterer wichtiger Punkt ist zu wissen was du tatsächlich brauchst. Es ist weniger hilfreich wenn du eine menge Funktionen für moderates Geld bekommst die du aber nur in einem Umfang von 10% nutzt. Dann bist du eventuell besser beraten dir ein einfacheres Tool zuzulegen. Selbst wenn du genau so viel zahlen musst bist du unter Umständen schneller in deinem Workflow.

Meine Erfahrungen mit Fotobearbeitungsprogramme

Ich muss zugeben, dass ich sehr viel RAW Entwicklung und -Verwaltung mache, aber relativ wenig weitere Fotobearbeitungen vornehme. Zu ca. 90 % nutze ich somit meine Adobe Lightroom Alternative, das Capture One. Ich glaube, vielen Fotografen geht es ähnlich. Dennoch brauche ich für die restlichen 10 % ein Bildbearbeitungsprogramm welches mir unter anderen Ebenen-Bearbeitung, Sticking Funktionen und Panorama Funktionen ermöglichen.

Ich habe früher auch mit Photoshop gearbeitet, ist mir jedoch dann irgendwann tatsächlich zu komplex und zu teuer geworden. Das brachte mich dazu die Photoshop Alternativen zu analysieren und mich letztendlich gegen das Abomodell von Adobe zu entscheiden.

Bei einem professionellen Bildbearbeitungsprogramm ist nicht nur der Preis ausschlaggebend, sondern auch Aspekte wie: Ergonomie, Geschwindigkeit oder Komplexität. Die 11,89 €/Monat für das Creative Cloud Foto-Abo sind für den Funktionsumfang und der Qualität vollkommen in Ordnung, wenn diese allerdings auch intensiv genutzt werden. Wer aber nur Teile davon braucht und diese in einer ergonomischen Form erwartet, der ist mit einem anderen Programm besser bedient als mit Photoshop.

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Affinity Photo

Für mich ist Affinity Photo rundum die beste Wahl. Es gibt Programme, bei denen einzelne Funktionen besser funktionieren als Affinity Photo. Der Retusche-Pinsel ist eingutes Beispiel dafür. Doch insgesamt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Affinity Photo aus meiner Sicht sehr gut.

Vom Aussehen ähnelt Affinity Photo dem Photoshop. Adobe hat über die Jahre einen Standard eingeführt, wie ein Bildbearbeitungsprogramm aussehen soll. Und hier knüpfen viele Anbieter an und nutzen die schon eine bekannte Form. Einige Begrifflichkeiten oder Regler sind individualisiert und charakterisieren die Programme. Das ist bei Affinity Photo auch so. Der Reparaturpinsel aus dem Photoshop heißt in Affinity Photo beispielsweise restaurieren.

Affinity Photo

Die beste Photoshop Alternative!

Professionelle Korrekturen und Anpassungen sind in Affinity Photo kein Problem. Ob Tonwertkorrekturen, Gradationskurven, Schwarz-Weiß, Weißabgleich, Schatten und Lichter – diese sind ähnlich wie in Photoshop. Auch eine Objektiv-Korrektur und eine Bildrauschreduzierung findest du hier. Die Retusche- und Auswahlwerkzeuge arbeiten gut sowie die Stapelverarbeitung und die Möglichkeit schöne Effekte zu hinterlegen.

Affinity Photo arbeitet sowie Photoshop mit verschiedenen Ebenen und kann mehrere Bilder zu einem Panorama- oder Fokus Stacking Foto zusammenführen.

Das Programm gibt es zurzeit für einen unschlagbar günstiger Preis von einmalige 54,99 Euro. Das ist für mich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und zu meiner ersten Wahl geworden. Affinity Photo gibt es für Mac, Windows und sogar als iPad App.

Luminar

Skylum, der Hersteller von Luminar hat in der aktuellen Version einige richtig gute Funktionen mit künstlicher Intelligenz implementiert. AI Funktionen wie: „Sky Replacement“ oder „Intelligente Strukturen“ funktionieren wirklich sehr gut und erleichtern die Arbeit unheimlich.

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150 schöne Himmel-Hintergründe für ein schnelles Sky-Replacement mit Photoshop, Luminar, Affinity Photo, …

Luminar kann mit Ebenen, lokale Anpassungen und Filter in einer nicht destruktiven Form arbeiten. Auch wenn es keine vollständige Alternative zu Photoshop ist mit der man zum Beispiel Objekte freistellen kann, sind Austausch vom Himmel, Bearbeitung von Porträts und Glättung der Haut hingegen Kinderleicht.

Fotosoftware-Skylum-Luminar-Fotoverwaltung

Luminar AI

Abgefahrene Bildbearbeitung mit KI

Spare 10% mit dem code RASVOLK.

Die Oberfläche ich sehr intuitiv uns aufgeräumt, die Performance ist gut und im Gegensatz zu Photoshop kommt Luminar mit einer Bildverwaltung. Luminar ist für mich eine der drei wichtigsten Software zur Bildbearbeitung neben Capture One und Affinity Photo.

Pixelmator Pro

Pixelmator Pro ist eine völlig neu programmierte Bildbearbeitungssoftware, die sehr intuitiv und einfach zu bedienen ist. Es hat bei weitem nicht so umfangreiche Funktionen wie Photoshop, wird aber für viele völlig ausreichend sein. In der aktuellen Version unterstützt Pixelmator Pro das HEIF und RAW Format.

Pixelmator Pro ist eine reines Mac OS Programm und richtet sich von der Oberfläche sehr stark an Apple’s Oberflächen-Look. Es ähnelt dem Photos sehr stark. Für Mac User ist das Programm welches 64,99 kostet eine gute Alternative zu Photoshop, für Windows User hingegen gar nicht.

PhotoScape X

Die koreanische Freeware gibt es auch für 39,99 € in einer bezahlbaren Pro-Version und ist eine Photoshop Alternative für Anfänger und Fortgeschrittene. PhotoScape gibt es für Windows und Mac. Die Pro-Version beinhaltet zusätzlich einige Funktionen wie: Farbauswahl, Gradationsfilter, Kurven, Levels und weitere, die aus meiner Sicht bei einer intensiveren Bearbeitung notwendig sind.

PhotoScape hat einen eigenen Modus Farben der sehr gut funktioniert. Ebenfalls können Masken erstellt und individuell eingestellt werden. Eine nette Funktion ist die Hinterlegung von Ränder die manchmal für Publikationen sehr cool sein kann.

Die Oberfläche ist sehr aufgeräumt, intuitiv und sehr ansprechen. Ich finde PhotoScape hat eine der benutzerfreundlichsten Oberfläche von allen Bildbearbeitungsprogrammen überhaupt. Die Software hat HDR und Fokus-Stacking und ist sogar als Integration in Apples Fotos verfügbar. Ich finde das persönlich sehr cool weil ich Apples Fotos als Präsentations-Fotoverwaltung nutze.

Gimp

Das kostenloses Bildbearbeitungsprogramm für Windows, Mac und Linux erschien erstmal in 1998 und zählt somit nicht zu den Newcomer. Dafür ist es aber sehr ausgereift.

Gimp ist sehr umfangreich wenn es um Bildbearbeitungsfunktionen geht und ist von den kostenlosen Programmen die stärkste kostenlose Konkurrenz für Photoshop. Die meisten Bearbeitungen können in beiden Programmen umgesetzt werden inklusive Ebenen.

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Dennoch scheint mir Gimp von der Ergonomie etwas unübersichtlicher und komplexer als Photoshop, aber vielleicht ist das auch nur mein subjektives empfinden. Ich mag generell keine schwebenden Fenster die in Gimp oft auch kritisiert werden.

Aber Gimp hat gegenüber Photoshop auch einige Vorteile. Zu diesen zählen natürlich der Preis, der 0€ beträgt, die Tatsache dass der auch auf Linux läuft und dass Gimp ein leichtgewicht in der Datenhaltung ist. Ein großer Nachteil in Gimp ist die fehlende RAW Unterstützung. Es gibt zwar eine Zusatzsoftware die jedoch etwas komplizierter ist. Wer allerdings seine RAW Fotos mit Adobe Lightroom oder eine seiner Alternativen verwaltet und bearbeitet, braucht keine RAW Unterstützung in Gimp.

Wenn du diese Vorteile brauchst dann ist Gimp für dich eine gute Wahl.

PaintShop Pro

Core ist in der aktuellen Version von PaintShop Pro auf einige wichtige Kundenwünsche eingegangen und sie umgesetzt. So wurde ein ausgereifte Bildverwaltung implementiert in der gesucht und gefiltert werden kann. Der Import ist laut angaben von Corel um 50% schneller wie in der alten Version. Vor allem Import von RAW Files funktioniert in Vergleich zu Photoshop rasend schnell. Gut, Adobe hat das Lightroom für die Bildverwaltung und RAW-Bearbeitung.

PaintShop Pro macht das auch mit einem zusätzlichen RAW Konverter, dem Aftershot 2, der als Plug-In integriert werden kann. Dieser genießt aber den Vorteil der Stapelverarbeitung und dem Hinterlegen von Scripts die vor allem das gleichzeitige Bearbeiten mehreren Fotos vereinfachen.

Grundfunktionen wie Weißabgleich, Belichtung, Gradationskurven, HDR-Fotos, Ebenen, Ebeneneffekte, Klonfunktion, Schärfen, Farben, Vektorgrafiken, Weichzeichnen, Auswahlwerkzeuge und andere sind bei beiden Programmen vorhanden und sind sich ähnlich.

Ebenfalls wurde in der aktuellen Version eine vereinfachte Oberfläche implementiert die vor allem Einsteigern das Arbeiten erleichtert. Dieser Modus findet man unter Arbeitsbereich/Grundelemente der standardmäßig beim ersten Öffnen aktiv ist. Etwas verwirrend finde ich der Wechsel zwischen diesen Modis und die Tatsache dass nur im Modus Komplett die Bildverwaltung sichtbar ist.

Alles in einem ist das PaintShop Pro eine sehr gute Alternative für Photoshop die sowohl für Windows als auch für Mac nutzbar ist. PaintShop Pro gibt es in zwei verschiedenen Versionen: PaintShop Pro Standard und PaintShop Pro Ultimate und liegen im Preis bei einmaligen Kosten von weit unter 100€. Wer die Corel Creative Collection, After Effects und weitere Funktionalitäten braucht der ist mit der Ultimate Version die ca. 15€ mehr kostet als die Standard besser bedient. Eine Versionsvergleich findest du hier auf der Corel Seite.

ACDSee Photo Studio

ACDSee Photo Studio ist der klassiker unter den Windows Fotobearbeitungsprogrammen und kam 1994 erstmalig raus. ACDSee ist sehr umfangreich in der Funktionalitäten, hat allerdings eine etwas sperrige gewöhnungsbedürftige Bedienung.

Wer auf die ACDSee Internetseite geht wird zunächst von dem großen Angebot an verschiedenen Foto und Videobearbeitungsprogramme erschlagen. Die Photoshop Alternative ist die Photo Studio. Es ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich:

ACDSee Photo Studio Professional ist mindestens der Ersteinstieg als Photoshop Alternative. Hier bekommst du schon eine Fotoverwaltung und eine RAW Entwicklung. Eine vergleichbare Software zu Photoshop erhältst du jedoch mit dem ACDSee Photo Studio Ultimate welche auch die Ebenenverwaltung beinhaltet. Einen kompletten Funktionsvergleich findest du auf dieser Seite.

Der Funktionsumfang ist groß und startet mit einer Fotoverwaltung welches Bewertung und Farbmarkierung unterstützt. Sogar eine Katalogisierung und eine Filter- und Suchfunktion ist hier zu finden und funktionieren sehr gut. In diesem Punkt punktet ACDSee gegenüber Photoshop. Die Performance ist akzeptabel.

Ähnlich wie im Lightroom findest du verschiedene Modis: Verwalten, Fotos, Ansicht, Entwickeln, Bearbeiten. Je nach Bearbeitungsschritt wechselt man im Modus Entwicklung um das RAW File zu entwickeln, oder Bearbeiten um zum Beispiel detaillierter mit Ebenen zu arbeiten.

Die Werkzeug Tools und Regler sind sehr umfangreich aber leicht unübersichtlich und teils sperrig. Dennoch deckt die ACDSee Photo Studio Ultimate die meisten Funktionen von Lightroom und Photoshop zusammen und bei einmalige Zahlung von ca. 140€ für die Ultimate Version ungefähr das gleiche kostet wie 1 Jahr Adobe Abo-Lizenzen.

Pixlr

Pixlr ist eine weitere kostenlose Software für Fotobearbeitung die allerdings in Vergleich zu allen anderen auf dem PC komplett browserbasiert funktioniert. Für mobile Geräte gibt es auch eine App (iOS und Android). Es gibt zwei Versionen:

  • Pixlr Editor
  • Pixlr Express

Die erstere ist deine Auswahl wenn du eine etwas intensivere Fotobearbeitung verfolgst. Pixlr hat die meisten Funktionen die auch Photoshop hat, allerdings teils in einer vereinfachten und übersichtlichen Form. Werkzeug Tools, Layers, Filter und sogar eine History – alles dabei und for free!

Ein schönes Beispiel was mit Pixlr gemacht werden kann

Photo Pos Pro

Kostenlos und umfangreich ist die Devise bei Photo Pos Pro. Auf der Internetseite wird dieses Tool als “The BEST professional editing choice!” beworben. Das ist natürlich immer subjektiv, aber das Programm hat wirklich alles was man für eine Fotobearbeitung braucht: Ebenen, Kurven, Effekte sind alle vorhanden und funktionieren gut.

Persönlich finde ich die Oberfläche leicht unübersichtlich. Aber wie bei anderen Tools ist es vielleicht nach einer Einführungsphase alles nicht so schlimm.

PhotoDirector

PhotoDirector unterstützt Ebenen und sogar 360° Fotos. Verschiedenen intelligente und kreative Filter erleichtern die Arbeit mit Bilder. Persönlich nutze ich Filter nicht so oft, ich finde jedes Foto ist individuell und für mich dienen Filter nur als Ausgangsbasis.

Der Fokus in CyberLinks Fotobearbeitung-Software ist die einfache automatisierte Nutzung. Ob vorkonfigurierte Ebenen-Templates, kreative Filter-Tamplates oder sogar eine automatisierte Linienkorrektur bei sogenannten “stürzenden Linien”  kann mit ganz wenig Klicks vorgenommen werden. Die Software richtet sich ganz stark Anfängern oder Nutzer die sehr schnell und mit wenig Einarbeitung Fotos bearbeiten wollen.

PhotoDirector kostet ca. 80€, ist aber manchmal in Aktionen auch für ca. 50€ verfügbar.

Magix Photo & Graphic Designer

Magix müsste in der Welt der Fotografie immer noch ein bekannter Name sein. Die Firma gibt es auch schon ewig, genauer gesagt seit 1993 und ist deutsch. In der letzten Zeit jedoch habe ich den Eindruck ist die Konkurrenz sehr stark geworden.

In der aktuellen Version des Photo & Graphic Designer fokussiert sich Magix auf die Bearbeitung von Fotos in Verbindung mit Grafikdesign. Diese funktioniert auf Vektorbasis und ist sehr mächtig.

Der Preis ist moderat und steht für Ansprüche an Grafikdesign ganz gut im Verhältnis.

Krita

Krita ist eine Bildbearbeitung welche sich neben den Windows und Mac User auch den Linux User wendet. Eine Linux Unterstützung ist eher selten zu finden bei den Bildbearbeitungsprogrammen. Dieses Programm ist allerdings eher für Fotodesigner gedacht.

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Verwandte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Photoshop und Lightroom? Adobe Photoshop ist ein Bildbearbeitungsprogramm welches den Fokus auf die endgültige professionelle Bearbeitung und Verfremdung eines Bildes setzt. Photoshop hat keine Funktionen der Bildverwaltung und RAW Entwicklung (die RAW Bearbeitung erfolgt mit einer integrierten Applikation Camera Raw). Adobe Lightroom ist komplementär und richtet sich vorwiegend den Funktionen Bildverwaltung und RAW Entwicklung.

Beste Zeit zum Fotografieren – eine Auflistung und Beispiele

In der Fotografie hat das Licht eine sehr entscheidende Auswirkung auf das Bild. Es ist verantwortlich für die Schatten, die Stimmung und die Farben. Die beste Voraussetzung zum Fotografieren ist ein gutes Licht. Viele Fotos entstehen mit natürlichem Licht, das Licht der Sonne. Doch wie verhält sich dieses über den Tag, bei unterschiedlichem Wetter oder in verschiedenen Jahreszeiten?

Die beste Tageszeit zum Fotografieren ist der Morgen und der Abend. Die tief stehende Sonne erzeugt ein schönes Licht und eine gute Stimmung. Das beste Wetter zum Fotografieren ist bei bewölktem Himmel. Die Wolken funktionieren wie eine große Softbox und lassen Schatten weich erscheinen. Gleichzeitig werden Bilder sehr gut beleuchtet, weil der Hell-Dunkel Kontrast nicht so hoch ist. Die beste Jahreszeit zum Fotografieren ist der Herbst. Seine bunten Farben sind ideal für eine Farbfotografie.

Auch wenn das oben beschriebene für die meisten von uns gilt, ist das sehr individuell. Es gibt Fotografen, die sehr gerne in der Nacht fotografieren. Ebenfalls solche die ihre besten Porträts bei Regen fotografieren oder andere die am liebsten Gletscher im Winter fotografieren. Jede Tageszeit, Wetter oder Jahreszeit hat ihre Reize, die ich gerne näher beschreiben möchte.

Was ist eigentlich mit Zeit gemeint?

Wenn die Zeit als Zeitpunkt, Moment oder auch Situation betrachtet wird, dann sind diese in der Fotografie die Tageszeit, das Wetter und die Jahreszeit gemeint. Es sind drei unterschiedliche Sichten auf die Zeit und haben auf das Bild eine große Auswirkung.

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Die beste Tageszeit in der Fotografie

Die blaue Stunde

Die blaue Stunde ist die Zeit zwischen Tag und Nacht. Es gibt zwei blaue Stunden:

  • die blaue Stunde am Morgen: ist die Zeit zwischen dem Aufhellen des Himmels morgens bis zum Sonnenaufgang
  • die blaue stunde am Abend: ist die Zeit unmittelbar nach dem Sonnenaufgang bis zum Einbruch der Nacht

Beide haben sehr ähnliche Eigenschaften, laufen aber von der Zeit entgegengesetzt. Wenn der Himmel in der blauen Stunde am Morgen langsam aufhellt, dunkelt er am Abend langsam ab. Das Licht ist also bei beiden vergleichbar.

Gewitterwolken im Sonnenaufgang
Gewitterwolken im Sonnenaufgang

Es gibt jedoch auch Unterschiede, die in der Fotografie keine unwesentliche Rolle spielen. So ist die Luft in der Früh reiner als am Abend. Staub und Dunst, die sich tagsüber in der Luft aufgesammelt haben, können sich während der Nacht absetzen. Abhängig von der Jahreszeit unterstützen Tau und Nebel bei der Reinigung der Luft zusätzlich sehr gut.

Tau und Nebel sind auch hervorragende Elemente für spannende Fotos. Am besten treten diese in der blauen Stunde am Morgen auf. Auch sind in der Früh tendenziell weniger Menschen unterwegs als Abends, und so hat die blaue Stunde am Morgen einige Vorteile im Vergleich zu der am Abend.

Tipps zum Fotografieren in der blauen Stunde:

  • Manuelle Einstellungen sind Pflicht. ISO100, kleine Blende (8-16) und lange Belichtungszeiten sind Standard. Bewegte Fotos müssen mit lichtstarken Objektive fotografiert werden. Der Hintergrund wird dabei unscharf, was oft beim tiefblauen Himmel nicht stört.
  • Stativ oder eine feste Ablage sind ein Muss. Ich muss zugeben, dass ich Stative nicht gerne einsetze, aber wenn doch, dann ist es mein super kompaktes und günstiges Rollei Compact Traveler No. 1. Für einige Anwendungen jedoch reicht mir mein Gorillapod völlig aus.
  • Nimm in allen Phasen der blauen Stunde Fotos auf. Der Himmel und das Licht verändern sich permanent und führen so zu unterschiedlichen Stimmungen
  • nutze die blaue Stunde als Vorbereitung für den Sonnenaufgang oder als Abgang für den Sonnenuntergang
  • nimm HDR-Bilder auf. Die meisten Kameras können diese als Einzelbilder aufnehmen, manche führen diese sogar automatisch zusammen

Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang fotografieren

Seit eh ist der Sonnenaufgang oder der Sonnenuntergang das Highlight des Tages. Vor allem, wenn der Himmel bewölkt ist und das rot-orange Licht reflektiert, sind Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge besonders schön. Das Licht durchquert viel mehr Atmosphäre, wenn die Sonne tief steht und wird somit anders gebrochen. Das Ergebnis ist ein schöner rot-orange warmer Farbton der in Kombination mit dem blauen Himmel ein schöner Farbkontrast ergibt.

Sonnenuntergang in den Alpen
Sonnenuntergang in den Alpen

Da Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge nur einige Minuten dauern, musst du früh genug eine adäquate Stelle aufsuchen, in der du alles in Ruhe vorbereiten kannst. Im richtigen Moment musst du nur noch auf den Knopf drücken.

Tipps um Sonnenauf- und Sonnenuntergänge optimal zu fotografieren:

  • Am besten nimmst du in deiner Kamera manuelle Einstellungen vor
    • ISO 100 für rauschfreie Fotos sind bei statischen Motive sehr zu empfehlen. Alternativ kann die ISO auch auf 800 oder mehr eingestellt werden, wenn die Belichtungszeit nicht so lang sein kann
    • bei einer langen Belichtungszeit kannst du die ISO niedrig halten. Das ist natürlich nur bei statischen Bilder möglich
    • die Blende wird in der Regel auf F8-16 eingestellt. Ausnahmen machen natürlich Fotos, bei denen das Motiv freigestellt werden soll. Bei Blende 8 sind die meisten Objektive am schärfsten, stellen jedoch nicht immer alles scharf im Bild dar. Motive die ganz vorne im Bild platziert werden müssen so mit einer kleineren Blende fotografiert werden
  • nutze Verlaufs-ND Filter, um den Himmel noch brillanter wirken zu lassen. Ich nutze bei meiner Sony Alpha 6000/6500 Kamera das Cokin WP-H3H0-25 Gradual ND Kit Creative Filter Set. Ich kann diese Filter für alle meinen nutzen. Das Schöne bei diesem System ist, dass sie mit den normalen ND Filter von Cokin kombinierbar sind, falls das Licht doch zu viel ist.
  • Ein Stativ ist gerade bei Fotos, die länger belichtet werden, sehr hilfreich.
  • Der Vordergrund ist bei Landschaftsfotos sehr wichtig. Ein Vordergrundmotiv ist ein Blickfang, der hervorragend mit einem Sonnenuntergang oder einem Sonnenaufgang im Hintergrund harmonisiert.
  • Fotografiere mit Gegenlicht. Eigentlich kann bei Sonnenuntergang in jeder Richtung fotografiert werden.
  • Porträts solltest du am besten Abends im Gegenlicht fotografieren
  • morgens hingegen kannst du den Tau als Vordergrundmotiv aufnehmen. Auch der Nebel ist ein exzellentes Motiv

Fotografieren bei Sonne in der Mittagszeit

Die Sonne in der Mittagszeit ist sehr hart und kommt von oben. Zu dieser Uhrzeit sind Porträtfotos ohne Schatten oder Reflektoren eigentlich tabu. Schatten unter den Augen, Nase oder Kinn sehen überhaupt nicht gut aus.

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Dennoch kann diese Zeit für Sportfotografie genutzt werden. Hier sind sehr kurze Belichtungszeiten sehr wichtig und starkes Licht vorteilhaft. Ansonsten kann diese Zeit für Indoor-Fotografie wie Museen genutzt werden. Auch im Schatten kann in der Mittagssonne fotografiert werden.

Nachts Fotografieren

Die Stadt ist eine hervorragende Kulisse für Nachtfotos mit Langzeitbelichtung. Städtefotos, fahrende Autos, Autobahnen aber auch Architektur sind sehr gute Motive für die Nachtfotografie. Lange Belichtungszeiten sind der Trick dabei.

Nachtfotografie: Halbmond
Nachtfotografie: Halbmond

Aber nicht nur in der Stadt findest du nachts Fotomotive. Abseits der Stadt kannst du den Mond, die Sterne und Planeten fotografieren. Denn hier brauchst du eine licht-freie Umgebung. Wie du den Mond fotografieren kannst, erkläre ich ganz genau in meinem Artikel: Mondfotos einfach gemacht! Wie fotografiert man den Mond?

Welches Wetter eignet sich am besten für die Fotografie?

Das Wetter ist ein entscheidender Faktor für Licht und Stimmung auf einem Bild. Ein Motiv sieht bei einem sonnigen Tag komplett anders aus als bei Regen 🙂 Ich möchte einige Eigenschaften zusammenfassen:

Fotografieren mit bewölkter Himmel

Wolken sind in der Fotografie sehr wichtig. Zum einen sind sie schöne fotografische Motive, wenn sie unterschiedliche Formen auf dem Himmel bilden. Zum andern dämpfen sie das Licht und erzeugen weiche Schatten. Auch bei Sonnenuntergänge oder -aufgänge sind Wolken schöne Elemente, in denen sich das Licht reflektiert.

Ein völlig bewölkter Himmel funktioniert wie eine große Softbox. Das Ergebnis ist ein weiches Licht und weiche Schatten. Sowohl für Porträts als auch für Landschaften, Städte, Parks, Blumen und viele weitere Motive sind dieses Licht perfekt.

Fotografieren bei Regen

Regentropfen am Flugzeugfenster
Regentropfen am Flugzeugfenster

Der Regen bringt Wasser und Tropfen, die beim Fotografieren sehr gut genutzt werden können. Ob Reflexionen in Wasserpfützen, nasse Scheiben oder Makrofotos mit Tropfen, all diese Motive können sehr spannend sein. Bei Regen, oder nach dem Regen ist die Luft auch sauber und lässt Fotos sehr klar erscheinen.

Gewitter fotografieren

Gewitterwolken sind sehr tolle Fotomotive, weil sie viele Strukturen beinhalten. Diese können in der Nachbearbeitung aus einem RAW noch mehr hervorgehoben werden. Kurz vor Gewitter sind die Wolken vollgesaugt und bringen ihre Energie zum Vorschein.

Sonnenuntergang mit Gewitterwolken in Muenchen
Sonnenuntergang mit Gewitterwolken in Muenchen

Das Gewitter selber bietet auch Blitze als Fotomotive, die mit einer Langzeitbelichtung relativ einfach eingefangen werden können. Wichtig ist allerdings, sich selber nicht in Gefahr zu bringen. Bei Gewitter solltest du nicht im freien Feld fotografieren, um Blitzeinschläge nicht an sich zu locken. Auch bringen Gewitter oft auch hohe Windgeschwindigkeiten, die Äste und andere Gegenstände mit sich mitreißen.

Ich finde Gewitter sehr spannen und jage ihnen manchmal hinterher. Am besten funktioniert es natürlich mit dem Auto. Da ist man im Notfall relativ sicher und man kann schnell den Standort wechseln.

Im Schnee fotografieren

Schnee ist ein gutes, aber manchmal etwas schwieriges Element in der Fotografie. Bei Schnee wird eigentlich empfohlen, mit einem ND-Filter zu arbeiten. Damit wird der Kontrast nicht so groß und die Strukturen im Schnee werden sichtbar.

Das ist natürlich Geschmackssache. Persönlich finde ich Schneefotos ohne ND-Filter besser, weil die Strukturen im Schnee nicht unbedingt zu den schönsten zählen. Werden hingegen farbliche Motive von Schnee umgeben, werden sie sehr schön hervorgehoben.

Sonnenschein im Bild

Fotografieren bei Sonnenschein ist deshalb nicht sehr empfehlenswert, weil eine kräftige Sonne harte Schatten wirft. Meistens kommen sie direkt von oben, was die Fotos noch weniger schön machen. Dennoch gibt es Fälle wie zum Beispiel in der Sportfotografie, bei denen ein hartes Licht gerade bei Fotos mit einer kurzen Belichtungszeit sehr gut unterstützen kann.

Persönlich meide ich den Sonnenschein beim Fotografieren.

Bei Wind fotografieren

Fotografieren bei Wind kann vor allem in der Streetfotografie sehr spannend werden. Leute, die sich vor Wind schützen können, interessant sein. Auch Porträts können gut werden.

Beste Jahreszeit zum Fotografieren

Der Frühling

Im Frühling erwacht die Natur aus ihrem Winterschlaf. Die ersten Blumen und Knospen fangen an zu blühen. Diese können ganz nahe fotografiert werden. Makrofotografie ist im Frühling sehr angesagt.

Makrofotgrafie: Pollen auf Blume
Makrofotgrafie: Pollen auf Blume

Aber auch Krokusse und Schneeglöckchen können im Frühling fotografiert werden. Am liebsten gehe ich auf dem Berg, um Krokusse zu fotografieren. Das ist zum einen sehr gesund und zum anderen ist die Hintergrundkulisse genial.

Auch blühende Bäume sind im Frühling gute Fotografie-Motive. Die japanische Nelkenkirsche ist etwas ganz Besonderes. Aber auch normale Kirschbäume, Apfelbäume, Birnbäume blühen schön. Wenn diese noch auf eine Löwenzahnwiese stehen dann ist das Bild perfekt.

Der Sommer

Getreidefeld mit Gewitterwolken
Getreidefeld mit Gewitterwolken

Urlaubsfotos mit Sonne und Strand sind jetzt angesagt, aber auch hier ist die beste Tageszeit in der Früh und am Abend. Ansonsten ist das Licht zu hart. Der Sommer bringt aber oft auch Gewitter mit. Schwere Gewitterwolken und Gewitter-Blitze sind perfekte fotografische Motive.

Der Herbst

Sonnenaufgang mit Wolken
Sonnenaufgang mit Wolken

Der Herbst ist die bunteste Jahreszeit. Ab Oktober beginnen die Bäume sich zu verfärben. Viele warme rötlich-goldene Farben mischen sich ineinander und ergeben die schönsten Farbmotive. Vor allem Sonnenaufgänge oder Sonnenuntergänge bringen schönen Farbkontrasten ins Bild. Morgens circa 1-2h nach dem Sonnenaufgang bildet sich schöner Nebel der eine mystische Stimmung erzeugt.

Der Winter

Der Winter kann manchmal für die Fotografie eine Herausforderung sein. Das ist in etwa so wie Skifahren ohne Sonnenbrille :/. Doch der Winter bringt jedoch einen schönen rauscharmen Hintergrund.

Drohnenfotografie: Tannen im Winter (Senkrechtsicht)
Drohnenfotografie: Tannen im Winter (Senkrechtsicht)

Drohnenfotografie im Winter finde ich persönlich sehr spannend. Von oben sind beschneite Bäume sehr Kontrast-voll. Der helle Schnee und die dunkelgrünen Tannenäste harmonieren hervorragend. Wenn du an Drohnenfotos interessiert bist, dann kann ich dir den Artikel Drohnenfotografie: 16 Tipps für coole Luftaufnahmen empfehlen.

Perfekte Harmonie: Wie die Fibonacci-Spirale in Komposition und Fotografie eingesetzt werden kann

Was haben eine Sonnenblume, ein Wirbelsturm und die Mona Lisa gemeinsam? Die Fibonacci-Spirale. Sie wird auch Goldener Schnitt genannt und ist ein Kompositionsprinzip, das auf einer mathematischen Folge basiert.

Es wird angenommen, dass die Fibonacci-Spirale perfekte Schönheit und Harmonie repräsentiert. Sie sieht nicht nur für das Auge ansprechend aus, sondern wenn man sie misst, erkennt man tatsächlich ein Muster oder einen Algorithmus.

Das Konzept zog Mathematiker, Philosophen und Künstler in seinen Bann, die die Fibonacci-Spirale als „Geheimcode der Natur“ feierten. In diesem Artikel wollen wir uns diese Formel ansehen und wie sie Ihr Auge schulen und Ihre Fotografie inspirieren kann.

Was ist die Fibonacci-Spirale?

Die Fibonacci-Spirale basiert auf einer der berühmtesten mathematischen Formeln der Welt: Die Fibonacci-Folge.

Vielleicht erinnerst Du Dich an diese nummerierte Liste aus Deinen Schulbüchern: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, und so weiter. Jede Zahl ist die Summe der beiden Zahlen davor. 0 + 1 = 1, 1 + 1 = 3, 2 + 3 = 5, usw. Es kann unendlich weitergehen, nach der Formel Xn+2 = Xn+1 + Xn.

Wenn du diese Folge graphisch darstellst, erhältst du eine logarithmische Spirale, die sich in vielen Dingen in der Natur wiederfindet: in den Samenköpfen einer Sonnenblume und den Schichten eines Kiefernzapfens, in der Form eines Hurrikans oder unserer Galaxie, in den Kurven einer Nautilus-Schale und unserem Innenohr.

Fibonacci Spirale: der Bildaufbau eines Karussells nach der Fibonacci Spirale
Fibonacci Spirale: der Bildaufbau eines Karussells nach der Fibonacci Spirale

Wenn du auch die Blütenblätter einer beliebigen Blume zählst, wird die Summe immer eine der Zahlen der Fibonacci-Folge sein. Zum Beispiel hat der Butterblumenstrauch fünf Blütenblätter und das Gänseblümchen 34. Und nach Ansicht von Botanikern sorgen diese Zahlen nicht nur für eine ästhetisch ansprechende Symmetrie, sondern haben einen praktischen Zweck: Jedes Blütenblatt ist so angeordnet, dass es das meiste Sonnenlicht einfängt.

Für Philosophen und Theologen war dies eine Bestätigung der Logik und Intelligenz in der Schöpfung.  So wandelte sich Fibonacci von einer obskuren mathematischen Formel zu einem tiefgründigeren Ausdruck der göttlichen Harmonie.

Wie wird die Fibonacci-Spirale in der Komposition verwendet?

Die Fibonacci-Folge kann in eine Spirale übersetzt werden, oder in ein Quadrat, dessen Länge eine der Fibonacci-Zahlen ist.

Stelle dir vor, du teilst einen Rahmen in mehrere Quadrate und „stapelst“ die kleineren Quadrate innerhalb des größeren.  Dann zeichnest du einen Bogen, ausgehend von einer der Ecken, und folgst den verschiedenen Schnittpunkten, bis er sich nach innen wölbt – ähnlich wie die Form einer Nautilus-Schale.

Fibonacci Spirale in der Natur: hier bei einer Nautilus-Schale

Künstler haben dies als Leitfaden für die Komposition von Kunstwerken verwendet, und wie sie Motive positionieren oder einen Blickpunkt wählen.

Die wichtigsten Details werden in der Mitte oder im kleinsten Bereich der Spirale platziert. Wenn du dir die Mona Lisa ansiehst, fällt ihr Gesicht genau in diese Stelle.
Die Spirale wirkt wie ein Rand, an dem alles, was außerhalb liegt, absichtlich frei oder unscharf gelassen wird.
Die Schnittpunkte helfen dabei, festzulegen, wo mehrere Motive platziert werden sollen (z. B. zwei oder mehr Personen in einem Schnappschuss oder einer Action-Aufnahme).

Was ist der Unterschied zwischen der Fibonacci-Spirale und dem Goldenen Schnitt?

Die Fibonacci-Spirale wird manchmal auch als der Goldene Schnitt (1:1,618) bezeichnet. Einige Digitalkameras und Bearbeitungssoftware haben es bereits als integrierte Funktion.

Das Verhältnis ist ebenfalls von der Fibonacci-Folge abgeleitet.  Nimm zwei beliebige Summen, die nebeneinander liegen, und teile die größere Zahl durch die kleinere Zahl. Die Antwort wird immer 1,618 sein.

Zum Beispiel die Folge: 5, 8, 13, 21

5 + 8 = 13 und 8 + 13 = 21
13 / 21 = 1.618.

Und in einer anderen Sequenz: 13, 21, 34, 55

13 + 21 = 34 und 21 + 34 = 55
55/32 = 1.618

Wie bei der Fibonacci-Spirale gibt es in der Natur viele Beispiele dafür. Es ist der Abstand zwischen Ihren Fingern und die Züge in Ihrem Gesicht.

Der Goldene Schnitt wird in der Malerei, Fotografie, Architektur und sogar in der Musik verwendet. Er wird verwendet, um den richtigen Abstand oder die richtige Proportion zwischen zwei Objekten zu messen, um eine perfekte Balance und Proportion zu erreichen. Er kann auch beim Zuschneiden von Fotos sehr hilfreich sein

Welche Künstler haben die Fibonacci-Spirale verwendet?

Während der Renaissancezeit wandten sich multidisziplinäre Künstler wie Leonardo da Vinci der Mathematik und Philosophie zu, um sich inspirieren zu lassen. Er verwendete die Fibonacci-Spirale in zwei seiner berühmtesten Werke: die Mona Lisa und das letzte Abendmahl.

Die Proportionen der Fibonacci-Spirale finden sich auch in der abstrakten Kunst wieder, wie z. B. in Salvador Dalis. Das Sakrament des Abendmahls und in der abstrakten Kunst von Mark Rothko und Piet Mondrian.

Der große Fotograf Henri Cartier-Bresson, der es vorzog, eine einfache Kamera zu verwenden und sich in erster Linie auf die Komposition statt auf die Ausrüstung zu konzentrieren, verwendete die Fibonacci-Spirale in vielen seiner Werke – von dramatischen Schwarz-Weiß-Landschaften über geschäftige Straßenszenen bis hin zu überzeugenden Porträts.

Wann sollte man die Fibonacci-Spirale am besten einsetzen?

Dies ist nicht die einzige Regel für die Komposition. Alternativen sind die Drittel-Regel oder das Phi-Raster.

Es gibt jedoch Situationen, in denen die Landschaft oder das Fotomotiv viele natürliche Kurven und Bewegungen aufweist. Zum Beispiel, wenn Sie die Draufsicht einer Wendeltreppe fotografieren, oder ein Modemodel mit einer langgezogenen und übertriebenen Pose und einem fließenden Kleid.

Die Fibonacci-Spirale in einer abstrakten Form

Da die Fibonacci-Spirale in der Natur vorkommt, verwenden viele Fotografen sie auch gerne in der Landschaftsfotografie und Makrofotografie. Versuche eine Nahaufnahme von Blumenblättern, Sukkulenten oder Muscheln zu machen – die Herausforderung besteht darin, den „versteckten Code“ in diesen alltäglichen Phänomenen zu erkennen.   

Wenn du dir nicht sicher bist, wann du die Fibonacci-Spirale verwenden solltest, experimentiere! Probiere verschiedene Kompositionstechniken aus, und wende die Fibonacci-Spirale an, um alternative Blickwinkel zu finden. Durch Übung wirst du dein natürliches Auge entwickeln und instinktiv wissen, was für dein Motiv besser ist.

Was bringt ein UV Filter?

Ein UV Filter wird sehr oft bei einem Kamerakauf empfohlen. Wer sich im normalen Elektrogeschäft beraten lässt, der bekommt mit der ersten Kamera oder Kamera-Kit fast immer ein UV-Filter drauf. Ist das ein Verkaufstrick, oder sind UV-Filter oder Schutzfilter tatsächlich sinnvoll? Zu diesem Thema wollte ich schon immer mit einen ausführlichen Bericht betragen, und voila, hier kommt er.

Ein UV-Filter, auch UV-Sperrfilter genannt, hält das ultravioletten Licht vom Kamera Film oder Sensor weg. Es filtert dieses unsichtbare Lichtspektrum und reduziert somit Verfärbungen, chromatische Aberrationen oder Unschärfen die diese Verursachen. Früher, vor allem bei älteren analogen Kameras und einfache Objektive waren UV-Filter hilfreich, heute jedoch sind sie nicht notwendig. Aktuelle Kamerasensoren filtern selber schon die meisten ultravioletten Lichter heraus. Die restlichen schaffen es die vergüteten Objektive mit ihren meist großen Anzahlen an Linsen.

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Doch wie verhält sich eine Linse in extremen Situationen? Salzkristalle, feiner Staub? Braucht man da nicht doch einen Filter? Im Gegensatz zur Frontlinse ist ein Auswechsel eines Filters ja nicht nur einfacher sondern auch günstiger. Gibt es überhaupt Beweise dass Filter die Bildqualität verschlechtern? Lass uns einzeln auf diese Punkte eingehen.

Sind UV-Filter sinnvoll bei Digitalkamera?

Aktuelle Kamerasensoren filtern schon das UV-Licht weg

Digitale Kamerasensoren sind von haus aus gegen Infrarotlicht sehr empfindlich. Deshalb haben eigentlich alle Sensoren einen eingebauten Infrarot-Sperrfilter welche natürlich von Sensor zu sensor unterschiedlich stark sind.

Die Inrarotlichter werden von Digitalkameras so stark aufgenommen dass eigentlich jede Kamera mit einer entsprechenden Anpassung auch als Infrarot Kamera funktionieren kann. Es gibt entweder die Möglichkeit den Infrarot-Sperrfilter zu entfernen, oder einen Infrarotdurchlassfilter darauf zu montieren um mit einer Langzeitbelichtung zu fotografieren.

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Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Moderne Objektive sind vergütet und kratzfest

Die Frontlinse eines modernen Objektivs besteht aus gehärtetem, vergüteten Glas. Sie sind relativ robust gegen Kratzer. Es muss schon einiges passieren dass sie kaputtgehen.

Auch gegen Staub sind die Frontlinsen der Objektive geschützt. Selbst leichtes Sandstrahlen dürften diese verkraften. Irgendwann ist natürlich der Punkt erreicht wenn starker Wind und Sand die Frontlinse matt strahlt, doch in solchen Bedingungen wird man nicht richtig fotografieren können.

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Sigma 16mm F1.4

Das Sigma Weitwinkel-Objektiv schlechthin!

Verschlechtern Filter eher das Bild?

Objektive werden ohne UV-Filter konstruiert und getestet. Sie werden dann so produziert dass sie eigen, ohne zusätzliches Glas die beste Qualität liefern. Setzt man nun einen zusätzlichen UV-Filter drauf, kann das die Qualität beeinträchtigen. Diese hängt nicht nur von dem UV-Filter selber ab.

UV-Filter gibt es in unterschiedlichen Varianten und Preiskategorien. Diverse Tests haben ergeben dass manche UV-Filter, insbesondere günstige UV-Filter nicht die optimale Qualität liefern.

Vor allem in der Kombination Objektiv und UV-Filter können Geisterbilder (ghosting) oder Doppelkonturen auftreten. Da UV-Filter flach sind, also kein Krümmung aufweisen, und beim Aufschrauben immer etwas Luft zwischen der Frontlinse und dem Filterglas existiert, reflektieren sie das Licht in manchen Situationen in das Objektiv wieder rein. Das Ergebnis sind Lensflares, Ghosting-Artefakte und Reflexionen die natürlich dann im Bild sichtbar sind.

Was passiert wenn eine UV Filter bricht?

Es gibt Berichte dass ein Bruch des UV-Filterglases die Linse zerkratzten könnte. Nun, ich sehe das als durchaus möglich wenn der Schock auf den Filter und Objektiv groß ist. Also, ein Sturz über eine gewisse Höhe könnte mit Sicherheit zu einer Beschädigung der Frontlinse führen, aber das würde es auch ohne UV-Filter tun.

Mir ist einmal die Kamera direkt auf das Objektiv gefallen. Lustigerweise hatte ich ein UV-Filter drauf weil ich den zufällig von einem Freund bekommen hatte. Der UV-Filter ging tatsächlich kaputt und am Objektiv brauch nur ein Teil des Filtergewindes ab. Die Frontlinse hatte jedoch keine Kratzer abbekommen.

Da Frontlinsen ziemlich robust sind, dürfte ein normaler Bruch ihnen nichts ausmachen. In bestimmten Fällen kann es aber schon passieren.

Alternative zum Filter

Es klingt zwar komisch, aber die Alternative zu einem UV-Filter ist KEIN UV-Filter.

Dazu gehören allerdings zwei grundsätzliche Maßnahmen dazu:

  • die Linse richtig säubern, und
  • einen sorgfältiger Umgang mit der Kamera

Da Frontlinsen teuer und aufwendig ausgetauscht werden können sollte man sie besser schonen. Hier einige Tipps für eine saubere Linse:

  • Bei Salz und Feinstaub solltest du vorsichtig putzen. Am besten zuerst den groben Schmutz mit dem Air Blower wegpusten. Dann eventuell mit den Pinsel vorsichtig nachputzen und dann erst mit Reinigungsmittel, Reinigungsstift und Objektiv-Reinigungstuch polieren.
  • Es gibt komplette und günstige professionelle Kamera Reinigungssets die alle oben genannte Werkzeuge beinhalten. Das hier kann ich dir gut empfehlen
  • Objektiv-Deckel bei Nichtverwendung immer drauf lassen. Es ist eigentlich nur eine Routine die entwickelt werden muss. Ich zum Beispiel schiebe den Deckel in die Kameratasche die ich auch zu mache. Das verhindert dass Dreck reinkommt.

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Wie verhält sich eine zerkratzte Linse?

Es gibt unzählige Tests die zeigen dass sogar eine Kamera mit einer völlig zerkratzten Linse immer noch optimale Bilder machen kann. Es liegt daran dass der Fokus ja weit in der Ferne ist und die Störelemente auf oder in der nähe der Linse teilweise komplett unsichtbar werden.

Dennoch, glaube ich dass größere Kratzer vor allem bei Nahaufnahmen die Qualität der Bilder beeinflusst. Dieses gilt zu vermeiden.

Weitere Risiken durch UV-/Schutz-Filter

Die meisten Filter werden auf das Objektiv aufgeschraubt. Filter oder Objektive sind aus Metall oder Kunststoff. Wenn Filter zu fest aufgeschraubt werden, dann ist es schwierig sie wieder abschrauben. Manchmal kann wirklich das Objektiv kaputt gehen.

UV-Filter Vergleiche

UV Filter vs Schutzfilter

Schutzfilter sind in Vergleich zu UV-Filter nur dafür da um das Objektiv zu schützen. Wie oben beschrieben, ist es fraglich ob sie es tatsächlich können. Sie bestehen auf Klarglas, im schlimmsten Fall aus Kunstoff. Sie Filtern nichts, sie schützen nur.

Schutzfilter vs. Streulichtblende

Schutzfilter und Streulichtblenden sind sind eigentlich komplett unterschiedliche Sachen. Eine Streulichtblende ist eine Sonnenblende, oder eine Gegenlichtblende. Sie hält die Lichtstrahlen von der Objektivöffnung weg um seitliche Reflektionen zu verhindern oder zu reduzieren. Sie funktioniert genau wie eine Sonnenmütze die die Sonnenstrahlen abhalten die sonst in die Augen gelangen.

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Cokin ND Filter

Streulicht-Blenden können ein Objektiv auch schützen insofern sie richtig aufgesetzt sind. Die meisten sind jedoch aus Kunststoff und können keine großen Stöße abfangen.

Wenn eine Streulichtblende verkehrt aufgesetzt sind, dann schütz sie die Objektivringe vor Kratzer. Ich trage bei allen Objektiven die Streublende wenn keine Sonne scheint verkehrt herum drauf. Diese schützen dann meine Sony Objektive seitlich vor Kratzer. Da die meisten aus Metall sind, sind sie etwas empfindlicher beim Lack.

UVFilter oder Polfilter?

Polfilter halten Reflektionen von stark reflektierenden Oberflächen weg, oder sie reduzieren diese. Polfilter werden vorwiegend zur Reduzierung von Reflexionen von Glasscheiben oder Wasseroberflächen. Hier helfen keine UV-Filter.

UV Filter vs. Skylightfilter

Skylightfilter haben die Funktion gebrochenes Licht zu reduzieren. Wenn die Sonne hinter den Bergen untergeht, brechen die Bergspitzen das Licht und erzeugen ein bläuliches Licht.

Fotozubehoer-Cokin-Gradual-ND-Filter

Cokin Verlaufsfilter

Die Skylightfilter sind so gebaut dass sie das Bild leicht rötlich färben um den Blaustich zu reduzieren. Skylightfilter wirkten allerdings wie auch andere Filter auch als UV-Sperrfilter. Deshalb werden sie manchmal gleichgesetzt.

Die Geschichte der Fotografie [Infografik]

Vor knapp 180 Jahren entwickelten Maler und Chemiker zusammen ein neues Verfahren, welches die Abbilder unserer Welt auf Papier festhalten konnten. Ein wichtiges Ereignis damals in Frankreich und ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Fotografie. Doch was passierte davor? Wie kam es zu dieser Entdeckung und vor allem, wie entwickelte sich die Fotografie zu dem, was heute für uns etwas ganz alltägliches ist?

I. Die Vorgeschichte: Camera Obscura

Der Einfluß des Lichtes auf das Wissen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Schon früh erkannte man dass Licht und Schatten unterschiedliche Spuren auf Holz und Papier hinterlassen und somit Abdrücke möglich sind.

Camera obscura.jpg
Von <a href=“//commons.wikimedia.org/wiki/Denis_Diderot“ title=“Denis Diderot“>Denis Diderot</a> and <a href=“//commons.wikimedia.org/wiki/Jean_le_Rond_d%27Alembert“ class=“mw-redirect“ title=“Jean le Rond d’Alembert“>Jean le Rond d’Alembert</a> – Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, Gemeinfrei, Link

In der Antike gingen die meisten Wissenschaftler wie zum Beispiel Euklid davon aus dass vom menschlichen Auge „Sehstrahlen“ ausgehen, die die Umgebung abtaste

n, ähnlich wie bei einem Blinden, der seine Umgebung mit einem Stab abtastet. Aristoteles hingegen war der Ansicht, Licht existiere außerhalb des menschlichen Auges. Alhazen ging an diese Theorien ganz anders ran und analysierte das menschliche Auge. Er erkannte die Bedeutung der Linse im Auge und widerlegte in wissenschaftlichen Experimenten die Sehstrahlen-Theorie.

Im 4. Jahrhundert v. Chr. entdeckte Aristoteles das Prinzip der Lochkamera. Er beschrieb die Erzeugung eines auf dem Kopf stehenden Bildes, wenn das Licht durch ein winziges Loch in einen dunklen Raum fällt. Im Mittelalter gelang es dann Linsen zu schleifen, die als Sammellinsen verwendet wurden um eine bessere Abbildung des Bildes zu erlangen.

Der Erfinder der Lochkamera ist Giovanni Battista della Porta, welcher im 16. Jahrhundert lebte. 1686 konstruierte Johann Zahn eine transportable Camera obscura die von Malern vor der Fotografie gern als Zeichenhilfe genutzt wurde.

II. Die ersten Techniken: chemische Experimente

Christoph Adolph Balduin entdeckte als erster versehentlich bei alchemistischen Versuchen dass aus Kreide und Salpetersäure das Kalziumnitrat entsteht und dessen getrocknete Rückstände leuchten. 50 Jahre später wollte der Gelehrte Johann Heinrich Schulze das Experiment wiederholen, mischte allerdings versehentlich auch Silberrückstände dazu, und erschuf so eine lichtempfindliche Oberfläche. Er gilt heute als Entdecker der Lichtempfindlichkeit der Silbersalze.

Thomas Wedgwood war um 1800 der Erste der mit Silbernitrat beschichtetes Papier, Leder oder Glas belichtete. Er scheiterte aber an der Fixierung. Möglichkeit der Fixierung mit Ammoniak oder Kochsalzlösung war dem schwedischen Chemiker Carl W. Scheele bereits bekannt, Wedgwood wusste es aber nicht.

Etwa zeitgleich, um 1798 begann Joseph Nicéphore Niépce in Frankreich mit den ersten nachweisbaren Experimenten zum Fixieren des Bildes, jedoch waren diese nicht lichtbeständig und verblassten nach kurzer Zeit.

III. Das erste Foto der Welt: die Heliografie

Der erfolgreiche Maler und Erfinder des Dioramas, Louis Jacques Mandé Daguerre, erfuhr von den Arbeiten Niépce und war so fasziniert, dass er sein Partner wurde. Per Briefkontakt tauschten die beiden sich über die Ergebnisse ihrer Arbeit aus. Sie arbeiteten an einem Verfahren um die Belichtungszeiten zu verkürzen.

Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Graserstes aufgenommenes und erhaltenes Foto

Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras ist die erste erfolgreich aufgenommene und erhaltene Fotografie der Welt. Sie wurde 1826 von Joseph Nicéphore Niépce im französischen Saint-Loup-de-Varennes hergestellt. Das Foto zeigt den Blick aus dem Arbeitszimmer von Niépces Gutshof Le Gras. Von der linken Seite her sieht ein Betrachter zunächst den Rahmen des Fensterflügels, das turmartige Taubenhaus des Gutshofs, weiter entfernt einen Baum, ein kleines Gebäude mit Pultdach und schließlich einen turmförmigen Kamin, wahrscheinlich vom Backhaus.

(Quelle: Wikipedia)

IV. Die ersten bleibenden Fotos: die Daguerrotypie

Pariser Straßenansicht (Boulevard du Temple), Daguerreotypie von Louis Daguerre, aufgenommen vom Fenster seines Arbeitszimmers aus, 1838; diese Aufnahme gilt als das älteste Foto, auf dem Menschen abgebildet sind

Erst nach Niépces Tod gelang es Daguerre 1837 eine belichtete, mit Silberjodid beschichtete Silberplatte in Quecksilberdämpfen zu entwickeln und anschließend in warmer Kochsalzlösung zu fixieren. Etwa zwei Jahre lang verbesserte er das Verfahren bis es schließlich François Arago, Leiter des Pariser Observatoriums, der Pariser Akademie der Wissenschaften und damit der Öffentlichkeit als Daguerreotypie vorstellte.

DaguerreotypieAufnahmeverfahren der Fotografie

Die Daguerreotypie war das erste kommerziell nutzbare Fotografie-Verfahren im 19. Jahrhundert. Sie ist nach dem französischen Maler Louis Daguerre benannt, der das Verfahren mitentwickelt und 1839 veröffentlicht hat.

(Quelle: Wikipedia)

V. Die Geburt der Fotografie: 19. August 1839

Der 19. August 1839 gilt als die Geburtsstunde der Fotografie. Die Französische Akademie der Wissenschaften erkannte das Potential des Verfahrens und die französische Regierung schloss mit Daguerre und Isidore Nièpce, dem Sohn des bereits verstorbenen Partners, einen Vertrag: Die beiden Erfinder erhielten für den Verkauf ihrer Erfindung, der „Daguerreotypie“, eine Rente, die Regierung wiederum erwarb damit die Rechte an dem Verfahren und konnte die Erfindung der Öffentlichkeit übergeben, so dass jeder davon profitieren konnte.

VI. Das Vervielfältigen der Aufnahmen: die Talbotypie, die Plattenverfahren

Jedes Bild war ein Einzelstück, ein Unikat. Dieses Problem erkannte der Engländer William Henry Fox Talbot, der seit 1834 an einem fotografischen Verfahren mit lichtempfindlichem Papier arbeitete (Schattenzeichnungen).

1840 stellte er das erste auch in der Kamera zu verwendende Negativ-Verfahren vor, das er als Kalotypie, einem Papier-Negativ-Positiv-Verfahren (auch Talbotypie oder Salzdruck genannt) bezeichnete. Es gab nun die Möglichkeit, Abzüge zu erstellen, allerdings war die Qualität im Vergleich zum Originalbild wesentlich schlechter.

1851 entwickelte Frederick ScottArcher das Kollodium-Nassverfahren, das die Fotoqualität deutlich verbesserte. Das erforderte allerdings dass die Fotografen sowohl ein Dunkelkammer-Zelt als auch empfindliche Glasplatten dabei haben mussten. Das machte dieses Verfahren nicht nur extrem aufwendig, sondern auch teuer.

Kollodium-NassplatteTrägerplatte für Fotografie

Die Kollodium-Nassplatte ist eine 1850/1851 von Frederick Scott Archer und Gustave Le Gray entwickelte fotografische Platte, die als Ambrotypie oder durch ein Negativ-Verfahren eine Fotografie erzeugt. Das dazugehörige Verfahren wird als nasses Kollodiumverfahren oder Kollodium-Nassplatten-Verfahren bezeichnet und setzt eine zur Anfertigung der Fotografie möglichst rasche Verarbeitung voraus. So musste etwa ein mobil arbeitender Reisefotograf in der Frühzeit der Fotografie immer ein Dunkelkammerzelt mit sich führen.

(Quelle: Wikipedia)

1871 wurde die fotografische Trockenplatte durch Richard Leach Maddox entwickelte. Dabei wird zwischen Aufnahme und Entwicklung getrennt und die Fotografen waren nicht mehr auf ein Dunkelkammer-Zelt angewiesen. Jetzt fing die Reisefotografie an.

VII. Die Erfindung des Films: Kodak

Kodak Nr. 1historischer Fotoapparat

Die Kodak Nr. 1 von George Eastman ist ein legendenumwobener Fotoapparat aus der Geschichte der Fotografie. Sie ist der direkte Nachfolger der Original Kodak, die 1888 erstmals vorgestellt und patentiert, deren Produktion jedoch bereits 1889 wieder eingestellt wurde. Die Kodak Nr. 1 wurde von 1889 bis 1895 produziert. Der Hauptzweck der Kodak Nr. 1 bestand darin, Eastmans Rollfilm zu vermarkten, den Eastman jedoch nicht als Erster patentiert hatte und um den sich ein Rechtsstreit mit Reverend Hannibal Goodwin bis 1898 hinzog, den Eastman verlor.

(Quelle: Wikipedia)

Im Jahre 1889 kam die Kodak-Box oder auch Kodak Nr. 1 genannt auf den Markt. Sie galt als erstes Amateurgerät. Ihr Erfinder Georg Eastman, setzte sich als Lebenszielt, die Fotografie zu verbreiten. Sie sollte einfach, sicher und preiswert sein. Er entwickelte die Marke Kodak und warb mit dem Motto „You press the button, we do the rest“: die Kamera samt vollem Film konnte in sein Labor eingeschickt werden, und nach etwa einem Monat, kam die Kamera mit den Fotos und neu eingelegtem Film zurück.

VIII. Die Farbfotografie

Farbfotografieadditive oder subtraktive Farbmischung von drei Farben

Als Farbfotografie bezeichnet man verschiedene fototechnische Verfahren zur Produktion von mehrfarbigen, realistischen Abbildern der optischen Wirklichkeit. Die Beständigkeit und Reproduzierbarkeit dieser Ablichtungen und Aufnahmen muss über Jahrzehnte gewährleistet sein.

(Quelle: Wikipedia)

Im Jahr 1861 veröffentlichte der schottische Physiker James Clerk Maxwell das erste Farbfoto als Nachweis für die Theorie der additiven Farbmischung, die auf der Young-Helmholtzschen Farbtheorie basiert. Die Vorführung der additiven Farbmischung (Additionsverfahren) basierte auf drei Diapositiven, die durch drei Farbfilter (Rot, Grün und Blau) fotografiert worden waren und durch entsprechende Filter deckungsgleich projiziert wurden.

1907 gelang es den Gebrüdern Lumière mit Hilfe des Autochrom-Verfahrens farbige Fotografien zu fertigen. Es mussten jedoch viele Jahre vergehen, bis die Firma Agfa 1936 den ersten Farbfilm vorstellte.

IX. Die Kleinbildkamera

Kleinbildkamera35-mm-Film mit einem Bildformat von 24 mm × 36 mm, in der Kleinbildpatrone vom Typ 135

Als Kleinbildkameras werden meistens 35-mm-Film-Kameras mit einem Bildformat von 24 mm × 36 mm verstanden, welche die Kleinbildpatrone vom Typ 135 verwenden. Im weiteren Sinne gehören alle Kameras dazu, die ein Filmformat von etwa zwei bis vier Zentimetern Kantenlänge besitzen; dabei handelt es sich um heute nicht mehr gebräuchliche Filmtypen und Formate.
Noch kleiner waren die unter dem Slogan Ritsch-Ratsch-Klick beworbenen Pocketkameras.

(Quelle: Wikipedia)

Mit Oskar Barnack kam 1925 die erste Kleinbildkamera auf den Markt. Durch die verbesserte Lichtempfindlichkeit der Filme gelang es kleinformatige Kameras herzustellen deren Fotos erst nachträglich vergrößert wurden. Eine Revolution in der Fotografie weil jetzt überall fotografiert werden konnte. Die Kleinbildkamera, damals mit einem 50 Millimeter Objektiv ausgestattet, blieb lange Standard in der Fotografie.

X. Die Spiegelreflexkamera

Die erste Spiegelreflexkamera wurde 1861 von Thomas Sutton konstruiert. Diese wurde dann im Laufe der Zeit mit Wechselmagazin und Klapp-Mechanismus erweitert bis schließlich um 1895 die erste „Spiegel-Reflex-Klappkamera“ erschien. Die erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera der Welt war die Kine Exakta der Firma Ihagee in Dresden, vorgestellt auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1936

Kine ExaktaKleinbildkamera

Die Kine Exakta ist eine Kleinbildkamera. Hergestellt wurde sie von der Firma Ihagee in Dresden. Der Kine Exakta kommt die Rolle der ersten in Serie produzierten einäugigen Kleinbildspiegelreflexkamera zu. Sie ist damit ein Meilenstein in der Entwicklung der Fotografie. Produziert wurde sie in mehreren Varianten zwischen 1936 und 1949.

(Quelle: Wikipedia)

Ebenso kam in den 40er Jahren durch Edwin Land die erste Sofortbildkamera auf den Markt. Zu nennen ist hier vor allem die Polaroid Kamera.

Ab den 1950er Jahren kommt die erste Blütezeit der Spiegelreflexkameras auf. Verschiede Objektive, Filter und Kameragehäuse werden entwickelt. Erste Fotoausstellungen wandern um die Welt.

1963 stellte die Firma Canon die erste Kamera mit automatischer Schärfeeinstellung vor. Eine kleine Sensation. Ebenso wie die Markteinführung der Rollei etwa zehn Jahre später, eine Kamera, die Blende, Verschlusszeit und Schärfe selbstständig einstellen konnte.

Mechanische Bedienelemente, LC-Displays und Autofokus waren wichtige Neuerungen der 1980er Jahre

XI. Die Digitale Revolution

Liste von Casio-Digitalkameras

Zum Produktangebot des japanischen Unternehmens Casio gehörten bis 2018 auch Digitalkameras. Dieser Artikel enthält eine Liste der verschiedenen Modelle der produzierten Baureihen. Sie reicht von der zuletzt produzierten EX-Serie (Exilim) über die Kamera-Armbanduhren bis hin zur bereits zuvor eingestellten QV-Serie.

(Quelle: Wikipedia)

Die digitale Revolution basiert auf der Erfindung des Mikrochips. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die allgemeine Computerisierung bei der in den 1980er Jahren der Computer auch im privaten Bereich Anwendung zu finden begann.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Fotografie selber durch die Digitalisierung komplett revolutioniert. Sie ermöglichte es Bilder ohne Filme, digital auf digitalen Datenträgern zu speichern. Das ist kostengünstig und einfach in der Handhabung der Bilder. Diese können direkt begutachtet, dupliziert, entwickelt und präsentiert werden. Bildbearbeitungssoftware erleichtert die nachträgliche Bearbeitung und ermöglicht es so, Fehler im Foto auszubessern.

Die Casio QV 10 ist die erste digitale Kamera auf dem Massenmarkt. Sie erscheint 1995 und hatte 0,25 Megapixel (Auflösung: 320 × 240)

XII. Das Mobiltelefon als digitale Kamera

Das weltweit erste Mobiltelefon mit integrierter Digitalkamera, das Toshiba Camesse erschien 1999 für den japanischen Markt. Die fotografische Qualität war jedoch anfangs gering und selbst 2002 betrug die Auflösung der Mobiltelefonkameras maximal 640 × 480 Pixel.

Nokia Lumia 1020Smartphone des Herstellers Nokia

Das Nokia Lumia 1020 ist ein Smartphone des finnischen Herstellers Nokia, welches besonders auf die Themen Fotografie und mobile Bildbearbeitung Wert legt. Es wurde im Juli 2013 von Stephen Elop im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt und war seit September 2013 offiziell für 699 € in Deutschland erhältlich.

Inzwischen ist die Kamera ein fester Bestandteil der Mobiltelefone und erreicht Auflösungen von bis zu 41 Megapixel.

Sony Alpha 6000 – Der ultimative Guide (Test, Review)

Die Sony alpha 6000 ist auch jetzt, nach so vielen Jahren, eine der beliebtesten Kameras der Welt. Obwohl schon mehrere Nachfolger herausgekommen sind, wird sie immer noch produziert und verkauft.

Aus den Bestsellerlisten ist sie eigentlich nicht mehr wegzudenken. Ich wollte mal wissen warum das immer noch so ist und ob ein Kauf sich trotz Nachfolger und großer Konkurrenz immer noch lohnt.

Die Sony Alpha 6000 ist eine spiegellose Systemkamera mit einem APS-C Sensor von Sony. Eine spiegellose Konstruktion ermöglicht ein kompaktes und gewichtssparendes Gehäuse und Objektive trotz relativ großem Sensor. Wie bei der NEX Serie können Sony E-Mount Objektive genutzt werden und reiht sich die Sony Alpha 6000 als kleinstes Modell in der Alpha 6000-er Serie ein.

Sie wurde im Februar 2014 veröffentlicht und erobert seitdem die Herzen der Hobbyfotografen auf der ganzen Welt.

Die meisten (Hobby-)Fotografen kaufen diese Kamera aufgrund der vielversprechenden technischen Daten und des Erfolges welches sie feiert. Was sich millionenfach verkauft hat, kann ja nicht schlecht sein. Was sie aber zu einer ganz besonderen Kamera macht ist vor allem das Preis Leistungsverhältnis. Mit etwas mehr als 400€ ohne Objektiv und noch unter 500€ mit dem kleinen Kit-Objektiv ist sie für den Einstieg in die Fotografie immer noch ideal.

Nach fast 5 Jahren Einsatz kenne ich sie sehr gut und bin immer noch fast so begeistert wie damals in 2014. Dieses Review ist ein Hommage an meine erste Systemkamera die meine Sichtweise völlig verändert hat.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war diese Kamera, wenn’s mich nicht täuscht, die schnellste spiegellose Systemkamera der Welt. Sie konkurrierte mit professionellen Spiegelreflexkameras und bietet auch heute noch einen schnellen und akkuraten Autofokus. Der Sensor ist immer noch aktuell und wird in den Nachfolger Sony Alpha 6300 und Sony Alpha 6500 mit kleinen Änderungen eingesetzt. Allein das macht sie immer noch aktuell.

Was macht die Sony Alpha 6000 zur perfekten Fotokamera?

Die Sony Alpha 6000 ist aus mehreren Aspekten eine hervorragenden Auswahl. Sie ist sehr klein, leicht und bietet qualitativ hochwertige Ergebnisse für Bilder und Full HD Videos. Mit ihrem super schnellen Autofokus schlägt sie immer noch viele neuere Kameras.

Eine weitere coole Eigenschaft der Sony Alpha 6000 ist ihr besonders guter Sensor. Sony produziert schon länger Vollformat- und APS-C Sensoren. Mit diesem Sensor schaffte Sony einen Durchbruch in Punkto Qualität. Seine Lichtempfindlichkeit ist für seine Größe sehr gut und kann auch in schwierigen Lichtsituationen sogar bei einer ISO Einstellung bis 3200 noch sehr brauchbare Ergebnisse erzielen.

Angesichts des relativ niedrigen Preis und der hohen Qualität ist die Kamera ein Dauerbrenner, und das schon seit Jahren. Als Kit Paket, d. h. Sony alpha 6000 + das Kit Objektiv Sony SEL P1650 kosten bei Amazon unter 500€. Wenn du bedenkst dass das SEL-P1650 allein ca. 200€ kostet dann ist der Preis sehr angemessen.

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Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Doch bei dem Preis müssen auch Kompromisse gemacht werden. Die Kamera hat ein Kunststoffgehäuse und ist nicht einmal spritzfest. Fairerweise muss man sagen dass die meisten Kameras in dieser Preiskategorie diese Funktion nicht haben. Bei der Ergonomie müssen leider Abstriche in Kauf genommen werden. Vor allem Umsteiger von einer größeren Spiegelreflexkameras müssen anfangs damit kämpfen, denn diese kleine Kamera liegt nicht so gut in der Hand. 

Lange Zeit galt die Objektiv-Auswahl als sehr überschaubar und nicht richtig deckend. Zwar gab es zumindest die Sony Objektive die alle Bereiche abdecken konnten, aber es fehlten ein paar gute Festbrennweiten, lange Teleobjektive und lichtstarke Zoomobjektive. Dieses änderte sich in den letzten Jahren vor allem seit dem auch Sigma mehrere neue Objektive herausbrachte. Unter ihnen einige Festbrennweiten mit einer Lichtstärke von F1,4. Das Sigma 16 mm F1.4 oder das Sigma 30 mm F1.4 entwickelt sich gerade zu beliebte Objektive für die Sony Alpha a6000, a6300, a6400 und a6500.

Wie kam ich zu der Sony Alpha 6000

Anfang 2014 besuchte ich mal wieder den MediaMarkt an der Einsteinstraße in München, und wollte sehen was es neues gibt auf dem Foto und Apple Markt. Es war ein reiner Informationsbesuch denn gerade vor 3 Monaten hatte ich für meine Sony Spiegelreflex neue Objektive gekauft. Ich war eigentlich ziemlich zufrieden mit der Spiegelreflex und vor allem mit der Objektivauswahl. Lediglich die Objektiv Geräusche beim Fokussieren störte mich beim Filmen. 

Zu dem Zeitpunkt war meine Tochter nicht einmal 6 Monate alt und mich fingen an diese diese Objektiv Geräusch immer mehr zu stören. Zwar konnte ich ein externes Mic anschließen oder die Geräusche mit einer Software im Nachhinein beseitigen, aber ich wollte da keine zusätzliche Zeit damit verbringen.Keineswegs dachte ich einer neuen Kamera und schon gar nicht an einem Systemwechsel. Viel zu sehr mochte ich meine Sony A-Mount Objektive. Und was kam nach meinem Besuch raus?

Ein kompletter Systemwechsel. Na toll!

Das dumme dabei: ich hatte keine Ahnung dass ich all meine Objektive nicht nutzen kann. Ich hatte mich komplett auf die Hoffnung gestützt dass der A-Mount auf E-Mount Adapter perfekt funktioniert. Aber, Pustekuchen!

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Nun war ich jedoch so überzeugt von der Kamera dass ich sie nicht mehr zurückgeben wollte. Ich startete mit dem kleinen Kit, wenig später mit dem großen Kit-Objektiv SEL55210 (hier mein Bericht dazu: SEL55210 Sony Alpha 6000 Kit Objektiv Review) und wieder wenig später das SEL50F18. Bald folgten das SEL18105 und eine Sony Alpha 6500 und noch vieles mehr. 

Heute bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Equipment.

Look and Feel, Ergonomie und Handhabung der Sony a6000

Ich finde persönlich dass die Sony Alpha 6000 sehr cool aussieht. Sie ist ein guter Mix zwischen Retro und sehr schlicht. Sie ist mit Sicherheit nicht die schönste Kamera, aber sieht immer noch sehr gut aus. Die Ergonomie ist bei ihrer Größe, Gewicht und Design nicht perfekt. Anfangs wirst du zu kämpfen haben vor allem wenn du eine größere Spiegelreflexkamera genutzt hast. 

Der Griff ist nicht sehr ergonomisch, die Kamera scheint dir Anfangs ganz einfach aus der Hand fallen zu können. Mit der Zeit gewöhnen sich die meisten daran. Ansonsten sind die Knöpfe, das Display und andere Elemente sehr ergonomisch angelegt. Die Position des Suchers ist ganz auf der linken Seite und ist für diejenigen die mit dem rechten Auge durchschauen perfekt weil die Nase nicht immer ans Display anschlägt.

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Größe und Gewicht

Mit den Maßen von 120 x 66,9 x 45,1 mm und einem Gewicht von gerade mal 285 g (nur Kamera) erinnert diese Systemkamera an eine Kompaktkamera. Sie ist klein und sehr leicht. Zusammen mit dem kleinen Kit-Objektiv passt sie sogar in einer größeren Jackentasche locker rein. Das habe ich auf meinen Bergtouren lange Zeit so gemacht bis ich doch angefangen habe die größeren lichtstarken Objektive mitzunehmen.

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Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Farben und Material

Es gibt vier Farben die es fest im Angebot zu kaufen gibt: Graphitgrau, Silber, Weiß und Schwarz. Persönlich finde ich die zwei Graphitgrau und Silber sehr schön. Der Kontrast zum schwarzen Griff und Display ist schön und gibt der Kamera einen hauch mehr Retro-Design. Schwarz ist im Gegensatz sehr schlicht und dezent und Weiß ist vielleicht eher für eine Damenhandtasche geeignet. Alle vier sind schön, es ist einfach nur Geschmacksache. Ich hatte 2014 zwei Farben zur Auswahl und entschied mich für die silberne Variante.

Der Sensor (Größe, Maße, MP, Lichtempfindlichkeit, …)

Das Herzstück der Kamera ist ein APS-C Sensor mit den Maßen von 23,5 x 15,6 mm mit einem Crop-Faktor von 1,5. Das bedeutet dass ein Vollformat-Sensor um 1,5 mal größer ist als dieser APS-C Sensor. Grundsätzlich kann man sagen dass je größer ein Sensor ist umso besser die Qualität und umso besser die Lichtempfindlichkeit. Innerhalb einer Größe gibt es jedoch Unterschiede zwischen den verschiedenen Sensoren und die Sony APS-C Sensoren sind qualitativ sehr fortschrittlich. 

Mit 24,7 Megapixel und Bildmaßen von 6000×4000 Pixeln ist die Auflösung sehr gut und das Seitenverhältnis von 3:2 ist aus meiner Sicht ideal. 3:2 ist heutzutage der Standard bei Fotoausdrucke und relativ nahe am TV Standard 16:9. Im Vergleich haben die MFT (Micro four Thirds) Sensoren ein Seitenverhältnis von 4:3, ein alter Standard für Fernseher.

Der Sucher

Wie oben schon erwähnt finde ich die Position des Suchers ganz links sehr gut. Ich schaue eigentlich immer mit dem rechten Auge durch und komme bei dieser Kamera nirgendwo mit der Nase ran. Das klingt etwas lustig, kann aber mit der Zeit sehr störend sein vor allem wenn die Kamera einen Touchscreen hat. Ansonsten ist der Sucher ein elektronischer Sucher mit 1.440.000 Bildpunkte. Elektronische Sucher sind typisch für Kompakt- und Systemkameras, denn genau der fehlende Spiegel ist ermöglicht keine optischen Sucher. 

Der große Vorteil beim elektronischen Sucher ist dass du genau das siehst was auf dem Foto später gespeichert wird (zumindest fast immer). Der Nachteil ist dass vor allem bei älteren Kameras die Auflösung nicht so hoch ist. Das ist ein bisschen das Problem auch bei der Sony Alpha 6000. Die Auflösung ist nicht sehr hoch und das Bild ist somit etwas pixelig vor allem im Vergleich zu ihren jüngeren Geschwister a6500, a6400, a6300. Aber ich finde man kann damit immer noch gut fotografieren.

Das Display

Na ja, könnte echt besser sein. Die Mechanik ist relativ simpel gehalten: es kann nur geneigt werden. Wer ein ausklappbares Display erwartet der wird enttäuscht. Vor allem für Selfies oder Youtube Filme von sich selber absolut ungeeignet. Zwar kann eine extra Display oder das Handy unterstützen aber diese müssen etwas komplizierter angebracht und angeschlossen werden. 

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Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Die einzige brauchbare Display-Funktion ist das Neigen. So kann auch mal von unten oder von oben fotografiert werden und das Bild auf dem Display ist sichtbar. Drehst du es aber mit gekipptem Display in Hochformat um, dann wird es wieder schwierig. Das ist echt störend und wurde auch viel kritisiert. Ebenso ein kleines Manko für einige: das Display hat keine Touchscreen Funktion. Ehrlich gesagt stört mich das nicht so sehr. Zwar kann man beim Fotografieren und vor allem beim Filmen den Fokus setzen, aber manchmal erfolgt das unbewusst und schaltet dann automatisch den Autofokus aus. 

Die Auflösung von 921.600 Bildpunkte jedoch kann sich sehen lassen und die Qualität ist ganz in Ordnung, auch bei Sonneneinstrahlungen. Persönlich nutze ich beim Fotografieren und prüfen der Bilder den Sucher eher mehr.

Der Autofokus

Die Kamera hat bei seiner Vorstellung laut eigenen Angaben den schnellsten Autofokus der Welt. Tatsächlich war er sogar schneller als einige professionelle Vollformat-Spiegelreflexkameras und schlug in seiner Klasse die meisten Rekorde. 

Der schnelle Hybrid-Autofokus hat 179 Punkte für die AF-Phasendetektion und 25 Punkte für die AF-Kontrast Detektion. Praktisch erkennt er auf ca. 3/4 der Fläche Bewegungen und zieht einen relativ sauberen Autofokus nach. Die Nachfolger Kameras wurden natürlich weiterentwickelt und sind viel besser aber diese „alte“ Kamera ist heute noch beim Punkt Autofokus immer noch sehr gut. Es gibt 5 Modis wie zum Beispiel Automatischer, Einzelbild oder Kontinuierlicher Autofokus. Weitere Funktionen wie Fokussperre inklusive.

Das Filmen

Das Filmen war Anfangs einer meiner wichtigsten Auswahlkriterien. Zwar gab es schon damals die ersten 4K Kameras, allerdings nicht in dieser Klasse. Heute ist seine Full-HD Auflösung etwas veraltet, und ist möglicherweise einer der Hauptnachteile. Trotzdem gibt es aber genug Leute, sogar YouTuber die mit einer Full-HD Auflösung klar kommen. Gerade wenn die Videos geschnitten werden sind für 4K Material viel Rechenleistung notwendig ist. 

Als Video-Ausgabeformat kann zwischen AVCHD (MPEG-4 AVC/H.264) und mp4 (MPEG-4 AVC/H.264) ausgewählt werden. Dauer Autofokus und Auto Slow Shutter sind vorhanden und funktionieren sehr gut. Als Videoformate gibt es PAL und NTSC, wobei das erstere bis maximal 50 Bilder pro Sekunde und das NTSC sogar 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Diese Einstellung kann ich dir wärmstens empfehlen, auch wenn du jedes mal beim Starten bestätigen musst dass du das NTSC Format nutzen möchtest. Auf einer Speicherkarte kannst du leider nur eins dieser Formate aufnehmen weil sich die Formatierung unterscheidet.

Die Videoqualität ist sehr gut, der Autofokus funktioniert bei gutem Licht einwandfrei. In ganz dunklen Situationen hat er natürlich seine Problemchen, aber das ist bei den anderen Kameras noch schlimmer. Die Lichtempfindlichkeit des Sensors, das Filmen also in schwierigen Lichtverhältnissen ist beachtlich. Selbst bei ISO 3200 oder sogar 6400 liefert sie gute Videoergebnisse die noch relativ scharf und detailreich sind. Mit entsprechendem lichtstarken Objektive bekommt man auch beim Filmen ein schönes Freistellen der Motive und somit einen schönen weichen unscharfen Hintergrund.

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Das E-Mount System

Wem die Sony NEX Serie bekannt ist, der kennt auch das Sony E-Mount System welches bei allen spiegellose Sony Kameras zum Einsatz kommt: bei der Nex Serie, der 6000-er Serie, der 7-er und der 9-er Serie. E-Mount Objektive unterscheiden sich noch mal in Vollformat-Objektive und APS-C Objektive. Die Vollformat-Objektive können auch für APS-C Kameras genutzt werden, andersrum aber nicht weil sie der Abbildungsbereich den Vollformat-Sensor nicht komplett abdeckt und du schwarze Ränder bekommst.

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Zwischenringe

Anders als das Sony A-Mount System, ist das E-Mount kleiner im Durchmesser. Das macht die Objektive deutlich kleiner und somit auch leichter. Sony hat relativ früh mit der Entwicklung der Systemkameras begonnen und haben sich einen großen Vorsprung ausgearbeitet. Auch heute profitiert Sony gegenüber Olympus und Fuji zum Beispiel. Canon und Nikon tun sich da unheimlich schwer damit, sie haben den Moment komplett verpasst und versuchen ihn jetzt nachzuholen.

Die Objektivauswahl

Inzwischen kann sich diese wirklich sehen lassen. Ständig kommen neue Objektive für APS-C und Vollformat raus und das Spektrum wird immer größer. Man muss bedenken dass die Entwicklung und Produktion eines neuen Objectives einige Jahre dauern kann. Sigma brachte vor einiger Zeit eine Reihe von E-Mount Objektive heraus und bereicherte die Auswahl um sehr hochwertige und scharfe lichtstarke Objektive. Eine kleine Auswahl und Empfehlung möchte ich dir hier nicht vorenthalten, wenn du willst, kannst du jedoch meine besten Empfehlungen für Sony Alpha Objektive hier im Detail nachschlagen:

Weitwinkel-Objektive:

Sony 10-18mm F4 – Das Ultra-Weitwinkel-Zoom-Objektiv.

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Sony 10-18mm F4

Das Sony APS-C Ultra-Weitwinkel-Zoom!

Ein sehr weites Objektiv mit einer Brennweitenbereich von 10-18mm (umgerechnet auf Vollformat sind das 15-27mm) und einer durchgehende Blende von F4. Das ist nicht schlecht zumal das sehr scharf Objektiv ist und eine für die Sony Alpha 6000 wichtige optische Stabilisierung hat.


Sigma 16mm F1.4 – das lichtstarke Weitwinkelobjektiv.

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Sigma 16mm F1.4

Das Sigma Weitwinkel-Objektiv schlechthin!

Super Sigma Qualität, scharf und lichtstark. Mit einer Blende von 1,4 kannst du damit auch in der Nacht fotografieren. Das Bokeh ist schön und Motive können schön freigestellt werden. Dieses Objektiv ist jedoch nicht stabilisiert was den Einsatz mit der Sony a6000 gerade beim Filmen erschwert. Wer hingegen den Fokus auf Fotos legt wird es lieben. 

Normal-Objektiv:

Sony 18-105 mm F4 – Das Reisezoom Objektiv.

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Sony 18-105mm F4

Das Sony APS-C Reise-Zoom schlechthin!

Etwas groß und schwer aber dafür eine durchgehende Blende von F4, innenfokussiert und einer Brennweite zwischen 18 mm und 105 mm. Der Einsatz ist divers und kann auch als “immer drauf Objektiv” genutzt werden. Der Power-Zoom, ein digitaler Zoom der von der Geschwindigkeit her ganz fein eingestellt werden kann, ist beim Filmen sehr hilfreich.

Alternativ kannst du das Sony 16-70z mit Zeiss Linsen kaufen. Dieses soll noch etwas schärfer und qualitativ hochwertiger sein, hat aber nur eine maximale Brennweite von 70 mm. 

Porträtobjektiv:

Sony 50mm f 1.8 – klassische Sony Festbrennweite

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Sony 50mm F1.8

Das günstige Sony APS-C Porträt-Objektiv!

50 mm APS-C,  umgerechnet 75 mm auf Kleinformat und eine Blende von 1,8 ist für Portraits sehr gut geeignet. Die Bilder des SEL50F18 sind sehr scharf, das Objektiv ist leicht, klein und günstig. Nur der Fokus ist beim manuellen Fokussieren sehr langsam. Ideal zum Einsteigen mit lichtstarken Festbrennweiten.

Tele-Objektiv:

Sony 55-200 mm F4.5-6.3 – das günstiges Kit-Teleobjektiv.

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Sony 55-210mm

Das günstige Sony APS-C Tele-Zoom Objektiv!

Das SEL55210 war mein zweites Objektiv für die Sony Alpha 6000 und habe es auch heute noch. Zugegeben, es ist nicht gerade das hochwertigste Objektiv, es ist nicht lichtstark, aber das Preisleistung Verhältnis ist sehr gut und es ist stabilisiert.

Sony SEL-70350G F4.5-6.3 – langes Teleobjektiv.

Sony 70-350mm F4.5-6.3

Das lange Sony APS-C Tele-Zoom!

Eins der längsten Tele-Objektive für Sony E-Mount Kameras mit guter Bildqualität jedoch niedriger Blende. 4.5-6.3 ist nicht lichtstark und du brauchst gutes Licht damit die Fotos rauschfrei sind. Aber 350 mm sind umgerechnet 525 mm bei Vollformat. Damit bekommst du den Mond fast füllen im Bild. Wer jedoch die lange Brennweite nicht braucht und vor allem auch Porträts fotografiert, der ist mit dem Sony 70-200mm F4 G OSS besser bedient.

Makro-Objektiv:

Sony 30 mm F3.5 – das Sony Makro-Objektiv.

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Sony Makro 30mm F3.5

Das günstige Sony APS-C Makro Objektiv!

Dieses kleine und sehr leichte Objektiv habe ich erst spät gekauft. Ich hatte viel mit adaptierten Makroobjektive oder Zwischenringen gearbeitet. Eines Tages kaufte ich es mir und es hat mich wirklich überrascht. Der Fokus sitzt gut, es ist schnell, und die Qualität ist einfach Bombe. Eine hohe Blende ist im Makrobereich nicht wichtig. Das Objektiv ist stabilisiert und kann auch zum Filmen gut eingesetzt werden.

Das Zubehör

Mit einer gute Kamera und einem Objektiv kannst schon mal gute Fotos schießen wenn du dich an einige Regeln der Fotografie hältst (in meinem Artikel 14 Fehler die du beim Fotografieren vermeiden solltest erkläre ich dir was du nicht machen sollst). Doch neben der Kamera gibt es zahlreiches Zubehör welches dir bei bestimmten Einsätze sehr hilfreich sein können. 

Zu diesem Thema habe ich ebenfalls ein detaillierter Bericht geschrieben: Das beste Zubehör für die Sony Alpha 6000. In diesem Artikel beschränke ich mich wirklich auf das wesentliche Zubehör. 

Ersatzakkus

Der Akku der a6000 ist relativ klein und hält nicht sehr lange. Mindestens ein Ersatzakku, besser zwei solltest du dir zulegen. Ebenfalls ist ein Ladegerät sehr hilfreich da die a6000 nur ein Ladekabel hat.

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Sony a6000 Akkus

Mit diesem Set mit 2 Ersatzakkus und ein Ladegerät habe ich gute Erfahrungen gemacht. 

Fernauslöser

Ein Fernauslöser ist wichtig. Zwar kannst du mit der App das Handy dafür nutzen, aber die Verbindung ist nicht einfach zu erstellen. Fernauslöser kosten sehr wenig, ich empfehle den JJC IR Fernauslöser für Sony Alpha.

Displayfolie

Hier findest du den aktuellen Preis, weitere Informationen, Reviews und Produktfotos

Eine Displayfolie hält dein Display fern von Kratzer. Wer möchte denn Kratzer haben wenn günstige Folien “den Kopf halten können”. Ich nutze die Bruni Schutzfolie für Sony Alpha a6000.

Blitzgerät

Das Nissin i40 für Sony E-Mount Blitz ist super. Sehr klein aber ohoo, kann TTL und HSS, und hat eine Blitzschuh-Verriegelung. Vier normale Akkus passen rein und halten relativ lange.

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Nissin i40 Blitz

Hülle oder Neopren Tasche

Ob Neopren-Tasche oder Normale Tasche bleibt dir überlassen, es ist eine reine Geschmacksache. Neopren Taschen kannst du hier auf Amazon suchen.

Diese gibt es in den verschiedensten Farben und schützen vor allem in einer größeren Tasche oder im Koffer. Auch eine Silikonhülle kann gut schützen und gibt es auch in verschiedenen Farben

Hier findest du den aktuellen Preis, weitere Informationen, Reviews und Produktfotos

Im Gegensatz zur Neoprentasche, ist die Kamera mit einer Silikonhülle immer bereit für eine schnelles Foto. Die meisten Funktionselemente wie Knöpfe, Display oder Objektiv sind offen. Das Market&YCY Professionelle Easy Cover kann ich hier empfehlen. 

Kameratasche

Es gibt viele Taschen für kleine Kompaktkameras. Wichtig ist zu wissen wieviele Objektive du darin verstauen möchtest und vor allem welches Objektiv oft auf die Kamera drauf ist. 

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Sony Kameratasche

Ich habe mit der Sony LCS-AMB gute Erfahrungen gemacht, die meisten Objektive passen hier mit der Kamera rein.

Das Menü

Altmodisch, unübersichtlich aber funktionell. So könnte man das Menü mit drei Wörter beschreiben. Bunte Einstiege und Grafische Darstellungen sind hier nicht vorhanden. Ich glaube es wäre schön aber sind nicht unbedingt notwendig. Das Menü muss gut funktionieren und die Funktionen und Einstellungen findbar machen. Wenn du eine Weile mit der a6000 arbeitest wirst du dich daran gewöhnen und dir wahrscheinlich nichts fehlen. Das ist bei mit der Fall. Etwas mühsam sind jedoch Funktionen zu finden die nicht oft genutzt werden. Diese hätte ich persönlich in Untermenüs gepackt.

Gut finde ich hingegen die FN Taste hinter der zwölf programmierbare Einstellungen hinterlegt werden können. So kannst du selber bestimmen welche Funktionen du schnell über kleine Symbole öffnen kannst. 

Die Grundeinstellungen

Als erstes empfehle ich das Bildformat auch RAW zu stellen. Wenn du keine RAW-Entwicklung und -bearbeitung machst dann bitte JPG + RAW einstellen, ansonsten kannst du dir das JPG der Kamera sparen, die nimmt nur Speicherplatz weg. 

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14 Fehler die du als Fotograf vermeiden kanns

Wenn du deine Fotos oft auf einem Monitor, TV oder Beamer anschaust dann kannst du das Seitenverhältnis 16:9 einstellen. Das Display hat ebenfalls ein Seitenverhältnis von 16:9. So erfolgt dann die Bildkompositionen auf 16:9, das RAW wird jedoch in Sensorgröße gespeichert, nämlich 2:3. 

Ansonsten solltest du auch das Videoformat auf maximal stellen. NTSC und 60 Bilder pro Sekunde sind meine Wahl.

Spezielle Funktionen und Kamera-Apps

Die Sony Alpha 6000 kam damals schon mit eigenen Apps raus. Timelaps ist eine der Apps die hilfreich ist, sie kostet jedoch 10 Euro. Ansonsten ist die Remote App wirklich zu empfehlen. Damit kannst du dein Handy als Fernsteuerung nutzen und die meisten Einstellungen vornehmen. Auch das Touchscreen funktioniert plötzlich (auf dem Handy … :)).

Anbindungen an Soziale Netzwerke hat die Kamera nicht, jedoch eine Übertragung auf dem Handy. Und das reicht aus meiner Sicht völlig aus, denn die Fotos sollten vor dem Publizieren immer entwickelt und / oder bearbeitet werden. Die Übertragung erfolgt über die PlayMemories Mobile App für iPhones und Android-Handys, die gleiche App die für eine Remote Bedienung notwendig ist.

Software Updates

Software Updates sollten wenn möglich immer gemacht werden, denn damit werden Fehler korrigiert oder Unterstützung für neue Hardware auf die Kamera. Eine Update ist relativ einfach aufzuspielen, auf der Downloadseite von Sony gibt es immer eine verständliche Anleitung dazu. Einzig Internet, Rechner und ein USB Kabel sind dafür notwendig.

Software zum Bearbeiten

Die wichtigste Software aus meiner Sicht ist eine Software für die Bildverwaltung, RAW-Entwicklung und RAW-Bearbeitung. Sony hat keine spezielle Software dafür, sie sind eine Partnerschaft mit dem dänischen Kamera- und Bildbearbeitungssoftware-Hersteller Phase One eingegangen. Dieser erstellte die Capture One Sony Version in der alle Funktionen der Capture One Pro zu finden sind, jedoch auf das Bildformat der Sony Kameras eingeschränkt. 

Capture One for Sony

Die professionelle Bildbearbeitung für Sony Kameras

Capture One ist meine favorisierte Software für die Bildverwaltung, RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung. Da ich viele Fotos auch mit dem Handy schieße und auch das DNG Format bearbeiten muss, nutze ich die Vollversion von Capture One Pro.

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Wie Capture One funktionert und was für einen Workflow ich verfolge kannst du im Artikel “Mein Capture One Workflow lesen. 

Die zweite Empfehlung ist das Adobe Lightroom welches die populärste Software ist. Verglichen mit Capture One kann inzwischen Lightroom nur als Mietlizenz für ca. 12€/Monat erworben werden. Dafür gibt es aber auch Adobe Photoshop, die Adobe Cloud und iOS und Android Applikationen die alle miteinander synchronisiert werden können dazu. 

Ergänzend zu Capture One kann das Bildbearbeitungsprogramm Affinity Photo eingesetzt werden. Es ist eine perfekte Alternative zu Photoshop die ich persönlich nutze und sehr empfehlen kann. Ansonsten kannst du dir meine beiden Artikeln zu Lightroom und Photoshop Alternativen anschauen, in denen ich eine Reihe von Software für die Bildbearbeitung aufgelistet habe.

Alternativen zu der Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6000 vs Sony Alpha 6300

Zwischen der Sony Alpha 6000 und der Sony Alpha 6300 gibt es nur wenige Unterschiede. Einige jedoch sind sehr relevant und rechtfertigt die a6300 als eine bessere Alternative zur a6000. Vielmehr ist sie für mich allerdings ein Nachfolger denn viele Features wie Sensorauflösung, Bildfolge, Empfindlichkeitsbereich, Akku, Display, und anderen sind genau gleich. 

Die größte Erweiterung ist die 4K Videoaufnahme bei der a6300 vs. Full HD bei der a6000. Wenn du unbedingt 4K aufnehmen musst, dann musst du zumindest auf die größere Schwester a6300 zurückgreifen. Der Sucher hat eine größere Auflösung als die a6000 und nähert sich damit einem kristallklarem Display. Der Sucher der a6000 ist aus meiner Sicht nicht nur störend, unter Umständen verfehlst du sogar den Fokus. Eine weitere Unterscheidung bei der a6300 ist der vorhandene Mikrofoneingang. Vor allem beim Filmen ist es sehr wichtig ein externes Mikrofon anschließen zu können. Die Alpha 6300 ist somit auch eine gute Videokamera. 

-> zur Sony alpha 6300

Alle Modelle nach dem a6000, also auch die a6300 verwenden ein neues Sensor-Design mit dünneren Kupferkabeln, mit denen mehr Licht in die Pixel gelangt und die Qualität von Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen verbessert wird. Zusätzlich hat dieser mit 425 Bildpunkte Autofokus im Vergleich zu den 179 Bildpunkten der a6000 wesentlich besseren Autofokus. Für die Alpha A6300 spricht also ein zuverlässiger und schnellerer Autofokus, der bessere Sucher und die bessere Videofunktion. Außerdem die Möglichkeit, ein externes Mikro anzuschließen und daß der Akku länger durchhält.

Sony Alpha 6000 vs Sony Alpha 6400

Die Alpha 6400 kam nach der Alpha 6500 auf dem Markt und brachte erstmals ein um 180° klappbares Display. Vor allem Youtubern und Selfie Fotografen kommt das entgegen die sich das schon lange wünschten. Ebenfalls wurde der schon exzellente Autofokus verbessert, der Hybrid-AF aus 425 Phasen- und 425 Kontrast-AF-Messfeldern macht es nahezu unmöglich einen falschen Fokus zu setzten. Manche klagen sogar dass der Spass am Fotografieren damit gedämpft wird. 

-> zur Sony alpha 6400

Auch sind Augenerkennung und -verfolgung bei der a6400 jetzt eine große Hilfe bei Porträts. Diese funktionieren jetzt dank verbessertem Chip sehr gut und automatisch sogar bei einem kontinuierlichem Autofokus. 

Sony Alpha 6000 vs Sony Alpha 6500

Die Sony a6500 wurde relativ kurz nach der a6300 vorgestellt und verärgerte viele Sony Alpha 6xxx Fans. Denn mit der a6300 brachte Sony erstmal eine 4K APS-C Kamera heraus, jedoch mit Probleme. Sie überhitzte sehr schnell und schaltete sich während der Aufnahme ab. Das konnte Sony nur später durch ein Update abstellen. Die Sony Alpha 6500 kam nicht nur ohne große Probleme raus sondern auch erstmal mit einem lang ersehnten 5-Achsen In Body Stabilisator und ein Touchscreen. Diejenigen die sich gerade eine a6300 gekauft die waren sehr enttäuscht. Auch der Puffer und die CPU wurden verbessert und konnte jetzt 300 Bilder auf einmal gespeichert werden. Ehrlich gesagt habe ich das nie genutzt.

Doch all diese Funktionen hat sich Sony jetzt teuer bezahlen lassen. Bei der Einführung kostete die Kamera ohne Objektiv 1.799€. 

Sony Alpha 6500

Die klassische Sony APS-C Systemkamera mit IBIS!

Die a6300 reihte sich preislich zwischen der a6000 und der a6500. Für die a6000 spricht vor allem der Preis den für die a6500 zahlt man deutlich mehr. Die a6500 hat einen etwas besseren Sensor, aber in der Realität wirst du keine riesen Unterschieden sehen und wenn der Fokus auf die Fotografie liegt und nicht auf das Filmen, dann ist die a6000 vom Preis Leistungsverhältnis unschlagbar.

Fotokamera-Systemkamera-Sony-Alpha-6000

Sony Alpha 6000

Die klassische Sony APS-C Systemkamera!

Für die Sony Alpha 6500 spricht die bessere Videoauflösung, der 5-achsen Bildstabilisator, das Magnesiumgehäuse, der Mikrofon-Eingang und vieles mehr. Vor allem beim Stabilisator sehe ich einen großen Vorteile für schärfere Fotos, ruhigere Videos und vor allem der Verwendung von nicht-stabilisierten Objektive. Sigma hat in letzter Zeit sehr gute Objektive herausgebracht die alle nicht stabilisiert sind. Wenn Objektive eine Thema für dich sind dann schau dir meinen Artikel “11 Top Sony Alpha 6000 Objektive (a6000, a6300, a6400, a6500)” an.

Sony Alpha 6000 vs Olympus OM-D E-M10 II

Im direkten Vergleich zur Sony Alpha 6000 steht die Olympus OM-D Mark II die 2015 auf dem Markt herauskam. Olympus baut genau wie Panasonic ihre Systemkameras auf das MFT Bajonett auf. Einer der großen Vorteile ist dass die Objektive beider Hersteller bei allen Olympus und Panasonic Kameras passen. Auch wird hier nicht zwischen Vollformat und MTF Unterschieden. Das ist ein Vorteil gegenüber der Sony Systemkameras denn die Objektive sind hochwertig und zum Teil exzellent. Was auch noch für Olympus spricht ist das Design. Ich mag das Design der Olympus Kameras, sie waren diejenigen die das Retro-Design wieder modern machten.

-> zur Olympus OM-D Mark II

Ein weiterer positiver Aspekt bei der Olympus OM-D Mark II ist der Sucher. Diese hat mit 2,36 MP eine Auflösung die fast doppelt so hoch ist wie die bei der Sony. Sony brachte diese Auflösung erst 2016 mit der a6300 heraus. Der größte Vorteil der Olympus jedoch sollte die integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung sein. Olympus hat mit der Entwicklung der In Body Stabilisierung schon früh angefangen und brachten schon mit der Mark II ein ausgereiftes System auf dem Markt. Heute sind sie die besten in diesem Bereich. Ein direkter Vergleich der aktuellen Bildstabilisierungen machte es mir klar: ich konnte mit einer Olympus OM-D Mark III nachts gestochen scharfe Bilder bei ganzen 4 Sekunden Belichtungszeit “aus der Hand” machen. Das schaffte ich mit meiner a6500 nicht einmal bei 1 Sekunde. Ebenfalls ist der Bildschirm besser und hat schon Touchscreen Funktionen. Er kann auch in jeder Richtung rotiert werden.

Was jedoch für die a6000 spricht ist der Preis (auch wenn der Unterschied nicht groß ist), der bessere und größere APS-C Sensor und mit 24 MP verglichen mit 16 MP eine größere Auflösung als die Olympus Kamera. Die Sony ist mit 11 Bildern pro Sekunde statt 8 viel schneller und hat viel mehr Autofokus Punkte. Der Autofokus insgesamt ist bei der Sony deutlich besser als bei der Olympus und die Sony ist die kleinere und leichtere Kamera. Auch sind Bildqualität und das Rauschverhalten deutlich besser bei der Sony.

Sony Alpha 6000 vs Olympus Pen-F

Zuerst möchte ich gerne auf das Design eingehen denn die Olympus Pen-F ist aus meiner Sicht eine der schönsten Kameras. Elegant, Old-School und sehr hochwertig. Die Sony sieht im Vergleich dazu aus wie eine billige Kompaktkamera. Gut, das Design ist auch wichtig, jedoch nicht so wichtig wie die Bildqualität. Und hier hat die Sony durch den größeren und besseren Sensor die Nase weit vorne. Auch der Autofokus der Sony ist um Welten besser, sowie das Rauschverhalten, mehr “dynamic Range”, höhere Auflösung, ein integrierter Blitz und vieles mehr.  

Auch gegenüber der Olympus PEN-F ist die Sony kleiner und leichter. Ob sie damit die bessere Reisekamera ist das hängt allerdings vom gesamten Equipment ab, vor allen die Objektive. Und die der Olympus scheinen mit etwas kleiner aber nicht unbedingt leichter zu sein. 

-> zur Olympus PEN-F

In Punkto Objektiv-Auswahl hat die Olympus die Nase vorne. Mindestens 80 Olympus und Panasonic Objektive gibt es auf dem Markt. Ein integrierter Bildstabilisator ist bei der Olympus auch dabei, sowie ein viel besserer und hochauflösender Sucher, ein detaillierterer Bildschirm der sich in alle Richtungen drehen lässt, 1/8000 Sekunden vs 1/4000 Sekunden Belichtungszeit um Objekte regelrecht einzufrieren und eine timelaps Unterstützung. Erwähnen sollte hier auch dass die Olympus PEN-F ganze zwei Jahre neuer ist als die Sony Alpha 6000.

Die 3 Arten der Fotobearbeitung

Nach einem stressigen Tag kann man sich gut von der Arbeit erholen, indem man seine Lieblingsmotive mit der Kamera festhält. Manchmal jedoch sind die Aufnahmen nicht so optimal, wie man es sich wünscht. Und genau hier kommt die Stärke der Fotobearbeitung ins Spiel: Viele unerwünschte Unschönheiten können beseitigt werden.

Eine einfache Fotobearbeitung umfasst die Korrektur der Belichtung, des Weißabgleichs, des Rote-Augen-Effekts und die Anpassung der Farben im Foto. Zu den fortgeschrittenen Techniken gehören die Verwendung von Farbverläufen und die Rauschkorrektur. Außerdem gibt es verschiedene Arten von Filtern, die verwendet werden können, um ein Foto hervorzuheben.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche dieser Bearbeitungsfunktionen es gibt, erläutern wir sie alle weiter unten im Artikel. Hoffentlich lernst du einige Techniken kennen, mit denen deine Fotos noch besser aussehen. Und du brauchst nicht einmal eine teure Bearbeitungssoftware, um deine Fotos toll aussehen zu lassen.

Grundlagen der Bildbearbeitung

Einfache Bearbeitungsfunktionen kannst du auf deinem Handy oder deinem Laptop durchführen. Auf beiden ist bereits eine Basis-Bearbeitungssoftware installiert. Auch wenn du nicht auf einige der fortschrittlicheren Funktionen von Adobe Lightroom oder Capture One zugreifen kannst, kannst du dennoch Verbesserungen vornehmen, um deine Fotos hervorzuheben.

Die in diesem Abschnitt besprochenen Bearbeitungsarten kannst du alle mit deiner Basissoftware durchführen. Solange du Vertrauen in dich als Fotografin oder Fotograf hast, kannst du auch mit einem kostenlosen Bearbeitungsprogramm umwerfende Ergebnisse erzielen. Wenn du gerade erst anfängst, findest du auf YouTube viele nützliche Tutorial-Videos zur Anwendung dieser Techniken.

Belichtung (Helligkeit)

Die Belichtung ist einer der wichtigsten Aspekte beim Fotografieren. Damit ist gemeint, wie lange der Verschluss der Kamera dem Licht ausgesetzt ist. Wenn die Verschlusszeit länger ist, fällt mehr Licht in das Fenster der Kamera. Bei einer kürzeren Verschlusszeit fällt weniger Licht ein. Dadurch wird bestimmt, wie hell oder dunkel das Foto erscheint.

Wenn du ein Smartphone hast, wird das gleiche Konzept angewendet. Du hörst vielleicht nicht das Klicken des Auslösers wie bei einer Kamera, aber es ist immer noch das Gleiche. Achte das nächste Mal darauf, wenn du ein Bild in einem dunklen Raum aufnimmst. Fällt dir auf, dass die Kamera länger braucht, um das Motiv zu fokussieren, das du fotografieren willst? Und wie lange es dauert, bis der Auslöser überhaupt zu klicken beginnt? Das ist die Lichtmenge, der die Kamera auf Ihrem Handy ausgesetzt ist.

Jetzt, da Du besser verstehst, was Belichtung ist, können wir besprechen, wie wir diese in deiner Software bearbeiten können. Auf dem Smartphone führst du alle Bearbeitungen durch, indem du auf „Bearbeiten“ drückst. Um die Belichtung deines Fotos zu korrigieren, klickst du auf „Helligkeit“. Nehmen wir an, das Foto ist viel zu hell (im Fachjargon „überbelichtet“). Dann muss der Helligkeitswert des Fotos verringert werden, um die Helligkeit etwas zu korrigieren. Allerdings ist dein Foto möglicherweise nicht von bester Qualität. Es ist viel schwieriger, ein überbelichtetes Foto zu bearbeiten, denn wenn man zu weit geht, sieht das Foto körnig aus.

Wenn dein Foto sehr dunkel (unterbelichtet) ist, kannst du die Helligkeit erhöhen. Möglicherweise denkst du, dass dein Foto nicht gut aussehen wird, weil du bei der Aufnahme nicht genug belichtet hast. Überraschenderweise ist es wahrscheinlicher, dass du ein unterbelichtetes Foto in besserer Qualität bekommst als ein überbelichtetes. Du kannst dem Foto Licht hinzufügen und sehen, ob es körnig ist oder nicht. In der Welt der Fotografie ist es viel einfacher, einen Mangel an Licht zu korrigieren, als ein Zuviel zu korrigieren.

Rote-Augen-Korrektur

Vielleicht erinnerst du dich daran, wie du als Kind Bilder von dir gesehen hast, auf denen deine Augen einen schönen, hellen Rot-Ton hatten. Dies wird durch die Lichtreflexion an der Pupille verursacht. Ein weiterer grundlegender Korrekturmechanismus, der in der Bildbearbeitungssoftware enthalten ist, ist der Rote-Augen-Filter. Das ist erstaunlich! Damit kannst du vampirhafte Fotos von deinen Geschwistern, Kindern, Freunden oder Kunden in ihre normale Form zurück verwandeln. Heutige Kameras und Smartphones jedoch, bekommen dieses meistens schon bei der Aufnahme sehr gut im Griff.

Bildausschnitt

Diese Technik dürfte fast jedem geläufig sein. Sie scheint eine der einfachsten Funktionen einer Bearbeitungssoftware zu sein. In Wirklichkeit ist sie nicht so trivial wenn sie als Teil der Bildkomposition betrachtet wird. Ein kluger Bildzuschnitt kann aus einem durchschnittlichem Foto ein gutes Foto herzaubern. Manchmal passiert es auch durch Zufall, man muss sich nur damit befassen.

Wenn du deinen Bildzuschnitt auf die nächste Stufe bringen willst, solltest du die Drittel-Regel anwenden. In der Fotografie wollen wir nicht, dass unsere Bilder perfekt zentriert sind. Dadurch wird das Auge daran gehindert, sich auf dem Bild zu bewegen. Stattdessen ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass das Foto leicht dezentriert ist, entweder nach rechts oder nach links. Wenn du den Blick des Betrachters lenken willst, kannst du auch den goldenen Schnitt verwenden.

Auch wenn du noch nie von dieser Regel gehört hast, ist sie instinktiv. Wenn du an deine Lieblingsfotos denkst, was macht sie so gut? Die Komposition und die Farben sind wichtige Faktoren, auf die wir am meisten achten. Wenn du jedoch darüber nachdenkst, wie die Dinge positioniert sind, erkennst du vielleicht die subtilen Auswirkungen, die diese Position auf die Wahrnehmung des Werks hat.

Farbanpassung (Sättigung)

Eine weitere einfache Technik, die du bei der Bearbeitung deiner Fotos anwenden kannst, ist die Anpassung der Farben. Je nachdem, welches Programm du hast, kannst du dies auf verschiedene Weise tun. Wenn du eine normale Bearbeitungssoftware auf deinem Handy oder Computer hast, kannst du einstellen, wie viel Farbe du auf dem Foto haben möchtest. Wenn du es schwarz-weiß haben willst, hast du die Sättigung komplett wegnehmen.

Wenn du viel Farbe haben willst, kannst du die Sättigung ganz hoch stellen. Dadurch kommen die Farben noch mehr zur Geltung. Wenn du die Sättigung eines Fotos erhöhst, kommen die wärmeren Farben besser zur Geltung. Die Brauntöne sind dann viel heller und wärmer. Alles hebt sich noch deutlicher ab.

Wenn Sie Programme wie Capture One, Luminar, Adobe Photoshop oder Adobe Lightroom verwenden, hast du mehr Kontrolle über die Farben, die du anpassen möchtest. In Adobe Photoshop kannst du einstellen, wie viel Rot, Gelb und Blau vorhanden ist. Diese drei Farben sind die winzigen Pixel, die die verschiedenen Farben auf deinem Foto erzeugen. Wenn eines der Bilder einen hohen Gelbanteil aufweist, kannst du entweder den Gelbton abschwächen oder den Blauanteil im Foto erhöhen. Ein ähnlicher Prozess und ein ähnliches Format kann mit fast jeder professionellen Fotosoftware durchgeführt werden.

Vignette

Eine weitere Grundfunktion zur Bearbeitung ist die Erstellung einer Vignette. Eine Vignette ist im Grunde ein kreisförmiger Schatten; die Ränder des Fotos werden abgedunkelt, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Brennpunkt des Fotos zu lenken. Die Vignette bildet einen Rahmen für Ihr Foto. Dieses Werkzeug ist zum Beispiel für Babyfotos interessant. Die Vignette kann als Rahmen verwendet werden.

Du hast immer noch die Möglichkeit zu entscheiden, wie weit du die Vignette treiben willst. Du kannst die Ränder des Fotos etwas abdunkeln und so einen subtilen Rahmen für den Betrachter schaffen. Oder du kannst die Vignette kräftiger gestalten, um eine direkte Aussage für dein Bild zu machen. Beide Techniken erzielen unterschiedliche Ergebnisse, so dass du mit dieser Funktion herumspielen musst, um herauszufinden, was dir gefällt.

Erweiterte Fotobearbeitung

Wenn du deine Fotobearbeitungsfähigkeiten verbessern willst, solltest du in ein besseres Bearbeitungsprogramm investieren. Eine der besten Plattformen für diese Zwecke ist Capture One oder Adobe Lightroom. Es ist relativ einfach zu erlernen, und du kannst mit den verfügbaren Bearbeitungswerkzeugen beeindruckende Ergebnisse erzielen. Wenn du dich mehr auf das Ändern des Hintergrunds konzentrieren oder drastischere Änderungen vornehmen möchtest, ist Luminar oder Adobe Photoshop besser geeignet.

Du hast Zugang zu Tools, mit denen du dich auf die Erstellung professioneller Fotos konzentrieren kannst. Diese Plattformen sind vielseitig einsetzbar. Sie verfügen immer noch über die Grundbearbeitungsfunktionen, über die wir weiter oben in diesem Artikel gesprochen haben, aber es gibt noch ein paar mehr Dinge, die man tun kann. Leider können wir nicht alle komplexen Werkzeuge, die du verwenden kannst, in einem Artikel behandeln. Aber es macht vielleicht Spaß, die Werkzeuge selbst zu erforschen und herauszufinden.

Highlights

Wenn du weißt, wie man Lichter effektiv einsetzt, können deine Fotos sehr professionell aussehen. Lichter bezeichnen die Bereiche, in denen das Licht am hellsten ist. In einem Foto können also mehrere helle Bereiche vorkommen, da das Licht nicht gleichmäßig auf eine Stelle fällt.

Nehmen wir das Beispiel eines Porträts, so sind die Glanzlichter wahrscheinlich die weißen Quadrate oder Kreise (Lichtfang) in den Augen. Ein weiterer möglicher Ort für ein Glanzlicht ist die Nase oder das Kinn. Dies hängt von der Lichtquelle und der Richtung ab, aus der das Licht auf die Person trifft. Je nachdem, welche Gesamtwirkung das Foto haben soll, kannst du die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Glanzlichter erhöhen oder verringern.

Am Beispiel eines Porträts könntest du dich entscheiden, dass du eine hellere Stimmung haben möchtest. Dies kann erreicht werden, indem man die Lichter in den Augen nur leicht erhöht. Dadurch wirken die Augen der Person fesselnder und heller. Der Betrachter wird „in die Augen hineingezogen“.

Farbverläufe

Zur Auffrischung: Ein Farbverlauf ist ein allmählicher Wechsel von einer Schattierung zu einem Farbton einer Farbe. Manchmal ist die Belichtung eines Fotos so, wie wir sie haben wollen, doch möchten wir dafür sorgen, dass der Betrachter eine direktere Blickrichtung hat. Dies kann durch die Verwendung von Farbverläufen erreicht werden. Dies ist ein raffiniertes Werkzeug in Capture One oder Adobe Lightroom. Wenn du einen Farbverlauf auswählst, musst du dir überlegen, wie du die Lichtveränderung lenken willst. Eine Möglichkeit wäre, dass der Farbverlauf am oberen Rand des Fotos dunkel beginnt und dann langsam ins Helle übergeht.

Bei der Verwendung von Capture One oder Adobe Lightroom kannst du auch mehrere Farbverläufe erstellen. Dadurch kannst du wirklich kontrollieren, wohin der Betrachter schaut. Es ist ein äußerst nützliches Werkzeug, das dir hilft, visuell fesselnde Fotos zu erstellen. Achte jedoch darauf dass die Farbverläufe sich nicht überkreuzen denn das kann dazu führen, dass die Lichtquelle unnatürlich und unpassend wirkt.

Rauschunterdrückung

Ein weiteres nützliches Bearbeitungswerkzeug ist die Rauschkorrektur. Rauschen in der Fotografie bezieht sich auf den Grad der Pixelbildung, der auftritt. Im Grunde genommen geht es darum, wie körnig Ihr Foto aussieht. Die fortschrittlicheren Programme können diese Körnigkeit teilweise reduzieren. Wenn du versuchst, ein körniges Foto zu stark zu korrigieren, wird es nicht gut aussehen. Die Rauschkorrekturfunktion ist für kleine Korrekturen gedacht, nicht für große. Wenn das Foto von vornherein körnig ist, kannst du nur sehr wenig tun, um es zu korrigieren.

Bearbeiten von Filtern

Abgesehen von den Korrekturen, die du an deinem Foto vornehmen kannst, kannst du auch verschiedene Bearbeitungsfilter anwenden. Diese können ein und demselben Foto ein anderes Gefühl und eine andere Aussage verleihen. Diese Bearbeitungsfilter können ein Foto im Vintage-Look erscheinen lassen oder es abstrakter machen. Diese Filter helfen dir, dein Foto aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Sepia

Sepia ist ein lustiger Filter zum Ausprobieren. Das Bild wird von dem breiten Farbspektrum, das es normalerweise hat, in ein monochromes Foto umgewandelt, das schwarz-weiß mit einer braunen Überlagerung ist. Der Sepia-Filter mildert die Strenge, die Schwarz-Weiß-Fotos normalerweise haben. Es macht Spaß, mit den Filtern zu experimentieren, die sich gut für die gewünschte Aussage deiner Fotos eignen.

Lightroom Alternativen (Capture One, Luminar, DXO)

Wer gute Adobe Lightroom Alternativen sucht, der wird heutzutage sicherlich fündig. Noch nie zuvor gab es so viele RAW-Programme die dem Platzhirsch Lightroom Konkurrenz machen. Manche von ihnen sind wirklich einzigartig und sehr gut.

Lightroom Alternativen können in drei Haupt-Kategorien erfasst werden:

  • Kostenpflichtige Lightroom Alternativen
    • Capture One Pro
    • Luminar
    • Lightroom 6 (2015)
    • DxO PhotoLab
    • ON1 Photo RAW
    • Corel AfterShot Pro
  • Kostenlose Lightroom Alternativen
    • Fotos für macOS
    • Darktable
    • RawTherapee
    • Polarr
    • LightZone
  • Systemgebunden Lightroom Alternativen
    • Canon Digital Photo Professional
    • Nikon Capture NX-D
    • Capture One Express Sony
    • Capture One Pro Sony
    • Capture One Express Fuji
    • Capture One Pro Fuji
    • Canon Digital Photo Professional
    • Nikon Capture NX-D

Jedes RAW Programm hat seine Stärken aber auch Schwächen. Keins ist perfekt. Aber alle haben etwas gemeinsam: sie unterstützen dich bnei der Bildbearbeitung deiner Fotos. So kannst du aus einem Foto mehr herauszubekommen. Eine RAW Bearbeitung ist meiner Meinung unbedingt notwendig wenn die Ansprüche hoch liegen. Es muss gar kein teures sein. Welches Programm für dich passt klären wir in diesem Artikel.

Über Adobe Photoshop Lightroom

Lightroom wurde im Februar 2007 erstmals herausgebracht und hatte die Aufgabe RAW und JPG Bilder zu entwickeln, bearbeiten und zu verwalten. Eine Integration in Adobe Photoshop war natürlich mit dabei.

Im Moment schreiben wir die 7-te Generationen in der Adobe gleich zwei Varianten herausbrachte: Lightroom Classic CC und Lightroom CC. Der große Unterschied: Lightroom CC wird komplett in der Cloud verwaltet und kann auch über Mobilgeräte oder Web genutzt werden. Selbst die RAW Bilder werden da gespeichert und erhält damit automatisch eine hohe Sicherheit inklusive Backup.

Lightroom hat umfangreiche Funktionen die in 7 Module Kategorisiert sind:

  • Bibliothek
  • Entwickeln
  • Karte
  • Buch
  • Diashow
  • Web

Die Besonderheit dieser Generation ist jedoch dass sie nur noch als Mietmodell in der Creative-Cloud-Abos verfügbar ist.

Lightroom nur noch im Mietmodell: Risiko oder Pioniergeist?

Ob Adobe langfristig mit diesem Lizenzmodell Erfolg haben wird, wird sich noch herausstellen. Sie sind die einzigen die im Moment nur noch Mietlizenzen anbieten. Dadurch haben sie ein großes Diskussionsthema auf der ganzen Welt eröffnet. Viele Adobe Nutzer sind entsetzt, andere finden das gut.

Doch stehen wir nicht eigentlich am Anfang einer generellen Änderung der Denkweise? Werden nicht die meisten Anbieter ihre Lizenzmodelle in diese Richtung steuern? Zumindest ist dieser Prozess so wie es aussieht nicht aufzuhalten, denn viele bieten sie jetzt schon an. Vielleicht ist es nur noch ein Frage der Zeit bis die nächsten auch komplett auch Mietlizenzen umstellen.

Mietlizenzen bringen ja auch Vorteile mit, oder? So hat man immer die aktuelle Version im Einsatz, man kann jederzeit kündigen. Naja, das stimmt leider nur eingeschränkt! Denn wer ein Mietmodell abschließt wird es auf Kostengründe doch für ein ganzes Jahr abschließen. Und selbst danach kann man nicht einfach kündigen denn die bearbeiteten RAW Bilder können ohne Software nicht mehr geöffnet werden.

So bleibt nur ein Programmwechsel mit vorhandenen Lizenz oder mit einem Import der Datenbank übrig. Einigen Programmen bieten schon solche Importfunktionen, diese arbeiten jedoch nicht so perfekt.

Adobe testet im Moment den Markt und wird auch mit Sicherheit die Richtung vorgeben. Parallel aber wird die Konkurrenz vermutlich steigen und kostenlose und Open Source Programme werden immer besser. Hoffentlich!

Konkurrenz treibt die Weiterentwicklung voran

Eine große Konkurrenz ist gut weil sie die Auswahl vergrößert und die Weiterentwicklung vorantreibt. Es entstehen neue Denkansätze in der Handhabung, Bedienung und Performance die selbst in den teuren Tool noch ausbaufähig sind. Es entstehen neue Funktionen und die Automatismen verbessern sich von Version zu Version.

Meine Erfahrung mit RAW Programme

2014 noch, war ich ein zufriedener Apple Aperture Nutzer. Ich nutze Apple Geräte und Programme sehr gerne und hatte mich vor vielen Jahren gegen Adobe Lightroom entschieden. Als Apple allerdings das Aperture abgekündigt hatten brach für mich fast eine Welt zusammen.

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Ich habe angefangen mich mit RAW Programme zu befassen um langfristig wieder umzustellen. Ich wollte nicht wieder in einigen Jahren wieder umstellen, denn das ist ein großer Aufwand. So wie einige Jahre zuvor fand ich die Bedienoberfläche von Lightroom immer noch nicht ansprechend und viel zu kompliziert für mich. Ich entschied mich für Capture One Express Sony. Diese Version war und ist kostenlos und bietet sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten, ist jedoch auf Sony Formate eingeschränkt.

Mittlerweile nutze ich die Vollversion von Capture One und bin sehr zufrieden. Wie ich meine Fotos mit Capture One und Apples Fotos verwalte und bearbeite erkläre ich detailliert in meinem Artikel: Capture One: ein kompletter Workflow

Capture One Pro – professionelle Bildverwaltung und -bearbeitung

Capture One Pro ist ein umfangreiches RAW Programm für anspruchsvolle und professionelle Bearbeitungen und unterstützt viele aktuelle Kamera- und Objektivmodelle. Capture One ist die größte Konkurrenz und eine sehr gute Alternative zu Adobe Lightroom. Capture One ist eine Software des Kameraherstellers Phase One. Die aktuelle Version hat viel zu bieten.

Capture One

Die professionelle Bildbearbeitung

Prüfe ob gerade ein Angebot läuft!


Module wie Karten, Diashow oder Bilderbücher sind nur rudimentär oder überhaupt nicht vorhanden. Auch die Verwaltung und Bearbeitung von Videos ist sehr eingeschränkt. Aber diese Module sind gar nicht der Fokus bei Capture One Pro und den Entwicklern von Phase One, sondern die pure RAW Verwaltung und Bearbeitung!

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Capture One Pro wurde ursprünglich als Bildverwaltung- und Fotobearbeitungs-Programm für die hochwertigen und professionellen Mittelformatkameras des dänischen Herstellers Phase One programmiert.

Capture One hat zwei Versionen die sich in Funktion und Preis unterscheiden. Eine komplette Übersicht kannst du hier finden.

Capture One Pro Informationen

Informationen:Capture One Pro
Hersteller:Phase One
Preis kaufen:349€ (Basis) – 499€ (Basis + 94 Styles Bundle)
Preis Subscription:24€ / Monat (Jahresvertrag) – 29€ / Monat
Betriebssystem:MacOS, Windows
Besonderheiten:Tethered Shooting, exzellenter Farb-Editor und RAW
Konverter

Die Eigenschaften von Capture One Pro

  • Vor allem glänzt Capture One Pro mit dem hochwertigen RAW Konverter
  • Auch die Bearbeitung der Farben und Hauttonkorrektur ist außerordentlich gut und präzise gelöst
  • Capture One Pro ist dank Tethered Shooting perfekt für Studioaufnahmen geeignet. Damit werden Aufnahmen automatisch auf dem Rechner übertragen.
  • Lokale Anpassungen können auf verschiedenen Ebenen präzise vorgenommen werden.
  • Die Verwaltung der Fotos glänzt mit einem einzigartigen Stichwortkatalog der auch Stichwort-strukturen verwalten kann. Dieses wirkt sich 1:1 auf die Filtermöglichkeiten die auch sehr gut gelöst sind.
  • Die Performance ist glaube ich ganz gut, sie hängt natürlich auch mit der Hardware zusammen. Mein MacBook Pro schafft ein Bibliothek von 60.000 Bilder gerade noch so.
  • Die automatische Bildkorrektur leistet bei gut belichteten Lichter eine sehr gute Arbeit
  • Es gibt eine Importfunktion aus Lightroom mit der eine Migration auf Capture One Pro einfacher ist
  • Capture One Pro unterstützt die meisten gängigen Kameras und Objektive
  • Günstige und kostenlose Versionen für Sony und FujiFilm Kameras
  • Es können mehrere Ausgabeformate definiert werden.Gleichzeitig hat man die Möglichkeit Wasserzeichen (zum Beispiel eine Signatur) einzubinden

Was ist nicht so gut bei Capture One

  • Capture One hat keine richtige Verwaltung für Videos
  • Geotagging ist mit Capture One nicht möglich
  • Der Preis ist vergleichsweise hoch
  • Dunkle Bilder werden mit der automatischen Korrektur viel zu stark aufgehellt

Kostengünstige Capture One Pro Version für Sony, Fuji und Nikon

Wenn du eine Sony, Fuji oder Nikon Kameras besitzt und dich auf diese beschränken kannst, dann gibt es dafür eine spezielle kostengünstige Versionen. Die Capture One Pro Version für Sony, Fuji oder Nikon kosten ungefähr die Hälfte oder weniger als die volle Capture One Pro Version.

Capture One for Sony

Capture One for Sony

Die professionelle Bildbearbeitung für Sony Kameras

Capture One for Fuji

Capture One for Fuji

Die professionelle Bildbearbeitung für Fuji Kameras

Capture One Express – die kostenlose Capture One Version

Den Einstieg kannst du jedoch sogar mit der kostenlose Lightroom Alternative machen: Capture One Express for Sony oder Capture One Express for Fuji. Eine professionelle Bearbeitung schaffst du sogar mit diesen Versionen, wenn du jedoch diese Software intensiv nutzen möchtest dann wirst du wahrscheinlich auf die Pro umsteigen. So habe ich das gemacht :), inzwischen habe ich die Vollversion weil ich auch DNG Formate bearbeite. Eine Übersicht der Unterschiede zwischen den Versionen Express und Pro möchte ich dir hier aber noch geben:

Capture One ExpressCapture One Pro
Unterstützt ARW und RAFalles was die Express version hat
Verwaltung mit KatalogenBearbeitungswerkzeuge zur Farbkorrektur
BildexportBearbeitung mit Ebene
Unterstützung von Capture One-StylesReparieren und Klonen
Verlauf- und Luminanz-Masken
… viele andere Funktionen

Luminar 4

Luminar ist eine universelle Fotobearbeitungssoftware die sowohl als Stand Alone Software als auch als Plug-In für andere Applikationen wie Apples Fotos, Adobe Photoshop und Lightroom installiert werden.

Die ehemalige Firma McPhun wurde 2008 in der Ukraine gegründet und heißt heute Skylum (Sitz in Washington). Die ca. 150 Mitarbeiter erstellen vorwiegend Software für die Fotobearbeitung.

In der aktuellen Version hat Luminar als erster Anbieter für intelligente Funktionen der Fotobearbeitung wie „Sky Replacement“ oder „Intelligente Strukturen“ eingebaut. Diese Funktionen funktionieren wirklich sehr gut und erleichtern die Arbeit unheimlich.

Fotosoftware-Skylum-Luminar-Fotoverwaltung

Luminar AI

Abgefahrene Bildbearbeitung mit KI

Spare 10% mit dem code RASVOLK.

Leider wurde das Modul der Fotoverwaltung nicht wirklich verbessert verglichen mit der Version 3 und hingt noch weit hinter Lightroom und Capture One. Ich kann mir vorstellen dass die Version 5 hier einige Verbesserungen mitbringt und das Luminar als vollständige Lightroom Alternative platziert.

Luminar Informationen

Informationen:Webseite: Luminar
Hersteller:Skylum
Preis kaufen:89€ (Lizenz für 2 Geräte)
Preis Subscription:
Betriebssystem:MacOS, Windows
Besonderheiten:Plug-In für Apples Fotos, Adobe Photoshop und Lightroom

Eigenschaften von Luminar

  • neue revolutionäre intelligente Funktionen wie:
    • AI Sky Replacement
    • AI Skin Enhancer und Portrait Enhancer
    • AL Structure
    • Sonnenstrahler
    • Smart Contrast und mehr …
  • die Bearbeitung der Fotos kann auf Ebenen durchgeführt werden. In Luminar heißen Ebenen Filter und hinter ihnen verbergen sich Werkzeugpaletten. Ebenen sind in Lightroom nicht wirklich möglich und das macht Luminar aber auch Capture One, DxO PhotoLab (wenn auch nur eingeschränkt) zu einer Mischung zwischen Lightroom und Photoshop.
  • Was bei Luminar doch besonders ist dass die Ebenen wie bei Photoshop in verschiedenen Modis zusammengeführt werden können. Selbst verschiedene Bilder können in den Ebenen hinterlegt werden
  • Die RAW Entwicklung ist vollständig und arbeitet leicht unterschiedlich. So kann die Klarheit zum Beispiel nicht ins negative gezogen werden, dafür gibt es einen eigenen Regler der Weichheit heißt. Kurven und Kanalmixer sind als eigene Filter zu finden.
  • die Schwarz-Weiß Umwandlung ist sehr umfangreich und fein

150 AllInOne Sky Collection

150 schöne Himmel-Hintergründe für ein schnelles Sky-Replacement mit Photoshop, Luminar, Affinity Photo, …

Was ist nicht so gut bei Luminar

  • Luminar hat keine richtige Bildverwaltung
  • Die Performance des Programms könnte verbessert werden. Gerade beim Importieren der Fotos muss man wirklich Geduld aufbringen.
Fotosoftware-Skylum-Luminar-Fotoverwaltung

Luminar AI

Abgefahrene Bildbearbeitung mit KI

Spare 10% mit dem code RASVOLK.

Fotos für macOS

Apple hat seine Bildbearbeitungsprogramme Aperture und iPhoto mit dem Vorhaben eingestellt aus beiden ein komplett neues Fotos für macOS zu programmieren. Die besten Funktionen sollten ergonomisch in einer neuen minimalistischen Oberfläche zusammengefasst werden.

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14 Fehler die du als Fotograf vermeiden kanns

Es hat eine Weile gedauert, aber heute ist das Fotos für macOS eine sehr gute Lightroom Alternative. Die große Einschränkung: es läuft nur auf MacOS.

Ich nutze Fotos für macOS als Mediendatenbank für meine fertig bearbeiteten Fotos aus Capture One. Zusätzlich bearbeite und verwalte ich meine Videos damit. Inzwischen ist Fotos für macOS ein vollwertiges RAW Programm zum Entwickeln, Bearbeiten, Verwalten und Konvertieren von RAW Bilder.

Fotos für macOS Informationen

Informationen:Webseite: Fotos für macOS
Hersteller:Apple
Preis kaufen:kostenlos mit einem Mac
Preis Subscription:
Betriebssystem:MacOS
Besonderheiten:ausgereifte Diashow, sehr gute Performance

Was ist gut bei Fotos für macOSs

  • Fotos für macOS hat eine gute und vollständige Verwaltung von Fotos und Videos mit einer sehr schnellen Suchfunktion.
  • Gute Filtermöglichkeiten und intelligente Alben gehören dazu.
  • Es ist sehr schnell und sehr performant. Ich glaube dass Apple bei der Neuentwicklung von Fotos für macOS diesen Punkt ganz hoch auf die Prioritätenliste gestellt hatte.
  • Das Design ist schlicht, übersichtlich und ergonomisch, so wie wir es von Apple kennen.
  • Alle möglichen Formate und Kameras werden unterstützt und die Software wird stetig aktualisiert
  • Exzellente Diashow mit schönen Templates und abspielen von Bilder und Videos in einer Show

Was ist nicht so gut bei Fotos für macOSs

  • Fotos funktioniert nur auf macOS. Das war bei Apple zu erwarten, jedoch kann man nicht ausschließen dass es mal in einer WebVersion für alle Betriebssystem zur Verfügung gestellt wird.

DxO PhotoLab

DxO Labs ist eine französische Firma mit Sitz in Paris und wurde 2003 gegründet. Sie hat sich ausschließlich der Bildbearbeitung verschrieben. Über die Jahre wurde die RAW Software zu einer professionellen RAW Bearbeitungssoftware entwickelt und wurde zu einer der besten Lightroom Alternativen.

Die Aktuelle Version, DxO PhotoLab 2 gewann im Juni 2018 gewinnt den TIPA World Awards 2018 in der Kategorie ‚Best Image Software‘. Sie ist modern und intuitiv aufgebaut.

DxO PhotoLab Informationen

Informationen:Webseite: DxO PhotoLab
Hersteller:DxO
Preis kaufen:130€ (Essential Edition) – 270€ (ELITE Edition + Film Pack)
Preis Subscription:
Betriebssystem:MacOS, Windows
Besonderheiten:Preisgekrönte Film Look Filter, gutes Korrektur-Werkzeug

Was ist gut bei DxO PhotoLab

  • Die aktuelle Version beinhaltet eine vollständige Verwaltung der Fotos die in einzelnen Verzeichnissen gespeichert werden.
  • Profile für Linsenkorrekturen werden zum download angeboten und sind schnell installiert
  • die Oberfläche ist komplett auf eigenen Wünsche anpassbar und konfigurierbar
  • Slider-Vergleich zwischen Originalbild und das bearbeitete Foto
  • das Werkzeug zum reparieren von Bereichen arbeitet auch großflächig sehr gut. Es ermittelt automatisch die Umgebung in der retuschiert werden muss
  • Lokale Anpassungen funktionieren gut. Es können Masken erstellt werden und mit Pinsel, Gradationsfilter oder Punktbearbeitung in einem Equalizer eine Reihe von Anpassungen gemacht werden
  • Die RAW Entwicklung kann dank vieler Regler sehr granular vorgenommen werden
  • Es gibt viele Exportmöglichkeiten und Integration zu Social Media
  • die Autokorrektur arbeitet sehr gut

Was ist nicht so gut bei DxO PhotoLab

  • die Verwaltung der Fotos pro Verzeichnis zwingt auch ein Bearbeitung, die Verwaltung, die Markierung und Filter pro Verzeichnis. Zwar können übergreifende Sessions eingerichtet werden aber diese sind manuell zu machen. Da jeder seine Fotos individuell bearbeitet, ist das für dich vielleicht kein Problem. Ich habe meine Fotos gerne in einem großen Katalog in dem ich alles suchen und filtern kann.
  • bei der Ebenenbearbeitung stehen manchmal die Anpassungen und der Equalizer im Weg. Gleichzeitig sind die Anpassungen für den Pinsel sind etwas gewöhnungsbedürftig

Darktable

Darktable ist eine Open Source RAW Software für den Workflow und die Bearbeitung von Bilder. Darktable wird von Fotografen in der ganzen Welt für Fotografen entwickelt. Johannes Hanika hat dieses Projekt 2009 gestartet und brachte es inzwischen zu einer professionellen Fotobearbeitungs-Software.

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